Das Betriebssystem im Eigenbau? Gentoo bietet Euch diese Möglichkeit – verlangt aber auch viel von Euch! Antesten kann man es aber auch in wenigen Minuten.

Gentoo ist bislang definitiv die am besonderstenstestete Distribution der Quartett-Karten. Denn Gentoo wird komplett manuell eingerichtet, kein Installer, in dem man einfach zehn mal auf einen Weiter-Button klickt. Das kann Spaß machen, ist lehrreich und vermittelt sicherlich viele viele Linux-Kenntnisse. Da das aber nicht Zweck dieser Serie ist, wird geschummelt: Gentoo gibt’s auch ferig vorinstalliert auf virtuellen Festplatten ;)

Über Linux-Distri-Impressionen

Ausführliche Infos: Quartett-Artikel und Distri-Impressionen-Übersicht. Hier nur ganz kurz zur Einordnung: Die Distri-Impressionen sind für das Quartett quasi „nebenher“ entstanden und sind keine tiefschürfen oder technischen Analysen. Es geht hier um das, was mir bei Installation, Einrichtung und Herumspielerei mit Desktop, Einstellungen und Tools aufgefallen ist. Was mich langweilt, was mich begeistert.

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Gentoo ist weniger fertige Disti als An-die-Hand-nehm-Baukasten.

Gentoo mit KDE Plasma

Bei Osboxes.org habe ich mich mit Gentoo samt Plasma-Desktop versorgt – aber was soll das eigentlich aussagen? Plasma ist halt Plasma. Die Gentoo-Idee ist auf definitiv interssant. Und zwar zum Lernen, wenn es etwas mehr als Linux from Scratch sein soll (ein reines Papierwerk). Zum Aufbau für ein eigenes System, bei dem man ganz genau weiß, was wo wie und mit wem arbeitet. Und vor allem aber auch, um sich eigene Distributionen zu basteln. Wenn ich mir ein Mirco-Linux zum Verteilen zusammenschrauben wollen würde, wäre Gentoo wohl eine gute Grundlage. Will ich aber nicht.

Insofern kann ich es nur dabei belassen, Euch auf dieses interessante Stück Software hinzuweisen und einen Blick in das werfen, was man wohl am besten Beispiel-Installation nennen muss, eben die heruntergeladene VM-Festplatte. Übrigens: Auf der Gentoo-Seite findet Ihr auch eine Live-DVD – allerdings stammt die von 2016 und sollte eher nicht Eure Wahl für den Download sein. Es entspricht nicht dem Sinn von Gentoo und ist veraltet. Dann lieber bei Osboxes.org bedienen.

Und dazu kann man nicht viel sagen: Plasma in Standard-Optik, außer Qt4Studio nur ein paar Systemwerkzeuge. Mit nur 53 Sekunden Startzeit ist Gentoo mit KDE aber immerhin ziemlich fix, nämlich 2 Sekunden schneller als PCLinuxOS, 13 Sekunden schneller als Slackware und 15 Sekunden schneller als OpenSuse, jeweils mit KDE-Plasma.

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Gentoo mit Standard-KDE-Desktop.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Stichwortschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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