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Notizen direkt in Chrome – 4 Optionen

Man macht doch eh alles im Browser - warum nicht auch Notizen?

Notizzettel werden wohl nie aussterben! Ob der gute alte Block, klebrige Post-its oder deren digitale Varianten, simple Möglichkeiten zum Aufschreiben von Notizen werden immer benötigt. Hier mal drei schlanke Varianten für den Browser plus eine Nerd-Lösung für Menschen mit Server ;) Variante 4 wird Euch umhau...

... nein, Variante 4 wird Euch nicht umhauen, es wird nur um Pastebins gehen und diese Art von Emotional-Beschiss-Schlagzeilen solltet Ihr niemals anklicken. Medienkompetenzeinschub Ende.

Variante 1: Modern, Dienst, langweilig

Ja, man macht alles im Browser - weil alles online ist. Und natürlich gibt es auch sowas wie Notepad online, und das ist auch schon die einfachste aller Varianten: Einfach Online Notepad besuchen und in gewohnter Umgebung lostippen.

notepad-style-notepad.
Ein supersimpler Notizzettel im Ur-Notepad-Style

Oder Ihr wollt es mit etwas mehr Format? Bei StackEdit findet Ihr eine Markdown-Variante. Mit Konto gibt es dann auch Synchronisation und weitere Features (welche eigentlich weit über den Sinn von Notizen hinausgehen).

md-nodes-beispiel.
Ein Online-Editor, hier samt Markdown - guter Mix aus Komfort und Features

Vorteile: Keine Einrichtung, große Auswahl, (fast) vollwertige Editoren.

Nachteile: Kein Offline-Betrieb (ja, juckt kaum jemanden), fast schon zu viel für Notizen, Nerdfaktor 0

Variante 2: Traditionell, Add-on, langweilig

In etwa das gleiche Ergebnis wie oben könnt Ihr auch mit Add-ons erreichen, beispielsweise mit Notebook.

notes als erweiterung.
Erweiterung: Toll, aber Plug-ins laufen häufig nicht ewig ...

Vorteile: Offline-Betrieb, alle wichtigen Funktionen.

Nachteile: Browser-Erweiterungen neigen dazu, irgendwann nach größeren Browser-Updates zu verschwinden ... Und: Nerdfaktor 0.

Variante 3: Minimalistisch, Browser-intern, Hack

Diese Variante dürfte unter Hack fallen: Gebt folgenden Text in der Adresszeile ein, gefolgt von ENTER:

data:text/html, <html contenteditable>

Und schon könnt Ihr direkt in den leeren Tab tippen. Formatierungen gibt es dann nur über HTML-Eingabe in den Entwicklerwerkzeugen, aber Notizen sind ja eigentlich nur temporäre Schlagwörter - und dafür genügt die Lösung.

Tipp: Wenn Ihr den Code als Lesezeichen anlegt und in der Lesezeichenleiste ablegt, ist dieser Notizblock schnell erreichbar. Aber Vorsicht: Schließt Ihr den Tab, sind die Notizen natürlich weg.

notes als hack.
Schnellzugriff per Bookmarklet, Formatierung via HTML

Vorteile: Extrem schlank, keine Tools oder Services nötig, Nerdfaktor: schon was höher ;)

Nachteile: Speichern nur als Notlösung in kaum lesbarem HTML, Formatierung nur über direkt HTML-Tags.

Variante 4: (Eigener) Pastebin

Pastebins sind Online-Dienste, die nur einen Zweck haben: Texte online speichern, mit anderen teilen und sie optional nach einer bestimmten Zeit löschen. In der Regel passiert das verschlüsselt, Ihr könnt aber auch einen eigenen Pastebin aufsetzen, sofern Ihr einen (echten, virtuellen, verwalteten, geteilten) Server habt.

PrivateBin zum Beispiel kann alles, was man braucht, bietet eine vernünftige Oberfläche, braucht kaum Ressourcen und die Installation beschränkt sich darauf, das Archiv in den eigenen Webordner zu extrahieren - fertig. PrivatBin bietet zudem die Möglichkeit Dateien zu teilen, unterstützt Markdown und Quelltext, Passwortschutz, Burn-after-Reading und sogar Diskussionen.

privatbin-bild.
Ein Pastebin wie PrivatBin ist sehr sehr nützlich!

Vorteile: Viele Features bei einfachster Handhabung, Nerdfaktor zumindest mal >1!

Nachteile: Recht komplex für simple Notizen, kein Offline-Betrieb.

Wenn man den Offline-Betrieb, der im privaten Umfeld vermutlich selten nötig ist, mal außen vor lässt, spielt es eigentlich kaum eine Rolle, ob Ihr nun ein Add-on oder einen Online-Dienst nutzt, einen ausgewiesenen Editor oder einen Pastebin.

Wirklich cool ist eigentlich nur die Variante mit den Notizen im Tab selbst - weil man nichts dafür braucht, es exakt Sinn und Zweck von Notizen abbildet: Schnell, einfach, temporär. Und nebenbei kann man Freunden und Kollegen was zeigen, was sie sicherlich nicht kennen. Auch schön.

Oder Ihr macht Notizen außerhalb des Browsers, etwa auf den oben erwähnten digitalen Post-its, hier etwa über das Open-Source-Tool Notebot.

sticky-notes.
Haftnotizen wie man sie kennt - ganz ohne überflüssige Features

Oder mal ganz fancy:

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Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler. Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds. Wenn Ihr hier mehr über Open Source, Linux und Bastelkram lesen und Tutonaut unterstützen möchtet: Über Kaffeesponsoring via Paypal.freue ich mich immer. Schon mal im Voraus: Danke! Nicht verpassen: cli.help und VoltAmpereWatt.de. Neu: Mastodon

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Ein Kommentar

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