Wenn die Präsentation in der Uni nicht klappt ist es ärgerlich, beim Arbeitgeber mindestens peinlich und beim Kunden ein absolutes No-Go. Es kommt aber immer noch und immer wieder vor, dass die Power-Point-Präsentation nicht läuft – Power Point ist kaputt oder am Präsentationsort nicht vorhanden, Nutzer-Rechte machen Probleme, eine andere Office-Version führt zu Fehlern und so weiter. Wer sicher gehen will, dass die Vorführung garantiert läuft, hat dazu einige Optionen.

Wenn die Präsentation in der Uni nicht klappt ist es ärgerlich, beim Arbeitgeber mindestens peinlich und beim Kunden ein absolutes No-Go. Es kommt aber immer noch und immer wieder vor, dass die Power-Point-Präsentation nicht läuft – Power Point ist kaputt oder am Präsentationsort nicht vorhanden, Nutzerrechte machen Probleme, eine andere Office-Version führt zu Fehlern und so weiter. Wer sicher gehen will, dass die Vorführung garantiert läuft, hat dazu einige Optionen.

Selbstlaufende EXE mit integriertem Viewer
Die selbstlaufende EXE ist immer ein guter bequemer Ansatz, da sie in der Regel keinerlei weitere Software auf dem Ziel-/Präsentations-Rechner erfordert – Inhalt und Viewer sind hier wunderbar vereint. Unter einigen Power-Point-Versionen lassen sich Folien einfach per „Speichern unter“ als EXEn exportieren (über den Umweg „Package for CD“), ansonsten können Programme wie PDF2EXE Vorträge konvertieren. Leider gibt es keine wirkliche Freeware für diese Konvertierung, lediglich Trial- und Shareware.
Mögliches Problem: Wenn auch unwahrscheinlich, liegt es im Rahmen des Möglichen, dass der Präsentations-Rechner die Ausführung fremder EXE-Dateien untersagt oder der Virenscanner anschlägt.

PDF + portabler PDF Viewer
Das Portable Document Format heißt nicht ohne Grund so und PDFs sollten sich eigentlich immer anzeigen lassen, sei es mit Standard-Readern, einem installierten Browser oder im Zweifelsfall mit einem eigenen, portablen PDF Viewer, der zusammen mit dem PDF etwa auf dem USB-Stick liegen kann. Ein passender Minimal-Betrachter wäre das Open Source Tool SumatraPDF, das entsprechend auch kommerziell genutzt werden darf.
Mögliches Problem: Auch hier muss, sofern tatsächlich kein Viewer auf dem Präsentations-Rechner laufen sollte, eine EXE gestartet werden. Allerdings ist SumatraPDF eine bekannte, renommierte Software, bei der kein Virenscanner Probleme erkennt.

Wenn es offline und sicher sein soll, ist PDF nach wie vor ein super Format.

Vorführfertig in der Cloud
Eine ganz einfache Variante ist die Präsentation direkt in einem Online-Office wie dem Service von Google – hier genügt ein Browser zum Anzeigen. Aber so ein Service könnte auch mal kurzzeitig ausfallen oder es gibt Probleme mit Passwörtern und so weiter. Noch stabiler wäre die Präsentation im HTML-Format. Diese könnten auf dem eigenen Web-Space, Cloud-Speicher oder sogar der heimischen NAS liegen und schon lässt’s sich einwandfrei per Browser im Vollbild präsentieren.
Mögliches Problem: Online-Zugang wird benötigt – und das kann immer schiefgehen. Offline sind HTML-Dateien wieder sehr zuverlässig und Browser wie Firefox gibt es freilich ebenfalls als Portable-Versionen, die direkt von Stick & Co. starten.

Modern, gut, stabil: Wichtige Präsentationen sind in der Cloud gut aufgehoben, einfach zu erreichen und auf jeder Hardware abspielbar – auch auf Smartphones.

Flash + portabler Browser
Den Export als Flash-Projekt für den Browser könnt Ihr direkt im Präsentations-Tool veranlassen, bei OpenOffice/LibreOffice etwa schlicht über den Speichern-unter-Dialog. Anschließend läuft die SWF-Datei ganz einfach im Browser. Der Vorteil gegenüber einer HTML-Version im Browser: Folien werden einfach per Klick irgendwo auf die Folie/das Bild gewechselt. Nachteil: Man kann nur vorwärts blättern.
Mögliches Problem: Kein Browser am Präsentations-Rechner vorhanden – allerdings sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich.

Nicht optimal, aber als Flash läuft die Präsentation in fast jedem Browser und ist simpelst zu bedienen.

Notfallplan: Animiertes GIF
Ja, das hier ist ein Notfallplan – aber auch die haben ihre Existenzberechtigung. Speichert die Folienpräsentation einfach als animiertes GIF (wie, zeigen wir Euch hier; wenn auch an einem ganz, ganz anderen Beispiel …). Der große Vorteil: Ein Rechner, der ein GIF nicht anzeigen kann, müsste eigentlich schon sabotiert worden sein. Die Besonderheit beim GIF: Der Folienwechsel geschieht nicht per Klick, sondern nach festgelegter Zeit. Für Vorträge mit integrierter Diskussion taugt das nicht, für Standardvorträge, die Ihr ständig haltet, ist das durchaus praktisch, da Ihr nicht ständig am Rechner rumklicken müsst (und nicht auf eine funktionierende Fernbedienung angewiesen seid). Natürlich lassen sich die Anzeigezeiten für jede Folie individuell setzen.

Zudem darf man natürlich das Naheliegende nicht vergessen: OpenOffice/LibreOffice gibt es als portable Versionen und somit könnt Ihr auf einem Stick das perfekte Abspiel-Tool mitnehmen. So seid Ihr auch sicher, dass eventuelle Effekte und eingebettete Medien funktionieren, denn freilich sind die obigen Optionen eher darauf ausgelegt, das ganz einfach Folien gewechselt werden. Aber hier gelten wieder die möglichen Probleme mit dem Ausführen der EXE. Die beste Lösung dürfte eine simple Google-Docs-Präsentation sein, dann genügt in der Regel irgendein Gerät mit Netzzugang, selbst das eine oder andere Smartphone könnte wohl den Beamer ansteuern – und wenn das Internet weg ist, das Smartphone ziemlich dumm, dann hört Euch eh keiner mehr zu. Dennoch: Eine Notversion, offline auf dem Smartphone/USB-Stick sollte schon sein. Und aus eigener Erfahrung: Verlasst Euch auch nicht auf selbst mitgebrachte Laptops oder ähnliches – alles kann zum genau falschen Zeitpunkt grundlos den Dienst einstellen!

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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