In Deutschland herrscht das Zeitalter der Gentrifizierung: Aus ehemals ranzigen, aber sympathischen Stadtvierteln werden neuerdings hippe Szenebezirke, die sich vor allem durch rasant steigende Mieten und den Bau von Luxusimmobilien und durch SUVs verursachten Parkplatzmangel auszeichnen. Diesen Vorgang nennt man Gentrifizierung und er ist eine Pest der Moderne. Für alle Nostalgiker, die sich nach Schlagermusik aus Eckkneipen, schmutzigen Fassaden und dem Aroma der Arbeiterklasse zurücksehen, integriert Google derzeit eine nette Funktion in Street View, eine Art „Zeitreise“, mit der sich Straßenzüge seit den ersten Streetview-Fotos 2007 betrachten lassen.

In Deutschland herrscht das Zeitalter der Gentrifizierung: Aus ehemals ranzigen, aber sympathischen Stadtvierteln werden neuerdings hippe Szenebezirke, die sich vor allem durch rasant steigende Mieten und den Bau von Luxusimmobilien und durch SUVs verursachten Parkplatzmangel auszeichnen. Diesen Vorgang nennt man Gentrifizierung und er ist eine Pest der Moderne. Für alle Nostalgiker, die sich nach Schlagermusik aus Eckkneipen, schmutzigen Fassaden und dem Aroma der Arbeiterklasse zurücksehen, integriert Google derzeit eine nette Funktion in Street View, eine Art „Zeitreise“, mit der sich Straßenzüge seit den ersten Streetview-Fotos 2007 betrachten lassen.

Eine kleine Uhr zeigt, wenn Time Machine verfügbar ist.

Aktuell ist das Feature, das sich durch eine kleine Uhr am oberen linken Bildrand in Streetview bemerkbar macht, noch nicht mit jedem Account verfügbar, Google rollt es aber bereits an seine Kontenbenutzer aus. Als echte Nerds sparen die Google-Entwickler natürlich nicht mit Zurück-in-die-Zukunft-Zitaten:

Forget going 88 mph in a DeLorean—you can stay where you are and use Google Maps to virtually explore the world as it is—and as it was. Happy (time) traveling!

Der Freedom-Tower in New York kann in verschiedene Bauabschnitten betrachtet werden.

In Deutschland muss man das Heilmittel gegen die Folgen der Gentrifizierung derzeit übrigens nicht unbedingt haben: Wer sich in seiner Stadt umsieht, wird feststellen, dass die Streetview-Bilder locker vier bis fünf Jahre auf dem Buckel haben. Google wird das Feature hierzulande laut BILD-Zeitung Online auch erstmal nicht einführen, was jedoch nur bedeutet, dass keine deutschen Straßenzüge unterstützt werden – Deutsche User, die sich eine Stadt außerhalb der Bundesrepublik, etwa New York, anschauen, können es hier durchaus nutzen. Die Pixelhuber, die 2009/2010 den Aufstand gegen die „Datenkrake“ probten und ihre Häuser „aus Datenschutzgründen“, genauer: „German Angst“ aus Streetview tilgen ließen, haben Google offensichtlich bis heute schwer traumatisiert…

via Google Official Blog

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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