Dropbox verweigert den Dienst auf Wechselmedien – mit einem kleinen Trick geht es aber doch! Mit einer simplen Windows-Einstellung ist das fix erledigt.

Windows hängt Wechselmedien im Grunde genauso ein wie interne Speicher – mit einem Laufwerksbuchstaben. Allerdings werden HDDs/SSDs und externe Medien wie USB-Sticks oder SD-Karten teils unterschiedlich behandelt. Beispielsweise kann der Speicherort von Dropbox nicht auf Wechselmedien liegen. Aber Ihr könnt diese (behämmerte) Ungleichbehandlung sehr einfach abstellen:

Statt über einen Laufwerksbuchstaben (L:), könnt Ihr Datenträger auch über normale Ordner bereitstellen. Ihr findet so einen Speicher dann nicht direkt im Arbeitsplatz, sondern in der normalen Windows-Ordnerhierarchie – etwa unter C:\SD-Karte-1. Unter Linux ist das übrigens der ganz normale Weg. Einmal so eingehängt (gemountet auf Neudeutsch), könnt Ihr den Dropbox-Speicherort sehr wohl auf die SD-Karte verlegen – schließlich „sieht“ das Programm nur einen normalen Ordner, kein eigenständiges Laufwerk.

1. Datenträgerverwaltung öffnen

Öffnet die Datenträgerverwaltung über Systemsteuerung/Verwaltung/Computerverwaltung, dann das Kontextmenü der normal eingehängten SD-Karte und wählt den Punkt Laufwerkbuchstaben und -pfade ändern.

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Zentrale Stelle ist mal wieder die Datenträgerverwaltung.

2. SD-Karte einhängen

Zunächst müsst Ihr den Laufwerksbuchstaben löschen, ansonsten ist die Alternative nich auswählbar. Dann wählt Ihr In folgendem leeren NTFS-Ordner … und erstellt irgendwo einen Ordner, der am besten SD-Karte oder Dropbox oder ähnlich heißt. Bestätigt und schaut in den erstellten Ordner – und Überraschung, Ihr seht die Dateien der SD-Karte.

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Viele Menüs später: Die SD-Karte wird in einem Ordner gemountet.

3. Dropbox-Speicherort ändern

Nun könnt Ihr den Speicherort der Dropbox in den Einstellungen ändern – wie Boris hier auch im Detail zeigt. Übrignes: In den Kommentaren zu dem Artikel findet Ihr auch den Auslöser für diesen kurzen Beitrag 😉

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Dropbox auf Wechselmedien – es geht!

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, Ex-BSI'ler, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 26 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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