Der Lesemodus gehört zu den praktischsten Funktionen von Safari für den Mac. Unter El Capitan hat Apple das Feature aufgewertet und bietet Anpassungen

Ich bin auch nach fast einem Jahr am Mac noch immer nicht vollständig von Safari als Standard-Browser überzeugt. Zu viele Funktionen aus Chrome fehlen mir, zu oft nerven mich Kleinigkeiten wie die fehlenden Favicons in den Browser-Tabs oder der nicht gekennzeichnete Privat-Modus. Über alle Zweifel erhaben ist hingegen der Lese-Modus, auch „Reader-Ansicht“ genannt: Mit einem Klick fasst Safari Online-Artikel zusammen, blendet Werbung und überflüssige Inhalte aus und erleichtert damit das Lesen längerer Texte am Mac-Bildschirm. In Mac OS X „El Capitan“ hat Apple an der Funktion gefeilt und bietet nun auch einige Möglichkeiten, den Lesemodus an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. 

Wie gewohnt startet Ihr den Lesemodus von Safari mit einem Klick auf das Linien-Symbol neben der Adressleiste von Safari. Der Browser stellt den gerade geöffneten Artikel dann in der übersichtlichen Leseansicht. Bislang war diese auf ein fixes Layout und eine festgelegte Schriftart beschränkt.

Per Klick aktiviert Ihr die Leseansicht von Safari

Wenn Ihr Euren Mac aber schon auf El Capitan umgezogen habt, könnt Ihr die Leseansicht von Safari anpassen. Klickt dazu einfach bei aktivierter Reader-Ansicht auf das Doppel-A rechts rechts von der Adressleiste. Hier könnt Ihr unter anderem eine andere Schriftart festlegen oder die Schriftgröße per Klick auf die Symbole vergrößern oder verkleinern. Auch die Hintergrundfarbe kann hier angepasst werden. Ich empfinde beispielsweise den Sepia-Ton als deutlich angenehmer als den klassischen weißen Hintergrund.

Unter El Capitan könnt Ihr die Schriftart und den Hintergrund ganz einfach anpassen

Alles in allem eine kleine, aber feine Neuerung, die die Reader-Ansicht von Safari deutlich aufwertet. Zwei weitere Neuerungen für den Apple-Browser unter El Capitan stellen wir Euch hier vor. Chrome-Fans, die neidisch auf die Reader-Ansicht von Safari schielen, können sich übrigens mit einem der zahlreich vorhandenen Add-ons für den Google-Browser helfen. Als Evernote-Nutzer setze ich beispielsweise auf Clearly, alternativ könnt Ihr aber beispielsweise auch EasyReader ausprobieren.

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

Sag' Deine Meinung