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Android

3 Apps fürs Wochenende – KW 19: Kopfzerbrecherspiele

Letzte Woche war der Körper dran, jetzt gibt es was für den Geist - so richtig alten Kram

Komplexe Spiele brauchen nicht unbedingt komplexe Regeln: Beim umfangreichsten Regelwerk unser drei Wochenend-Apps heißt es lediglich, zweimal auf das Spielfeld zu tippen. Bei den anderen beiden genügt ein einziger Tap. Einzig die Frage nach dem Wo bringt den Kopf zum Rauchen ;) Nun, mach einen vielleicht auch das Alter des Quellcodes …

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3 Apps fürs Wochenende: In dieser Serie stellen wir Euch jeden Freitag drei kostenlose und werbefreie Android-Apps vor – zum Ausprobieren und Spielen. Alle Apps stammen aus dem Open-Source-App-Store F-Droid, den wir Euch hier näher vorstellen. Was für Apps? Was auch immer uns tatsächlich gefällt und nichts voraussetzt – also etwa keine Türöffner-App für den Dackelverein Velbert Süd oder so.

F-Droid in Kürze: F-Droid müsst Ihr über die Homepage installieren, sprich die App als APK-Datei herunterladen, diese anklicken und die Installation erlauben. Zudem müsst Ihr unter (standardmäßig) Einstellungen/Apps/Spezieller App-Zugriff/Installieren unbekannter Apps die Berechtigung für F-Droid freigeben, damit die App andere Apps installieren darf.

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1. OPMT

Den Anfang macht das einzig halbwegs aktuelle Paket mit den komplexesten Regeln, dafür aber einem supersimplen Spielfeld: OPMT basiert auf dem aus Neuseeland stammenden Mū tōrere und kommt mit gerade einmal neun Feldern aus. Acht der Felder sind mit jeweils vier schwarzen und weißen Steinen bestückt. Das simple Ziel: Den Gegner manövrierunfähig machen. Eigentlich ist es schade, überhaupt etwas zu dem Spiel zu sagen, am meisten Spaß macht es vermutlich, wenn man schlicht drauf los splielt und irgendwann versteht, worum es eigentlich geht … Also, sorry für den Spoiler, aber für Zwischendurch ist OPMT definitiv ein paar MB Speicherplatz wert. Und das übrigens wahlweise gegen den Computer oder einen Menschen.

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OPMT, ein hübscher Einstieg in die Steineknobelei – auch zu zweit

2. DroidZebra

Auch DroidZebra basiert auf einem Brettspiel aus der echten Welt, nämlich Reversi, vielen vielleicht eher unter dem Markennamen Othello bekannt. Auch hier gibt es schwarze und weiße Steine, allerdings jeweils 15 Stück, verteilt auf 64 Feldern – das bringt schon ein wenig mehr Spaß. Die Kurzanleitung: Stein auf eines der angekreuzten Felder legen, damit die gegnerischen Seine bis zum nächsten eigenen Stein in eigene verwandeln, dem Gegner die Zugmöglichkeiten nehmen. Und das ist ganz schön tricky!

reversi als app.
Das Doofe an Reversi: Man fühlt sich schnell als Sieger – und irrt

Immerhin gibt es reichlich Einstellungen, um den KI-Gegner etwas menschlicher zu machen – wortwörtlich. Reversi stammt aus den 1880ern – vielleicht ist es dann auch nicht weiter wild, dass die letzte DroidZebra-Version schon über 7 Jahre alt ist. Wer die Code-unabhängige Echte-Menschen-Offline-Variante bevorzugt – es gibt Dutzende Versionen:

3. Open Flood

Open Flood ist ebenfalls betagt, das letzte Update ist auch schon 4 Jahre her – aber es ist nach wie vor eines meiner absoluten Lieblings-Smartphone-Spiele. Das Konzept ist wieder popelig einfach: Das Rasterspielfeld ist zufällig mit farbigen Quadraten gefüllt, Ihr müsst versuchen, dieses in maximal 31 Versuchen in eine einzige Farbe zu verwandeln. Ihr startet mit dem Quadrat oben links und legt über die Buttons unten dessen neue Farbe fest, danach die der entstandenen Fläche und so weiter, bis letztlich alles grün, gelb oder wie auch immer unifarben ist. Durch die Begrenzung auf 31 Züge ist auch dieses Unterfangen bisweilen ziemlich schwierig. Vor allem aber macht es Spiele übersichtlich lang. Das, gepaart mit der Möglichkeit, eine verlorene Partie zu wiederholen, bringt einen mächtig großen Suchtfaktor mit sich. Dank zufallsgenerierter Muster kann man aber auch schier endlos neue Partien starten.

18 mal 18 Felder mit 6 Farben sind Euch zu einfach? Mal schauen, ob Ihr das bei 8 Farben und 24 mal 24 Feldern immer noch denkt ;) Für eines aber müsst Ihr Euch wohl einen Mathematiker schnappen, nämlich die Frage, wie viele der möglichen Muster überhaupt gelöst werden können. Oder den Entwickler, ob nur lösbare generiert werden (scheint mir aber nicht so). Ich jedenfalls habe mir an einigen Mustern einen Wolf gerätselt … Tolles Spiel, unbedingt testen!

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Eine Trillarde Partien? Hält ein paar Tage!

Titelbild basierend auf Fotos von Anete Lusina von Pexels und Pixabay

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler. Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds. Wenn Ihr hier mehr über Open Source, Linux und Bastelkram lesen und Tutonaut unterstützen möchtet: Über Kaffeesponsoring via Paypal.freue ich mich immer. Schon mal im Voraus: Danke! Nicht verpassen: cli.help

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