Linux & Co.

Anleitung: Linux-Prompt individualisieren

Wer sagt, der Terminal sei langweilig? Ich bestimmt nicht ;) Aber gut, standardmäßig ist so eine Eingabeaufforderung nicht unbedingt Eye-Candy. Den Prompt könnt Ihr aber hübsch machen – in allen Regenbogenfarben. Und Infos wie die Uhrzeit lassen sich ebenso einbauen. Oder sprechende Kühe.

Ein normaler Prompt ist langweilig:

peter@ubuntu:~$

Was für ein Mist, oder? Viel schöner ist es doch so:

linux terminal bash prompt
Besser – ein individueller Prompt mit Farben.

Prompt bauen

Der Prompt wird in der Variablen PS1 gespeichert, die Ihr einfach mit echo $PS1 auslesen könnt. Und natürlich könnt Ihr die Variable auch einfach so direkt im Terminal verändern – die Auswirkungen beschränken sich dann aber auf eben dieses Terminalfenster:

PS1=Uffta uffta töterööö:

… führt zu einem eher doofen Prompt:

uffta prompt
Der berühmte Uffta-Prompt – selbst für Kühe zu doof.

Die Definition findet in der versteckten Datei .bashrc aus Eurem Nutzerverzeichnis statt. Zunächst mal der Horror-Code des Prompts aus dem ersten Bild oben:

export PS1="Um \[$(tput sgr0)\]\[\033[38;5;13m\]\A \[$(tput sgr0)\]arbeitet hier: \n\[$(tput sgr0)\]\[\033[38;5;92m\]\u\[$(tput sgr0)\]\[\033[38;5;13m\]@\[$(tput sgr0)\]\[\033[38;5;215m\]\h\[$(tput sgr0)\]\[\033[38;5;227m\]:\[$(tput sgr0)\]\[\033[38;5;151m\][\[$(tput bold)\]\[$(tput sgr0)\]\[\033[38;5;41m\]\w\[$(tput sgr0)\]\[$(tput sgr0)\]\[\033[38;5;28m\]]\[$(tput sgr0)\]\[\033[38;5;15m\]\\$\[$(tput sgr0)\]\[\033[38;5;12m\] \[$(tput sgr0)\]"

Öhmmm, jaaa … Wer sich diese Syntax ausgedacht hat, gehört auf eine Datasette verschoben. Ihr bekommt bei Ubuntuusers zwar eine recht gute Referenz zu diesem Code-Quatsch, aber Ihr könnt auch einfach einen Drag&Drop-Web-Designer nutzen, beispielsweise bashrcgenerator.com. Die Anwendung dürfte selbsterklärend sein:

  1. Zieht fixe und variable Bausteine in das Fenster unter „Your selection“. Hier gibt es Dinge wie Nutzernamen, aktuelles Verzeichnis, Uhrzeit, Sonderzeichen und so weiter.
  2. Kopiert den fertigen Code in die .bashrc.
  3. Nun könnt Ihr noch fixen Text einfügen – im obigen Horror-Code beispielsweise „um“ und „arbeitet hier:“
  4. Zum Testen öffnet ein neues Terminalfenster oder startet im Terminal eine neue Session mit „su – nutzername“.
linux terminal bash prompt
Mit dem Generator müsst Ihr Euch nicht um den Code kümmern.

Wenn Ihr Euren Terminal vielleicht mit einer Glückskekse vorlesenden Kuh oder Android-News von heise aufmotzen wollt – hier zeigen wir wie das geht. Und wenn Ihr gleich einen viel besseren Terminal einsetzen wollt, schaut mal beim Terminator-Artikel vorbei. Mehr Spielereien findet Ihr hier.

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler. Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds. Wenn Ihr hier mehr über Open Source, Linux und Bastelkram lesen und Tutonaut unterstützen möchtet: Über Kaffeesponsoring via Paypal.freue ich mich immer. Schon mal im Voraus: Danke! Nicht verpassen: cli.help

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