MacOS besitzt seit einiger Zeit keine Funktion zur Reparatur der Dateirechte. Wir zeigen Euch, wie Ihr die Rechte unter MacOS manuell reparieren könnt.

Das MacOS 10.13-High-Sierra-Update ist drauf. Und grundsätzlich bin ich damit auch zufrieden. Einzig: Die verdammte Fotos-App stürzte ständig ab. Früher hätte ich einfach die MacOS-Rechte repariert. Dummerweise hat Apple die Funktion seit Mac OS X 10.11 „El Capitan“ gestrichen – angeblich, weil MacOS das selber macht. Einzig: Das funktioniert nicht. Und der alte Trick aus Mac OS X 10.11 auch nicht mehr. Doch auch unter High-Sierra gibt es eine Lösung.

Zugriffsrechte mit Zusatztool reparieren

Möglich wird die Reparatur der Zugriffsrechte mit dem kleinen Kommandozeilen-Tool Repair Permissions. Das könnt Ihr doof herunterladen und manuell installieren, wesentlich einfacher geht es aber mit dem Terminal. Öffnet ein Terminal-Fenster und gebt hier folgenden Befehl ein (Ihr könnt ihn einfach kopieren und einfügen), um die ZIP-Datei des Tools herunter zu laden:

curl https://www.firewolf.science/download/753/ -o RepairPermissions.zip

Anschließend könnt Ihr das ZIP-Archiv mit folgendem Befehl entpacken:

unzip RepairPermissions.zip

Nun müsst Ihr das Tool noch installieren. Gebt dafür den folgenden Befehl ein:

sudo mv RepairPermissions /usr/local/bin/ && sudo chmod +x /usr/local/bin/RepairPermissions

Löscht jetzt das ZIP, da Ihr es nicht mehr braucht:

rm RepairPermissions.zip

Mit dem Kommandozeilen-Tool Repair Permissions könnt Ihr die Rechte in MacOS reparieren.

Mit dem Kommandozeilen-Tool Repair Permissions könnt Ihr die Rechte in MacOS reparieren.

RepairPermissions verwenden

Das Tool ist jetzt installiert und einsatzbereit. Um die Rechte zu reparieren, gebt Ihr einfach den Befehl
sudo RepairPermissions /
ein. Das Slash am Ende sagt, dass die Rechte im gesamten System repariert werden sollen. Falls Ihr nur einen Unterordner reparieren wollt, könnt Ihr statt des „/“ einen Pfad eingeben. Das Slash sollte aber in den allermeisten Fällen ausreichen. Gebt Euer Passwort zur Bestätigung ein. Anschließend läuft das Tool durch und repariert die Dateirechte.

Großer Nutzen, wenn was hakt

Nach dem Durchlaufen des Programms war das Problem mit der Fotos-App beseitigt: Sie stürzt nicht mehr ab, was das Ziel der ganzen Aktion war. Auch andere kleine MacOS-Probleme sollten sich auf diese Weise beseitigen lassen. Wenn Ihr also mit hakelnden Apps, Abstürzen oder Problemen mit Euren Dateien oder Peripherie habt, solltet Ihr vor weiteren Maßnahmen erst einmal RepairPermissions mit dem Befehl
sudo RepairPermissions /
im Terminal ausführen. Die Ergebnisse werden übrigens in einer Text-Datei gespeichert. Diese liegt anschließend auf dem Desktop.
Ach ja: Um das Tool zu auf die aktuellste Version zu aktualisieren, müsst Ihr den Befehl
sudo RepairPermissions --update
im Terminal eingeben.

(via)

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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