Software

GitHub: Texte mit GitLocalize übersetzen

Mit der Marketplace-App GitLocalize übersetzt Ihr ganz fix Eure Dokumentation, Readme und so weiter.

Die meisten Übersetzungswerkzeuge für Softwareprojekte sind auf die Software selbst und somit auf Strings ausgelegt. Um diverse zentrale Sprachdateien zu pflegen ist das super, für „Menschen-Texte“ eher nicht. Per App könnt Ihr das aber ganz simpel im Browser erledigen, inklusive Statusanzeige und optional automatischer Übersetzung per Klick.

GitLocalize

GitLocalize findet Ihr als App im GitHub-Marketplace. Falls Ihr das noch nie genutzt habt: Apps werden hier im Grunde genauso simpel eingerichtet wie unter Android über Google Play. Ihr ruft einfach in Eurem Repo den Marketplace auf, sucht nach der App und klickt auf den Install-Button – ein, zwei Bestätigungen für Zugriffsrechte später steht Euch die App zur Verfügung. Allerdings läuft sie natürlich nicht „in“ GitHub, viel mehr handelt es sich schlicht um eine völlig eigenständige Website. Installation heißt hier entsprechend auch eigentlich Integration – Ihr verknüpft das Repo mit GitLocalize.

GitLocalize unterstützt Dateien der Formate HTML, PO, MarkDown, JSON, YAML, Jupyter Notebooks und Localisable Strings (iOS) – womit ein Großteil der Dokumentationen, Readmes und sonstiger Infodateien in GitHub-Projekten abgedeckt sein dürfte. Reine Textdateien werden leider nicht unterstützt! Der Workflow ist ziemlich simpel: Ihr legt ein Projekt mit Repo sowie Quell- und Zielsprache an, GitLocalize zeigt dann beide Versionen nebeneinander an und Ihr könnt Absatz für Absatz übersetzen. Dabei steht für jeden Absatz separat eine automatische Übersetzung zur Verfügung – was bei einfachen Standardsätzen, Überschriften, Listen und dergleichen viel Zeit spart. Anschließend wird über Pull Requests mit dem GitHub-Repo synchronisiert.

Die App ist wunderbar einfach gehalten und ein echtes Highlight für Übersetzungen von Fließtexten.

1. GitLocalize einrichten

Installiert die App über den Marketplace, Ihr findet sie unter Apps/Localization oder direkt hierüber. Während der Installation verknüpft Ihr GitHub-Konto und GitLocalize.

gitlocalizer
Der GitHub-Marketplace.

Erstellt nun ein Projekt mit folgenden Angaben:

  • Repository und Branch
  • Quell- und Zielpfad (ist vorausgefüllt)
  • Quell- und Zielsprache

Je nach Menge und Größe Eurer Projektdateien dauert der anschließende Import einige Zeit. Resultat: Eine Liste mit Quell- und Zielsprache, erstere mit Status 100 Prozent, letztere natürlich noch mit 0 Prozent.

2. Übersetzen

Klickt in der Projektübersicht auf die Zielsprache, hier zum Beispiel Englisch, um zu all Euren Projektdateien zu kommen, die GitLocalize unterstützt. Wählt eine aus – und übersetzt, das geht ganz intuitiv ;) Wenn Ihr fertig seid, klickt zunächst auf Submit und anschließend auf Create Review Request, um einen Review-Prozess anzustoßen.

gitlocalizer
Der Arbeitsbereich.

Für den Request dürft Ihr freilich noch ein paar freundliche Worte einfügen:

Immer schön freundlich bleiben ;)

Im nächsten Schritt wird diese Anfrage nun bestenfalls akzeptiert – sinnvollerweise von einem anderen Nutzer … – und dann via Send Pull Request an GitHub weitergeleitet.

gitlocalizer
Letzte Aktion auf GitLocalizer: Pull Request erstellen.

Auf GitHub müsst Ihr dann nur noch den Pull Request akzeptieren und schon findet Ihr ein gegebenenfalls neues Verzeichnis namens /en mit der übersetzten Datei.

gitlocalizer
Nun auf GitHub: Pull Request akzeptieren/mergen.

Wie genau Pull Requests funktionieren seht Ihr hier.

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler. Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds. Wenn Ihr hier mehr über Open Source, Linux und Bastelkram lesen und Tutonaut unterstützen möchtet: Über Kaffeesponsoring via Paypal.freue ich mich immer. Schon mal im Voraus: Danke! Nicht verpassen: cli.help

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