Wenn die iPhone-Kopfhörer leise sind, hat das oft eine ganz banale Ursache. Wir zeigen Euch, wie Ihr das Problem eliminieren könnt. Achtung: Der Beitrag enthält eklige Bilder.

Bei jedem iPhone legt Apple Earpods bei, kabelgebundene Kopfhörer. Wer das nötige Kleingeld hat und sich nicht um Konventionen schert, greift vielleicht auch zu den kabellosen Airpods, die meiner Meinung nach aber recht dämlich aussehen. Gemeinsam haben beide iPhone-Kopfhörer-Systeme aber, dass sie oft zu leise sind. Schuld ist die Hardware – bei Mensch und Maschine!

Dreck ist schuld, wenn die iPhone-Kopfhörer zu leise sind

Als ich ein Teenager war, gab es einen schönen Begriff für die kleinen Walkman- und Discman-Kopfhörer, die man ins Ohr steckt: „Schmalzsauger“. Genau hier liegt auch das Problem der Airpods und Earpods: Ihr winziges Lautsprecher-Gitter neigt zum Verdrecken. Quelle des Übels ist tatsächlich ganz banales Zerumen, oder wie es im Volksmund heißt: Ohrenschmalz. Die wachsartige Pampe läuft direkt vom Gehörgang in den Kopfhörer, da könnt Ihr noch so reinlich sein. Die Folge: „Verstopfte“ Earpods und Airpods, die selbst bei voll aufgedrehter iPhone-Lautstärke kaum einen Mucks von sich geben. Da könnt Ihr noch so reinlich sein.

Wenn die iPhone-Kopfhörer zu leise sind, solltet Ihr zunächst groben Dreck mit einem Zahnstocher entfernen.

Wenn die iPhone-Kopfhörer zu leise sind, solltet Ihr zunächst groben Dreck mit einem Zahnstocher entfernen.

Earpods und Airpods reinigen

In meinem Fall ärgerte ich mich seit Monaten darüber, dass mein iPhone so leise war. Ich konnte beim Busfahren kaum die Musik hören, obwohl sie voll aufgedreht war. Erst dachte ich, es wäre mein mitunter schlechtes Gehör, dann schob ich es – nach einem Hörtest, bei dem alles für mein fortgeschrittenes Alter OK war – auf die lästige EU-Norm über Lautstärke von Mobilgeräten. Nur: 85 bis 100 Dezibel sind laut – kaum wahrscheinlich, dass es daran lag. Also untersuchte ich meine Earpods. Und siehe da: Die Dinger waren quasi vom Schmalz verkrustet. Weil ich im Bus saß, piddelte ich den Schmier mit dem Haustürschlüssel heraus und siehe da: Der Sound war schlagartig lauter.

Anschließend könnt Ihr sie mit einem Wattestäbchen und einem Tropfen Babyöl auswischen.

Anschließend könnt Ihr sie mit einem Wattestäbchen und einem Tropfen Babyöl auswischen.

Ohrenschmalz aus Kopfhörern entfernen

Dass das nicht die optimale Lösung ist, sollte auf der Hand liegen: Zu leicht beschädigt Ihr die empfindlichen Gitterchen der Ear- und Airpods – und natürlich den dahinterliegenden Mini-Lautsprecher. Deshalb müssen „sanftere“ Methoden zur Reinigung verwendet werden.

  • Wasser ist Gift, denn die winzige Membran des Lautsprechers ist sehr empfindlich auf Nässe!
  • Kratzt den gröbsten Dreck vorsichtig mit einem Zahnstocher aus dem Kopfhörer.
  • Anschließend könnt Ihr übrig gebliebenen Schmutz mit einem Tropfen Babyöl auf einem Wattestäbchen abwischen. Babyöl verdünnt das fettige Zerumen und löst dadurch den Schmutz zwischen den Gittern.
  • Wartet jetzt ein bisschen ab und wischt den Kopfhörer anschließend mit der trockenen Seite des Wattestäbchens aus, um übrig gebliebenes Öl und Schmalz aufzunehmen.
Schaltet zusätzlich die Lautstärkenbegrenzung aus.

Schaltet zusätzlich die Lautstärkenbegrenzung aus.

Das war es dann auch schon: Eure Earpods oder Airpods dürften wieder genug Wumms haben, um Euch auch bei lauterer Geräuschkulisse effektiv zu beschallen. Zusätzlich solltet Ihr aber auch prüfen, ob in der iPhone-Einstellung „Musik“ unter „Wiedergabe“ die „Maximale Lautstärker“ deaktiviert ist. Danach steht dem gehörschädigenden Musikgenuss am iPhone, iPad oder iPod nichts mehr im Wege.

Über den Autor

Christian Rentrop

Christian Rentrop

Freier Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Blogger und Journalist in Totholzwäldern, auf digitalen Highways und manchmal in der echten Welt unterwegs.
Spendier‘ mir einen Kaffee.

Kommentieren:

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere

Kommentare

    • Babyöl sollte jeder Mann neben dem Rechner stehen haben ^^ – Spaß beiseite: Benzin ist ein sehr aggressives Lösungsmittel, da kann es passieren, dass Du etwas in dem Kopfhörern oder den Kunststoff beschädigst. Babyöl ist neutral, riecht gut, löst fettigen Schmutz wie Ohrenschmalz und greift Kunststoff nicht an, daher ist es definitiv die bessere Wahl.

iPhone-Kopfhörer zu leise? Hier ist die Lösung

2