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EmulationSpiele

Kodi: Retro-Gaming einfach gemacht

Mit Emulatoren könnt Ihr direkt in Kodi SNES & Co. zocken - einfacher als sonstwo!

Alte Spiele machen auch Spaß – eine Erkenntnis der letzten Jahren, bekannt als Retro-Gaming. Auch wir haben allerlei Artikel dazu, etwa Anleitungen für das leistungsfähige, aber wenig zugängliche RetroArch für Windows sowie eine Variante für den Raspberry Pi. Aber am einfachsten geht es eigentlich mit dem Mediacenter Kodi: Emulatoren für Nintendo NES, Playstation, Sega MegaDrive und viele andere könnt Ihr direkt aus Kodi heraus installieren.

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Kurz zu ROMs

Die Spiele selbst findet Ihr dort natürlich nicht, schließlich sind selbst die ältesten Titel noch urheberrechtlich geschützt. Noch schlimmer: Tendenziell gibt es so gut wie gar keine dieser ROMs – das Format für derlei Spiele – irgendwo käuflich zu erwerben. Und selbst wenn Ihr die Originale besitzt und daraus ROMs bastelt – immer noch meist nicht legal, da die Lizenzen das Spielen auf anderer Hardware (auch emulierter) untersagen. Soll heißen: Wir können Euch auch auf Nachfrage nicht sagen, wo es die Spiele gibt. Rechtlich gesehen ist es theoretisch sehr dünnes Eis, praktisch … -, nun, die Spiele laufen offline und funken nicht nach Hause.

Vom moralischen Standpunkt: Über teils Jahrzehnte waren viele Titel nicht zu kaufen – Firmen hatten also keinen finanziellen Schaden, dafür aber einen gewissen Marketingeffekt. Mittlerweile gibt es diese nachgebauten Mini-Varianten vieler klassischer Konsolen – inklusive teils Hunderten Titeln. Nun hätten die Firmen heute also – unter Umständen – durchaus einen finanziellen Schaden. Ob es diese Mini-Konsolennachbauten ohne 20 Jahre Aufrechterhaltung durch Urheberrechtsverletzungen geben würde? Wer weiß …

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Soll einfach nur heißen: Es ist illegal, über alles andere macht Euch eigene Gedanken. Im Folgenden seht Ihr einfach, wie man das Retro-Gaming in Kodi nutzt, und zwar am Beispiel SNES.

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Retro-Gaming einrichten

Die Screenshots stammen übrigens von der nagelneuen Alpha-Version von Kodi 19 – mit der aktuellen Version 18 sieht es aber genauso aus.

Los geht es in Kodi unter Addons/Herunterladen/Spiele-Addons:

kodi screenshot
Addons

Im Bereich Emulatoren sucht Ihr Euch dann einen Emulator aus, hier funktioniert zum Beispiel Snes9x sehr gut.

kodi screenshot
Emulatoren

Erfreulicherweise werden Abhängigkeiten gleich automatisch mit eingerichtet.

kodi screenshot
Abhängigkeiten

Einmal installiert, könnt Ihr noch an den Einstellungen des Emulators drehen – lohnt sich aber erstmal nur bei Problemen.

kodi screenshot
Einstellungen des Emulator-Addons

Anschließend navigiert Ihr in Kodi zum Bereich Spiele und fügt dort zum Beispiel einen Ordner hinzu.

kodi screenshot
Spiele hinzufügen

Die Spiele selbst können dann ruhig als ZIPs vorliegen, Kodi kommt damit klar – gestartet wird einfach per Klick.

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Doch was Legales gefunden? Oder gefakte Dateien? Hm.

Sobald Ihr ein Spiel startet, kommt die Abfrage, mit welchem Emulator es geöffnet werden soll.

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Quasi das „Öffnen-mit“-Menü

Sobald ein Spiel läuft, könnt Ihr per Mausbewegung oder ESC-Taste ein Menü für die Spielsteuerung aufrufen – inklusive weiterer Einstellungen.

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Kodis Im-Spiel-Menü

In den Einstellungen lässt sich zum Beispiel Kantenglättung aktivieren, die Steuerung anpassen und so weiter.

kodi screenshot
Emulator-Menü im Spiel

Im Gegensatz zu Raspi-Projekten und RetroArch ist Kodi wirklich wunderbar einfach gehalten, zumal zumindest hier auch das Gamepad sofort perfekt funktioniert. Bei anderen Emulatoren ist der Workflow übrigens bisweilen ein wenig anders: Sie landen nach der Installation als selbst ausführbare Apps im Addons-Bereich. Das gilt zum Beispiel für die Commodore-Emulatoren, die auf die Libretro-Bibliothek zurückgreifen, die bereits in Kodi vorhanden ist – und hier leider kontinuierlich abstürzt. Das scheint aber kein regelmäßiges Problem zu sein.

Weitere Artikel zu Kodi.

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler. Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds. Wenn Ihr hier mehr über Open Source, Linux und Bastelkram lesen und Tutonaut unterstützen möchtet: Über Kaffeesponsoring via Paypal.freue ich mich immer. Schon mal im Voraus: Danke! Nicht verpassen: cli.help

Ein Kommentar

  1. Ich teste gerade verschiedene Retro-Gaming Emulatoren (Lakka, Recalbox, Retropi, Retrobox, Retroarch, Batocera), die es für den Raspberry gibt. Kodi selbst benötige ich nicht, wird aber bei einigen Distributionen mitgeliefert. Batocera macht einen sehr guten Eindruck; aktuell bin ich aber bei Recalbox. Beide lassen sich per SSH administrieren und die Roms bekommt man bequem per SMB auf die SD Karte. Dazu ein oder zwei preiswerte Gamepads und der Nostalgie-Daddelspaß kann beginnen.
    Konsolenspiele funktionieren dabei ziemlich gut (SNES, NES sogar N64), wobei letzterer bei einigen Spielen den von mir eingesetzten Raspberry 3b an seine Grenzen brachten. Die Installation war vollkommen unkompliziert (SD Karte formatieren, Image auf Karte bringen (z.B. Etcher) und damit den RPI booten). Meist waren (bis auf die erwähnten Roms) keine weiteren Handgriffe notwendig.

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