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Mac & MacOSSoftware

macOS: Große Dateien und Ordner mit Bordmitteln identifizieren

Apple neigt dazu, seine Fans beim Kauf größerer SSDs ordentlich zu schröpfen. Umso wichtiger ist es daher, platzfressende Dateien wie große Filme oder auch Spiele zu erkennen und bei Bedarf von der Festplatte zu schrubben. Zu diesem Zwecke bieten sich beispielsweise Tools wie die WinDirStat-Alternative Disk Inventory X an. Oder aber Ihr verwendet einfach die Bordmittel von macOS! Über eine angepasste Suche könnt Ihr mit wenigen Klicks große Dateien mit dem macOS-Finder oder der Festplattenanalyse ausfindig machen.

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Variante 1: Große Dateien mit dem Finder suchen und löschen

Geht es Euch vornehmlich darum, die größten Dateien auf Eurem Mac zu finden, bietet die Suchfunktion des macOS-Finders die richtigen Werkzeuge. Ihr könnt gezielt nach Dateien suchen, die eine bestimmte Größe überschreiten und dann entscheiden, ob Ihr diese löschen möchtet. So geht Ihr dabei vor:

  1. Öffnet den Finder und startet die Suchfunktion über die Menüleiste oder die Tastenkombination CMD + F.
  2. Klickt oben bei Suchen: auf Diesen Mac, um alle Dateien mit einzubeziehen. Alternativ könnt Ihr natürlich auch das gerade geöffnete Verzeichnis durchstöbern.
  3. Ändert den Suchfilter, indem Ihr die Vorauswahl Name auf Dateigröße umstellt. Anschließend ändert Ihr das Auswahlfeld ist gleich auf ist größer als um.
  4. Tragt nun in das Feld rechts die Mindestdateigröße ein, nach der Ihr suchen wollt. Ihr könnt dabei wahlweise in Kilobyte, Megabyte oder Gigabyte messen.
    Diesen Mac durchsuchen große Dateien
    Mit diesen Sucheinstellungen zeigt Euch der Finder Dateien ab einer gewissen Größe an.

Der macOS-Finder zeigt Euch nun im Detail an, welche das maximale „Gewicht“ überschreiten. Ihr könnt diese nun wahlweise direkt löschen, sie auf eine externe Festplatte verschieben oder auch den zugehörigen Ordner aufrufen. Dazu klickt Ihr die Datei mit der rechten Maustaste an und wählt Im übergeordneten Ordner anzeigen. Bei Art könnt Ihr zudem einfach erkennen, was genau hinter den Mammutdateien steckt. In meinem Beispiel sind es vor allem die virtuellen Maschinen von Parallels, die die Festplatte verstopfen. Ich habe sie mittlerweile auf eine externe SSD ausgelagert.

Variante 2: Festplattenanalyse von macOS verwenden

Neben der Quick-and-dirty-Variante bietet macOS seit einigen Jahren ein weiteres Bordmittel zum Aufstöbern großer Dateien. Um sie zu nutzen öffnet Ihr über das Apfel-Menü oben das Menü Über diesen Mac. Hier wechselt Ihr auf den Reiter Festplatten und klickt neben der Systemfestplatte von macOS auf Verwalten….

Im nun geöffneten Menü listet macOS links diverse Dateiarten auf und zeigt, wie viel Platz diese belegen. Neben systemeigenen Diensten wie iTunes-Musik oder Euer Foto-Archiv sind hier vor allem die Bereiche Dokumente und Programme interessant. Bei einem Klick auf Dokumente landet Ihr automatisch im Bereich Große Dateien, der – ähnlich wie oben gezeigt – besonders große Platzfresser auflistet. Interessanter finde ich persönlich aber den Reiter Dateiübersicht. Hier zeigt macOS detailliert alle Ordner auf der Platte und zeigt exakt, wie viel Speicher sie belegen. Nicht so künstlerisch wertvoll wie WinDirStat bzw. Disk Inventory X, aber durchaus praktisch.

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macOS Dateiübersicht
Mit der Dateiübersicht seht Ihr im Detail, welcher Ordner wie viel Platz beansprucht.

Im Abschnitt Programme listet das Tool hingegen alle installierten Mac-Programme nach Größe sortiert auf. Interessanterweise hat mir das Programm dabei gleich einige nicht mit Catalina-kompatiblen Spiele aufgelistet, die ich allerdings nur über Steam deinstallieren konnte. Die anderen hier gelisteten Programme und Dateien könnt Ihr bei Bedarf mit Löschen von der Mac-Festplatte wischen.

Weitere Tipps und Tricks rund um die Macs findet Ihr hier, allgemeine Software-Themen aller Art stellen wir unter diesem Link für Euch zusammen.

[Einstiegsbild]

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

Ein Kommentar

  1. Für mich wegen der tollen visuellen Aufbereitung und der Möglichkeit, von dort aus gleich zu löschen oder auszulagern: DaisyDisk. Man sieht sofort, wie sich die Nutzung der SSD aufteilt, und kann in jeder Kategorie gezielt in die Tiefe gehen, vom Userverzeichnis über Unterordner bis hin zu einzelnen großen Dateien. Durch die farbliche Differenzierung sieht man gut, ob man mit seiner Aufräumaktion erfolgreich ist.

    Kostet zwar 1x Geld, ist es aber wert.

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