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macOS: Texte schnell per Drag & Drop sichern

Mit einem kleinen, aber feinen Trick sichert Ihr Webinhalte und mehr ganz schnell in eine Textdatei

Auf meiner immerwährenden Suche nach einfachen Möglichkeiten, Inhalte aus dem Web oder anderen Anwendungen möglichst effizient für die Ewigkeit zu sichern, habe ich kürzlich einen neuen Trick gelernt: Auf dem Mac könnt Ihr Texte von Webseiten, aus Dokumenten oder anderen Apps ganz einfach per Drag & Drop in ein Textdokument sichern. Das funktioniert fast überall und spart Euch den Umweg über andere Programme.

Vom Web in die Textdatei

Das Mac-System macOS bietet seit Urzeiten (genau genommen seit Mac OSX 9) die Möglichkeit, beliebigen Text durck Klicken und Ziehen mit der Maus zu sichern. Das ist ganz einfach: Markiert im Browser (oder irgendwo sonst) den Inhalt, den Ihr sichern möchtet. Klickt nun den markierten Text an und zieht ihn mit gedrückter Maustaste in ein Finder-Fenster oder auf den Mac-Desktop.

Das Ergebnis ist eine textClipping-Datei, die den markierten Inhalt enthält. Auf diese Weise könnt Ihr mit wenigen Klicks und ohne Umwege über Programme oder Onlinedienste und ganz ohne klassisches Copy&Paste Webinhalte auf dem Mac speichern. Soweit, so gut. Die Dateien werden automatisch nach dem gesicherten Text benannt. Ihr könnt Sie per Doppelklick mit dem Finder öffnen oder über die Leertaste die Vorschau einsehen.

macOS TextClipping erstellen
Markieren, ziehen, Ergebnis. Sehr nett.

Kleiner Wermutstropfen: Es gibt Webseiten, die die Drag-and-Drop-Funktionalität aus dem einen oder anderen Grund untersagen – Ihr lest derzeit eine eben solche… Bei uns liegt es an einer Funktion unseres WordPress-Themes, über die Ihr markierte Inhalte in Windeseile bei Facebook oder Twitter teilen könnt. Das sollt Ihr auch brav machen, denn damit helft Ihr uns weiter, nur mal so am Rande ;-)

Dateiformat textClipping – das unbekannte Wesen…

Während ich die grundsätzliche Idee des Schnellspeicherns per Drag&Drop hochgradig sympathisch finde, geht es mir mit der technischen Umsetzung des Ganzen leider ganz anders. Der Grund: macOS erstellt nicht etwa universelle TXT-Dateien, sonder nutzt das hauseigene Dateiformat .textClipping. Die so erstellten Dateien lassen sich zwar im Mac-Finder, aber (zumindest nach meinen bisherigen Erfahrungen) nirgendwo anders öffnen. Windows kann beispielsweise mit den textClipping-Dingern ab Werk gar nichts anfangen. Und selbst mit dem Datei-Allesfresser Notepad++ lässt sich nur höchst bedingt mit den so erstellten Dateien arbeiten.

Eine textClipping-Datei unter Windows 10 öffnen? Selbst Notepad++ scheitert daran.

Noch obskurer: Die textClipping-Dateien enthalten nicht nur Text, sondern auch Formatierungen und sogar Grafiken. Davon ist beim schnellen Blick in die Datei über den macOS-Finder aber nichts zu sehen. Öffnet Ihr aber beispielsweise Microsoft Word und zieht den Inhalt der Datei in ein Dokument, erscheinen die beim „Rausziehen“ mit-markierten Bilder etc. wieder. Warum man diese nicht über die Finder-Vorschau sieht, ist mir ein Rätsel.

Mehr drin als gedacht: Zieht Ihr die vermeintliche Text-Datei in Word, seht Ihr auch mitgesicherte Grafiken.

Ihr seht schon: Die Lösung ist eher ein Quick-and-Dirty-Ding. Dienste wie Evernote, Bear Notes oder auch die Apple-eigene Notiz-App sind die elegantere und vielseitigere Lösung, um Texte aus dem Web zu archivieren, alternativ zieht Ihr den Text einfach in einen leeren Editor. Wenn es aber mal schnell und ohne Programm-Umweg gehen soll, ist die textClipping-Variante zumindest jederzeit parat.

Noch mehr und tendenziell auch weniger obskure Tipps und Tricks zu macOS findet Ihr hier, seid Ihr aus dem Windows-Lager falsch abgebogen, geht es hier zurück in sichere Gefilde.

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Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

Ein Kommentar

  1. Servus Boris! Schaaade. hatte gehofft, ich finde in dem Artikel eine Lösung für mein Problem. Hat sich da inzwischen vielleicht was aufgetan? Sichere Texte von Websiten schon immer gerne auf diese Art – jetzt hab ich seit längerem ein iPad und das kann katastrophalerweise diese Clipping-Dateien auch nicht lesen! Eigentlich darf das doch gar nicht wahr sein?! Selbst mein Computerguru hat mir spontan auch nicht helfen können :( lg

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