Scrollen in Fenstern, die im Hintergrund sind? Kein Problem mit AlwaysMouseWheel – keine Revolution, aber ein Verhalten, an das man sich schnell gewöhnt.

AlwaysMouseWheel ist wieder ein typischer Vertreter der Gattung klassischer Utilities: Der Spezialist kann nur eine einzige Sache – Ihr könnt per Mausrad in Hintergrundfenster scrollen. OK, nun wird der eine oder andere wohl ein WTF-Gesicht aufsetzen … Aber es gibt sinnvolle Anwendungen aller Art: Ihr könnt in verschiedenen Explorer-Fenstern durch lange Dateilisten scrollen, ohne ständig Fenster wechseln zu müssen. Oder durch Chats scrollen, während Ihr in einem anderen Programm/Fenster arbeitet. Nun, wenn Ihr bis hierhin gelesen habt, habt Ihr vermutlich sowieso schon ein Szenario vor Augen und Ihr wartet nur auf den Link zu AlwaysMouseWheel.

Übrigens: Streng genommen kann das Tool noch mehr Dinge, nämlich Fenster per Alt+Klick verschieben und skalieren und die Lautstärke ändern, wenn das Mausrad über der Taskleiste genutzt wird – funktioniert hier nicht, ist aber auch nicht interessant. Besser: Alternativ zum reinen Scrollen in Hintergrundfenster, können diese auch durch scrollen gleichzeitig in den Vordergrund kommen. Ihr spart also jedes mal, wenn Ihr normalerweise per Klick zu einem anderen Fenster wechselt um dort zu scrollen, genau einen Klick – das dürfte Euch nach zehn Jahren mit 10-Stunden-Computer-Arbeitstagen locker einen extra Urlaubstrag einbringen. Aber mal ernsthaft, wer kennt das nicht: Man klickt in ein anderes Fenster, markiert oder startet versehentlich irgendwelche Dateien … – nun, AlwaysMouseWheel ist nicht spektakulär, aber man kann sich an dieses Mausverhalten doch verdammt gewöhnen!

Hier ließe sich zum Beispiel problemlos in dem Explorer-Fenster wechseln, ohne das Fenster in den Vordergrund holen zu müssen.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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