Die Netzwerkbuchsen sind alle belegt? Die wohl einfachste Lösung ist ein zusätzlicher Switch – günstig und funktioniert ohne Konfiguration. Eine Empfehlung.

Spätestens bei dem dritten Raspberry Pi war bei mir Schluss mit Netzwerkdosen – so eine Fritzbox hat eben nur vier Buchsen. Und Xbox und NAS und Cubietruck und PC und Laptop wollen auch ins Netz, und zwar per Kabel. WLAN ist nicht immer eine Alternativ und mein alter Router will wieder konfiguriert werden und soll zudem noch als Testgerät herhalten. Die Lösung ist tatsächlich mal so einfach ausgefallen, wie sie es theoretisch sollte – eine seltene Erfahrung in meiner IT-Welt: Ein Switch.

Sie hört auf den schönen Namen Netgear GS205-100PES Gigabit Switch (5-Port), kostet schlanke 13 Euro und gehört zu einer Geräteklasse, die viele Privatnutzer gar nicht kennen werden – Switches. Die üblichen Router-Kisten wie Fritzbox & Co. sind meist Kombigeräte, die Router, Switch und Modem vereinen. Der Switch ermöglicht schlicht, dass mehrere Geräte an einem Netzwerkport hängen können – also quasi die hintere Anschlussleiste am Router. Das Schöne am separaten Switch: Er ist simpel und daher billig und kommt, zumindest im Fall dieser Netgear-Box, ohne Konfiguration aus: Beliebige Buchse mit dem Router verbinden, vier weitere Geräte an die restlichen Buchsen, Strom an, fertig. Ein nettes Gimmick: Am Stromkabel ist ein An-/Aus-Schalter. Geschwindigkeitseinbußen gabs hier auch nicht zu verzeichnen, allerdings gibt es natürlich gute Gründe für teurere Geräte, insbesondere bessere Materialien – wenn Papa, Mama und Kind 1 bis 5 gleichzeitig wie verrückt das Internet streamen, kann sich das durchaus bemerkbar machen. Andererseits gibt es den Netgear-Switch auch in der Metallversion, als 5-Port-Version für 24,54 Euro, die 8-Port-Variante kostet rund drei Euro mehr.

Plug&Play – beim Switch funktioniert’s!

Ich bin eher selten vom IT-Glück geküsst, mein erster MP3-Player landete wegen inakzeptabler Software nach zwei Tagen an der Wand, mein letzter wegen scheissmieser Software (Danke Philips, nicht der erste Zwischenfall) beim ersten, der ihn nur endlich aus meinem Leben reissen wollte – und dass ich Modernitäten wie Amazon Prime Instant Video nicht sooo sehr schätze, ist auch dokumentiert. Aber dieser olle, simple Netzwerkverteiler ist tatsächlich so simpel anzuschließen wie eine Maus – und sofern er zwei, drei Jahre überlebt, gehört er zu meinen Top-10-IT-Einkaufserlebnissen – auch wenn er meine mechanische Cherry-G80-Tastatur nicht erreichen wird. Das waren dann jetzt aber auch genug Amazon-verlinkte Produkt-Tipps – und nur fürs Karma: Kauft bloß nicht: Philips-Geräte, die Ihr nicht vorher bedient habt – tolle Hardware, miese Software, erlebt auf meinem TV und meinem (einzigen teuren) MP3-Player. Und wenn ich gerade auf meinen Monitor gucke – kauft auch nicht den 23-Zoll-Monitor G236HL von Acer, das Bild ist blass, der Blickwinkel mies, die Bedienung ein Witz und wackelig ist er auch.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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