Luxnote bietet Lenovo-Subnotebooks ab 199 Euro – ein Traum, nicht nur für Schnäppchenjäger.

Wer an Subnotebooks in der Größenordnung 12/13 Zoll denkt, wird meist bei den elenden Apple-Macbooks und ähnlichen Dingen landen, die sich vor allem durch zwei Dinge auszeichnen: Wahnwitzig teuer und so glatt und flach, dass man damit vielleicht angeben, aber kaum arbeiten kann. Ihr sucht kein Statussymbol, sondern ein günstiges, mobiles Arbeitstier mit richtiger Tastatur? Noch gibt es das – und zwar mit Charakter!

Natürlich Lenovo

Für mich ist die Lösung das Lenovo ThinkPad x230: ThinkPads waren schon immer großartige Geräte, vor allem wegen der Tastaturen, der Haptik und der Navigation – und das gilt auch für die Subnotebooks. Die Tasten sind groß, haben Abstände, ordentliche Druckpunkte und sind leicht gemuldet – so bleiben die Finger wo sie hingehören. Und die Navigation ist zumindest für Menschen, die im 10-Finger-System tippen ein Traum: Der Trackpoint liegt komfortabel unter dem Zeigefinger, die drei expliziten Maustasten direkt unter den Daumen. So lassen sich Maus und Tastatur nutzen, ohne die Hände auch nur einen Milimeter zu verschieben. Und wenn das nicht reicht, gibt es natürlich noch ein Touchpad.

subnotebook thinkpad lenovo x230

Zur Einschätzung der Größe hier mal mit Feuerzeug.

Wer eher das Touchpad nutzt sollte sich den Nachfolger x240 angucken: Größeres Touchpad, keine expliziten Daumentasten – wer’s mag … Preislich sind dann nochmal mindestens 40 Euro mehr fällig. Und wer ein neueres Gerät aber mit expliziten Hardwaretasten haben will, bekommt das x250 für nochmal rund 140 Euro oben drauf.

subnotebooks thinkpad lenovo x230

Drei explizite Maustasten für die Daumen.

Apropos Preis: Bei den Preisen handelt es sich natürlich um Gebrauchtgeräte, beziehungsweise um so genannte Refurbished-Geräte, die vom professionellen Händler getestet und aufbereitet werden. Meist handelt es sich dabei um Leasing-Rückläufer von Unternehmen. Der Online-Händler Luxnote ist auf Lenovo spezialisiert und hat ein riesiges, aber natürlich begrenztes Angebot auch an den x-Modellen. Das x230 startet bei 199 Euro, das x240 bei 215 Euro und das x250 gibt es ab 375 Euro. Geräte mit der Kennzeichnung Gebraucht, A-Ware sind bei Luxnote in der Regel (nach unseren Erfahrungen) sehr gut erhalten und technisch natürlich einwandfrei. Auch die Fotos hier im Artikel stammen von einem solchen, just bei Luxnote erstandenen Gerät. Aber freilich gibt es auch bei Amazon gebrauchte x230 zu ähnlichen Preisen.

subnotebook thinkpad lenovo x230

Wieder ein typischer Gebrauchtware-Typ-A-Makel.

x230 für 300 Euro

Das x230 für 199 Euro hat einen Dual-Core-i5-Prozessor mit Multithreading, ein 12,5-Zoll-Display mit 1366×768 Pixeln, 320 GB HDD und 4 GB RAM. Dazu gibt es ein Windows 10 oder wahlweise Windows 7. Den Arbeitsspeicher sollte man aufrüsten: Auf 8 Gigabyte für 40 oder auf 16 Gigabyte für 99 Euro. Und mit 16 GB und einem Linux läuft das x230 dann wirklich blitzschnell. Nun, man sollte die HDD noch gegen eine SSD austauschen, um wirklich glücklich zu werden – bei Luxnote kostet das Upgrade auf 180 GB SSD 39 Euro. Ihr könnt natürlich auch irgendeine SSD nehmen, die vielleicht noch daheim herumliegt.

subnotebook thinkpad lenovo x230

Nützliche Tasten und Metallscharniere.

Übrigens: Das Gerät wird mit einem riesigen 9-Zellen-Akku ausgeliefert, der über das Gerät hinausragt und einigermaßen schwer ist. Dafür sind dann aber auch offiziell über 10 Stunden Akkulaufzeit möglich und tatsächlich sollte man wirklich 6 bis 7 Stunden werkeln dürfen. Den kleinen, genau passenden Akku bekommt man bei Amazon ab rund 32 Euro.

subnotebook thinkpad lenovo x230

Apple-Designer aufgepasst: Klappen – damit man dran kommt.

Nützlicher Kleinkram: Im Gegensatz zu den ultraflachen Modeerscheinungen von heute, hat ein x230 vernünftige Anschlüsse: 3 x USB, Netzwerk, Display Port, VGA (für Beamer & Co.), Audio, Kartenleser und Kensington-Schloss. Und unter dem Gerät befindet sich sogar ein Anschluss für eine Docking Station.

subnotebook thinkpad lenovo x230

Die rechte Seite.

Erreichbare Komponenten: Egal, ob Ihr eine andere Festplatte, Arbeitsspeicher oder ein UMTS-Modul verbauen wollt, Ihr kommt überall einfach dran – im Gegensatz zum Fruchtkonzern und den ganzen Klonen macht es Euch Lenovo einfach und gewährt Zugriff über einfache Klappen. So wie sich das gehört.

Tastatur-Upgrade: Standardmäßig bekommt Ihr eine Refurbished-Tastatur ohne Beleuchtung, für 10 Euro könnt Ihr upgraden, was sich durchaus lohnt. Allerdings hat das x230 auch ein kleines Lämpchen, das die Tastatur von „außen“ beleuchtet.

subnotebooks thinkpad lenovo x230

Linke Seite.

Ausführliche technische Informationen auch rund um Modellvarianten findet Ihr im ThinkPad-Wiki.

Pefekt? Fast …

Das x230 ist rund 2,4 cm dick, mit dem dicken Akku samt Füßchen ganze 3,7 cm. Die Außenmaße liegen bei 20 x 30 cm, plus 3 cm für den großen Akku. Das ist klein genug, um das Ding mit sich herumzutragen und in einen kleinen Rucksack zu stecken. Aber es gibt kaum exakt passende Sleeves. Diese sind meist auf deutlich dünnere Geräte ausgelegt. Und in größeren Sleeves ist wiederum zuviel Luft … Aber gut, das ist Kleinkram.

subnotebook thinkpad lenovo x230

Typisch Lenovo trifft typisch Mirco: ThinkPad-Design mit Flecken …

Das Display ist natürlich nicht zu vergleichen mit dem eines topaktuellen 1.500-Euro-Laptops, für die verbaute Technik ist es aber dennoch gut, die Auflösung genügt (gerade eben) für Videos, surfen und arbeiten – und Gaming ist natürlich sowieso nicht drin.

Noch ein winziger Makel: Das Gerät emmitiert über den Lüfter recht zügig ziemlich viel Hitze, auf dem Schoß ist das nur im Winter angenehm.

subnotebook thinkpad lenovo x230

Ein kleiner Makel bei „Gebrauchtware Typ A“.

Kackbook Wer?

Um es ganz klar zu sagen: Wenn Ihr der hippste Hipster im Starbucks sein wollt, müsst Ihr Euren Rechner wohl im Gemüseladen kaufen – oder eine kleinweiche Exoten-Oberfläche. Oder einen der vielen Klone. Sehen sowieso alle gleich aus. Glatte Tasten ohne Halt, riesige Touchpads, die bei 10-Finger-Tippern ständig Fehleingaben produzieren, kaum Möglichkeiten aufzurüsten oder auszutauschen, eben eine Scheiss-auf-den-mündigen-Kunden-Attitüde ;)

Wenn Ihr arbeiten und ein wenig im Internet surfen wollt, ist ein Lenovo x230 ab 200 Euro zu haben und für 340 Euro mit 16 GB RAM und SSD ein echter Traum für alle Tastatur-Fetischisten und 10-Finger-Tipper. Und hey, eigentlich ist auch das Image schlüssig: Für Anzugträger ist Lenovo eh standard und echte Techies werden das Teil mit einem Lächeln quittieren. Und direkte Konkurrenz gibt es genau genommen nicht.

subnotebooks thinkpad lenovo x230

Auch lange nach IBM ist ein ThinkPad ein ThinkPad – cleverer Zug, Lenovo.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Stichwortschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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