Anonyme Anrufer auf dem iPhone blockieren ist ein Kinderspiel – auch ohne den nervigen Umweg über die „Nicht stören“-Funktion!

Gerade schrieb ich den Artikel über das Sperren unerwünschter Anrufer auf der FritzBox und da fiel mir eine Geschichte neulich ein: Ein anonymer Anruf auf dem iPhone brachte mich dazu, ranzugehen. Und wer war dran? Ein Wahnsinniger!

Paranoider Telefonzellenmann

Der fahrige Typ am anderen Ende wollte seinen Namen nicht nennen, stattdessen löcherte er mich, ob ich für ihn etwas im Darknet nachsehen könnte. Er rief von einer Telefonzelle an, war offensichtlich schwer paranoid, brüllte zwischendurch jemanden an und wollte von mir ganz dringend wissen, ob „Geheimdienste“ seine „Telefonmitschnitte“ unter seinem Namen ins Darknet gestellt hätten. Die Info hätte er von einem „Telekom-Mitarbeiter“.

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Nutzen nur noch Bekloppte: Öffentliche Münzfernsprecher.

Ich sollte die Infos für ihn nachschauen. Nun: Ich bin weder eine Service-Hotline, noch eine Darknet-Suchmaschine, aber ich mag Bekloppte, deshalb habe ich versucht zu helfen. Als das Telefonzellengeld sich dem Ende neigte, riet ich ihm, doch selbst zu gucken. Aber einen Rechner hätte er nicht, längere Geschichte. Solche Aussagen sind typisch für Leute mit Wahn: „Kennste ja“, „lange Geschichte“, „erzähle ich später“, „muss man wissen“ und so weiter. Halt genau wie beim leider verstorbenen neurechten Internetphänomen Dr. Axel Stoll.

Stoll-Meme

Dr. Axel Stoll selig war die Wahn-Koryphäe schlechthin im Netz.

Anonyme Anrufer auf dem iPhone sperren

Aber gut, ich will nicht urteilen, allerdings drohte der Typ, mich „demnächst wegen weiterer Infos“ zu kontaktieren. Dass ich darauf keine Lust habe, dürfe wohl klar sein, weshalb ich beschloss, anonyme Anrufer grundsätzlich auf meinem iPhone zu sperren. Schließlich sind anonyme Anrufer meist nichts gutes: Entweder stecken Callcenter und andere Schmarotzer dahinter – oder jemand will aus anderen Gründen („GEHEIMDIENSTE!1!!!elf!!!“) etwas verbergen. Und da ich weiß, dass mich niemand mit unterdrückter Rufnummer anrufen würde, den ich kenne, ist die Sperrung auch logistisch kein Problem.

Anonym

Lästig: Anonyme Anrufe auf dem iPhone verheißen selten Gutes.

Eine echte Funktion gibt es nicht

Dummerweise bietet iOS keine echte Funktion, um anonyme Anrufer zu sperren. Vielmehr muss man dazu den Umweg über die Nicht-Stören-Funktion gehen. Für mich ist das nicht praktikabel, die permanente Aktivierung des Nicht-Störens nervt mich. Zum Glück bietet iOS 10 mit Call Kit endlich eine Schnittstelle, mit der Drittanbieter-Apps sich auch in die Telefon-Funktion des iPhones einklinken können. Dummerweise sind diese Apps – etwa Hyja – nicht immer in der Lage, anonyme Anrufer zu blockieren. Außerdem sind sie nicht wirklich eine saubere Lösung.

Hyja

Halten leider nicht, was sie versprechen: Call Blocker Apps.

Besser: Anonymen Kontakt erstellen

Was hingegen geht, ist die Erstellung eines anonymen Kontakts: Wählt zunächst aus der Anrufliste den letzten anonymen Anruf und tippt auf das kleine Info-Symbol. Tippt hier auf den Kontaktbild-Platzhalter und wählt „Kopieren“. Wechselt danach ins Adressbuch und legt einen anonymen Kontakt an, etwa Vorname: „Anonymer“, Nachname: „Anrufer“. Tippt jetzt ins Telefonnummer-Feld, wählt „Einfügen“: Hier wird jetzt „Anonym“ eingefügt.

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Anrufer kopieren…

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… und einen neuen Kontakt erstellen, in dem Ihr unter „Rufnummer“ die kopierte Info einfügt.

Anonyme Anrufer per Blockliste sperren

Anschließend müsst Ihr nur noch diesen Kontakt blockieren: Öffnet die iPhone-Einstellungen und wählt hier Telefon -> Anrufe blockieren u. identifizieren. Scrollt ganz runter und klickt auf „Kontakt blockieren“. Hier wählt Ihr jetzt den eben erstellten Kontakt aus. Anonyme Anrufe sollten jetzt nicht mehr durchkommen. Mein wahnsinniger Freund hat mich jedenfalls bis jetzt nicht mehr angerufen – ich hoffe, dass es an der Anrufer-Blockade liegt.

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Zuguterletzt müsst Ihr den anonymen Anrufer-Kontakt noch in die iPhone-Blockliste packen.

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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