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iPhone, iPad & Co.

Anleitung: Sideloading ohne Jailbreak mit AltStore

Mehr Freiheit für iPhone und iPad: Mit dem AltStore könnt Ihr beliebige Apps im IPA-Format auf Eurem Gerät einspielen – ohne AppStore und Jailbreak!

Es ist eine Krux mit iPhone und iPad: Die Geräte sind schön, nützlich – und komplett in Apples „Walled Garden“ eingepfercht. Zum Glück gibt es aber mit AltStore einen alternativen AppStore für iPad und iPhone, der dieses Problem umgeht. Das Stichwort lautet „Sideloading“: Apps können auf iDevices installiert werden, ohne im AppStore gelistet sein zu müssen.

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Was ist Sideloading?

Sideloading bezeichnet die Möglichkeit, Apps „seitlich“ am AppStore vorbei zu schmuggeln. Unter iOS/iPadOS ist das nicht ganz banal: Apps müssen nicht nur irgendwie auf das Gerät gespielt, sondern auch noch korrekt signiert werden. Während dazu früher ein Jailbreak samt der Installation des alternativen AppStores Cydia notwendig war – Garantieverlust inklusive – geht es heute einfacher: Die App AltStore für Windows und MacOS ermöglicht das Sideloading samt Signatur der Drittanbieter-Apps, wodurch sie weitestgehend normal auf iPhone und iPad laufen. Dazu bedient sich das Tool des internen Profilmanagements von iOS/iPadOS. Doch genug der Theorie: Lasst die Spiele beginnen.

1. AltServer auf Mac oder PC installieren

Zunächst müsst ihr AltServer auf eurem Computer installieren. Die Desktop-Anwendung ist für Windows und MacOS erhältlich. Nach der Installation müsst Ihr das Tool nur noch starten. Nun solltet Ihr dafür sorgen, dass es beim Systemstart aufgerufen wird. Dazu aktiviert Ihr die Option „Launch at Login“. Grund dafür: AltServer muss alle sieben Tage die Signaturen der Sideload-Apps auf dem iPhone oder iPad aktualisieren, es ist sinnvoll, dass das Programm läuft, damit das automatisch erfolgt.

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AltServer sollte für den automatischen Start eingerichtet werden.
AltServer sollte für den automatischen Start eingerichtet werden.

2. iPhone oder iPad mit PC oder Mac verbinden

Als nächstes braucht Ihr Euer Datenkabel: Verbindet damit Euren Mac oder PC mit Eurem iPhone oder iPad. Klickt auf dem Mac auf das Gerät im Finder und auf dem PC auf das Gerät in iTunes. Nickt auf beiden Geräten die Vertrauensfrage ab und gebt anschließend auf dem iDevice den Sperrcode ein. Nun sind Euer Computer und Euer iPhone/iPad verbunden.

Mac und iDevice stellen die Vertrauensfrage.
Mac und iDevice stellen die Vertrauensfrage.

3. WLAN-Synchronisation einschalten

Nun müsst Ihr in iTunes oder im Finder im Reiter „Allgemein“ des Geräts die WLAN-Synchronisation einschalten. Setzt dazu einen Haken bei „Bei verfügbarem WLAN dieses iPad anzeigen“. Mit „Anwenden“ bestätigt Ihr die Änderung: Euer iPhone oder iPad kann sich jetzt auch ohne Kabelverbindung mit Eurem Mac oder PC synchronisieren. Das ist praktisch für den Einsatz von AltStore und AltServer.

WLAN-Sync ist nicht essentiell, aber praktisch.
WLAN-Sync ist nicht essentiell, aber praktisch.

4. AltStore auf iPhone und iPad installieren

Klickt jetzt in AltServer auf „Install AltStore“ und gebt anschließend Eure Apple-ID samt Passwort ein. Die Apple-ID wird benötigt, um die Apps zu signieren. Falls Euch das zu heikel ist, könnt Ihr auch extra für AltStore eine neue Apple-ID erstellen: Dann müsst Ihr für den Betrieb der Sideloading-Lösung nicht Euren normalen Account offenlegen. Nach einigen Sekunden erscheint AltStore dann auf Eurem iPhone oder iPad.

Mit einem Klick installiert Ihr AltStore auf Eurem Gerät.
Mit einem Klick installiert Ihr AltStore auf Eurem Gerät.

5. AltStore vertrauen

Da AltStore über Entwickler-Funktionen läuft, wird der Start auf dem iPhone oder iPad zunächst nicht klappen: Ihr müsst die App erst unter Einstellungen -> Allgemein -> VPN und Geräteverwaltung freigeben: Tippt zunächst auf „Entwickler-App“ und anschließend auf „(Apple-ID) vertrauen“. Anschließend könnt ihr AltStore wie jede beliebige App auf dem iPhone oder iPad ausführen. Dummerweise hat AltStore nur zwei Apps im Programm: Delta, einen Emulator für klassische Nintendo-Systeme sowie die Zwischenablage-Lösung Clip. Viel zu Stöbern gibt es also nicht, allerdings ist AltStore auch in der Lage, nicht gelistete Apps zu installieren.

Ist AltStore erst einmal eingerichtet, könnt Ihr beliebige Apps aufspielen.
Ist AltStore erst einmal eingerichtet, könnt Ihr beliebige Apps aufspielen.

6. Apps über AltStore installieren

Genau das macht das Tool dann auch interessant: Ihr könnt nämlich Apps im IPA-Format direkt über AltStore auf dem iDevice einzuspielen. Das ist kinderleicht: Ladet Euch eine App, die es nicht in den AppStore geschafft hat wie etwa die Virtualisierungs- und Emulationslösung UTM direkt mit iPhone oder iPad herunter. Anschließend könnt Ihr die IPA-Datei in AltStore unter „My Apps“ installieren, indem Ihr sie mit dem Plus-Symbol aus dem Download-Ordner auswählt. Anschließend könnt Ihr die App ganz normal nutzen.

UTM und viele andere legale Apps haben es nicht in den AppStore geschafft.
UTM und viele andere legale Apps haben es nicht in den AppStore geschafft.

Alternativ: Apps direkt per AltServer aufspielen

Alternativ könnt Ihr Apps auch direkt vom Mac oder PC aus auf Eurem iDevice installieren: Klickt dazu mit gedrückter (Option)- oder (Start)-Taste auf das AltServer-Icon: Daraufhin wird eine Option „Sideload .ipa“ eingeblendet: Ihr könnt die heruntergeladene App jetzt einfach auswählen und auf dem Gerät installieren.

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Interessante Sideloading-Apps als IPA-Download

Neben dem Emulator/Virtualisierer UTM, der sogar die Installation von Windows auf dem iPad erlaubt, gibt es natürlich noch weitere hilfreiche Tools, die auf normalem Wege nicht auf dem iPad verfügbar wären. Da entsprechende Seiten leider nicht selten auch raubkopierte oder gecrackte Apps enthalten, können wir sie an dieser Stelle leider nicht verlinken. Ein guter Ausgangspunkt ist allerdings eine Google-Suche nach „altstore source“ oder „IPA Download“. AltStore erlaubt zwar die Installation beliebiger Apps, gleichzeitig aktiviert dürfen aber nur drei sein, was an Apples Einschränkungen liegt.

Christian Rentrop

Diplom-Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Schreiberlin in Totholzwäldern und auf digitalen Highways unterwegs. Manchmal auch auf der Vespa GTS, mit dem Wohnwagen unterwegs. Seit 2020 Tochtervater, dementsprechend immer sehr froh über eine kleine Kaffeespende.

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