Die Netzwerkfreigabe landet zwar auf dem Linux-Desktop, aber Ihr dürft nicht darauf schreiben? Häufig fehlt nur eine Option in der fstab-Datei.

Das Einbinden/Mounten von Ordnern unter Linux ist schon eine Kunst für sich – und wenn alles klappt, fehlt häufig der Schreibzugriff. Wir haben auch eine Anleitung zum permanenten Einbinden von Netzwerkordnern, die Schreibrechte scheinen aber einen eigenen Beitrag wert zu sein.

Nur root darf schreiben?

Netzwerkordner werdet Ihr in der Regel nach irgendeiner der vielen Anleitungen für die passenden fstab-Einträge eingebunden haben. Gerade einfach gehaltene Anleitungen beschränken sich auf das absolut Notwendige und dann steht am Ende eben Lesezugriff für den normalen Linux-Nutzer und Schreibzugriff nur für Nutzer mit root-Rechten. Auch unsere Anleitung endete so, ist mittlerweile aber vollständig.

Das Problem ist normalerweise, dass in der fstab lediglich der Nutzer auf dem entfernten Rechner angegeben wird – der hat natürlich dort Schreibrechte, ist aber kein Nutzer auf dem lokalen Linux-System. Lokale Nutzer und Gruppen könnt Ihr aber einfach in die fstab-Datei mit eintragen:

//192.168.178.23/Serien /home/benutzername/Serien cifs defaults,uid=mein-nutzername,gid=mein-gruppenname,username=deinname,password=deinpasswort

Über die cifs-Optionen uid und gid übergebt Ihr schlicht die IDs/Namen der lokalen Nutzer und Gruppen, die Schreibzugriff bekommen sollen. Nach dem nächsten Start solltet Ihr den eingebunden Ordner dann für Backups oder sonstwas nutzen. Wichtig: Der über uid referenzierte lokale Nutzer hat nichts mit dem über username referenzierten entfernten Nutzer zu tun!

netzwerkfreigaben schreibrechte

Einmal mit uid, einmal ohne: Den Effekt erkennt Ihr schon am Schloss-Symbol.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Stichwortschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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