Zwischenablage mit endlos vielen Speicherplätzen, Bild-Vorschau, Einfügen ohne Text-Formatierung, beliebige Tastenkürzel und und und … Der Windows-Nutzer, der das nicht hat, kann uns nur leid tun ;)

Mit Ditto könnt Ihr die Windows-Zwischenablage ersetzen beziehungsweise erweitern und so auf beliebig viele Speicherplätze zugreifen, eine Vorschau abrufen und Inhalte auf andere Rechner im LAN kopieren. Im ersten Teil zeigen wir die Konfiguration, die bei Ditto auch maßgeblich den späteren Workflow bestimmt – so lassen sich etwa mit STRG+C zehn Elemente nacheinander kopieren und mit STRG+NUM1, STRG+NUM2 und so weiter an anderer Stelle einfügen. Aber ganz wichtig: Alles, was bisher funktionierte, funktioniert auch weiterhin! Unsere Ditto-Workshops:

Teil 1: Ditto konfigurieren
Teil 2: Elemente mit Ditto einfügen
Teil 3: Dittos Gruppenfunktion richtig nutzen

Mal ein paar Beispiele, wie Ditto den Alltag erleichtert: Wenn Ihr Informationen sammelt, etwa Links oder Zitate, könnt Ihr stundenlang kopieren und dann später alle auf einmal zum Beispiel in ein Dokument einfügen – statt nach jedem kopierten Link zum Dokument wechseln zu müssen. Ihr kopiert 20 Bilder, die in unterschiedliche Ordner sollen und fügt jeweils die passenden über kleine Vorschaubilder ein – statt nacheinander drei Bilder hierhin und drei Bilder dorthin zu kopieren. Es ist sogar ein Mini-Backup: Ihr schreibt eine Mail oder einen Text, kopiert ihn einfach in die Zwischenablage und schon könnt Ihr sie auch Tage später noch in Ditto finden. Man gewöhnt sich sehr schnell an den Komfort von Ditto und nach ein paar Wochen kann man sich kaum noch vorstellen, mit nur einem Speicherplatz zu leben.

Update: Ein kleiner Hinweis noch. Wenn Ihr Passwörter kopiert, landen diese natürlich ebenfalls in Ditto – und verschwinden da auch nicht wieder. Wenn jemand also weiß, dass bei Euch Ditto läuft und Euer festgelegtes Kürzel dafür kennt, kann dieser jemand eben auch die Passwörter sehen. Einige Passwortmanager wie Keepass löschen kopierte Daten automatisch nach einer gewissen Zeit aus der Zwischenablage – aber natürlich nicht aus Ditto! Übrigens: Wenn Ihr Passwörter einfach so im Browser speichern lasst, ohne Masterpasswort, müsst Ihr Euch um Ditto sowieso keine Gedanken machen … ;)

1. Allgemeine Einstellungen

Interessant beim „Allgemein“-Reiter ist zunächst die Einstellung der Clip-Speicherung: Wenn Ihr Ditto intensiv einsetzt, erhöht ruhig die Zeitspanne, bis Einträge gelöscht werden. Aber Vorsicht: So könnten auch Passwörter versehentlich langfristig in der Ablage verbleiben! Für Vielnutzer bietet es sich zudem an, das Häkchen bei „Listenansicht nach Tastenkürzel minimieren“ zu entfernen, um gegebenenfalls mehrere Einträge nacheinander aus der Ablage einzufügen.

Ditto

2. Dateitypen

Bei den unterstützten Dateitypen lohnt es sich, einen Blick in die Liste zu werfen, auch wenn die wichtigsten Dateiformate (RTF, TIFF, etc.) bereits aktiviert sind. Hierbei geht es um die Vorschaufunktion in der Clipboard-Liste. Ditto kopiert natürlich jegliche Art von Datei.

Ditto

3. Tastenkürzel

Nun geht’s ans Individualisieren: Bestimmt eine Tastenkombination zum Aufruf der grafischen Zwischenablage, beispielsweise funktioniert WIN+STRG+Y recht gut, weil es sich so nett unten in der Tastatur knubbelt. Entscheidet gut überlegt, denn diese Kombination bestimmt maßgeblich, ob Ihr Ditto in Euren Alltag einbauen werdet! Folgend könnt Ihr Kürzel für die aktuellsten zehn Einträge der Zwischenablage festlegen. Wir empfehlen die Tasten des Ziffernblocks. Damit könnt Ihr direkt auf die einzelnen Clips zugreifen, wie im folgenden Workshop (Ditto – Teil 2) gezeigt.

Ditto

4. Kopierpuffer

Die Kopierpuffer darf man getrost als optional betrachten – man sollte sich erst an den Rest von Ditto gewöhnen. Ihr könnt hier zusätzliche Puffer/Clipboards einrichten, die statt auf STRG+X/C/V beispielsweise auf WIN+STRG+N/M/B „hören“. Damit sind insgesamt vier unabhängige Puffer möglich – die aber erst Sinn ergeben, wenn Tastaturen mit farbkodierten Tasten und sehr spezielle Workflows (zum Beispiel Video-Editing) hinzukommen.

Ditto

5. Listenansicht/Vorschau

Nun richtet Ihr die Listenansicht ein – Einstellungen mit denen Ihr ein wenig herumspielen solltet. „Strg-Num“ etwa aktiviert die Tastenkürzel STRG+NUM1, STRG+NUM2 und so weiter und fügt entsprechend den ersten oder zweiten Eintrag der Liste ein – was aber nicht auf allen Systemen funktioniert. Interessant ist hier noch die Aktivierung von RTF-Vorschauen sofern Ihr solche nutzt. Die Position der Listenansicht als letzter Punkt ist ganz und gar Geschmackssache – wenn Ihr vor allem mit Texten arbeitet, versucht es mit der Einstellung „Curser“.

Ditto

  1. Clipboard im LAN
    Und noch ein letzter Reiter, wieder mit eher optionalen Einstellungen: Oben gebt Ihr zunächst Rechner samt Nutzer-Passwörtern von Windows-PCs im LAN ein, damit dort per STRG+C erzeugte Clips auch auf Eurem Ditto-Rechner landen. Unten könnt Ihr umgekehrt PCs spezifizieren (per Doppelklick auf leere Zeilen), an die Ihr Ditto-Clips schicken wollt – wahlweise alle Clips („Send All Copies“) oder einzelne Clips aus der Listenansicht.

Ditto

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Stichwortschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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