Cuphead: Unfassbar schön, unfassbar schwer. Noch schöner wird der Indie-Hit, wenn man ihn auf einer uralten Schwarz-Weiß-Glotze zockt. Schaut selbst 😉

Cuphead. Oder: Wie ich lernte, die Let’s Plays zu lieben ^^ Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals so interessiert an einem Spiel zu sein, das ich vermutlich niemals selber spielen will. Der unfassbar coole Grafikstil von Cuphead ist einfach der absolute Hingucker. Umso beeindruckender wirkt es, den 30er-Jahre-Cartoon-Stil auf einem ollen Schwarz-Weiß-Fernseher zu sehen. Die Röhrenglotze von Anno pief wird dem Spiel erstaunlich gerecht. Selbst, wenn Ihr Euch so gaaaar nicht für Spiele interessiert: Schaut es Euch an 😉

Cuphead: Uralt-Cartoons als Videospiel

Wer noch nichts von Cuphead mitbekommen hat: Das Spiel für PC und Xbox One ist eine recht traditionelle Mischung aus Jump’n’Run und “Boss-Rush”-Gameplay. Spielerisch nichts besonderes, wenn da nicht diese unglaubliche Grafik wäre. Das gesamte Spiel ist im Stil von uralten Cartoons aus den 1930er-Jahren gehalten. Was sich schräg und irgendwie auch unlogisch anhört, funktioniert in der Praxis ganz hervorragend. Vom einfachen Gegner bis zum bildschirmfüllenden Boss, alles wirkt so, als wäre es wirklich aus der Cartoon-Urzeit. Dazu kommen die passenden Farben, Filmeffekte wie von einem alten Projektor und ein mitreißender Jazz-Soundtrack: Das Spiel ist ein Fest für die Sinne. Die hochgeschätzte YouTuberin PushingUpRoses fängt die Faszination von Cuphead hervorragend ein:

Leider ist Cuphead aber nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch knüppelhart. Ich habe ein paar Minuten auf der Xbox eines Kumpels gezockt und bin innerhalb kürzester Zeit verzweifelt. Abseits von Super Mario habe ich keinerlei Händchen für Jump’n’Runs. Außerdem erinnert mich das Game an die Contra-Spiele aus den guten, alten SNES-Tagen: Man kann nicht eine Minute durchatmen. Aus diesem Grund werde ich mir das Spiel wohl nicht zulegen. Und mich stattdessen an Cuphead-Let’s Plays auf YouTube ergötzen. Endlich kann ich mal die Faszination von “Nicht selber spielen” nachvollziehen 😉

Cuphead auf der Schwarz-Weiß-Röhre

Also, halten wir fest: Cuphead sieht großartig aus, ist aber nichts für mich. Warum also dieser Beitrag? Nun, weil mein Lieblings-YouTube-Bastelnerd Clint von Lazy Game Reviews den Cartoon-Grafikstil auf die nächste Ebene gehoben hat. Er zockt Cuphead auf einem uralten Schwarz-Weiß-Röhrenfernseher. Dieser wurde in einem anderen Projekt HDMI-tauglich gemacht. Und was soll ich sagen? Cuphead wirkt auf der Röhrenglotze irgendwie nochmal ein Stück beeindruckender:

Ja, ich gebe zu: Um von sowas fasziniert zu sein, bedarf es schon einer guten Breitseite an Nerderie. Aber ohne diese würde ich hier vermutlich nicht schreiben 😉 Das Vier-Minuten-Video könnte fast aus einer alternativen Zeitachse stammen, in der Gaming-Hardware sich etwas schneller entwickelt hat als die zugehörigen Bildschirme. Ja, ich weiß, das ist ziemlich abgedreht – aber ich habe in den letzten Tagen auch ziemlich viel Rick & Morty geguckt ^^ Wie dem auch sei: Ich finde die Kombination eines aktuellen Top-Games mit eigentlich völlig obsoleter Technik großartig. Nun wünsche ich mir nur noch ein ausführliches Cuphead-Let’s-Play auf eben dieser Glotze – vielleicht ringt sich der joote Clint ja dazu durch ^^

Noch mehr nerdig-geekiges auf Tutonaut.de findet Ihr unter anderem hier und hier.

Über den Autor

Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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