Web & Netzkultur

Darknet: Warum funktionieren so viele Links nicht?

Wenn Onion-Links nicht funktionieren, sind entweder veraltet oder die Site ist down.

Von Links im WWW ist man das nicht gewohnt, aber Darknet-Besucher kennen das: Die Seite wird gar nicht erst gefunden. Verantwortlich sind dafür vor allem zwei Fälle: Die Site ist down oder der Link ist veraltet. Ihr könnt fast alle Link-Listen vor 2021 vergessen, da die alten v2-Links seit Oktober nicht mehr unterstützt werden.

Veraltete Links

Die Onion-Links wurden im Laufe von 2021 fast überall gegen die neuere Version v3 getauscht, v2-Links werden von Tor nicht mehr unterstützt. Die v3-Links sind schlicht und ergreifend länger, einen Tor-Beitrag dazu findet Ihr hier. Sie bestehen immer noch aus wirren Zeichenketten, teils sind die Namen der Sites mehr oder weniger enthalten und selbstverständlich funktionieren sie nach wie vor nur im Tor-Browser.

Im Netz gibt es nun Tausende Link-Listen, die weitgehend nutzlos geworden sind. Ihr findet häufig auch eine Jahreszahl im Titel, leider aktualisieren einige "Kollegen" nur die Überschrift ... Ihr erkennt aktuelle Listen aber auf einen Blick, der Unterschied zwischen alten und neuen Links ist nicht zu übersehen.

Hier mal eine alte und eine neue Adresse untereinander:

Neu: http://dreadytofatroptsdj6io7l3xptbet6onoyno2yv7jicoxknyazubrad.onion/
Alt: http://xmh57jrzrnw6insl.onion

Site ist down

Allerdings funktionieren auch aktuelle Links längst nicht immer. Zum einen gibt es viele Seiten im Darknet, die eher wie Pop-up-Stores funktionieren: Sie werden eröffnet, laufen eine Zeit und ziehen dann um oder hören einfach auf. Gerade windige Seiten sind gerne mal nur temporär unter einer Adresse zu finden. Wieder andere Seiten werden von Behörden vom Netz genommen. Hobbys werden nicht weitervervolgt. Datenklau-Seiten haben ihren Zweck erfüllt. Und so weiter. Im Darknet kommt sowas viel häufiger vor als im Standard-Internet.

Manchmal sind Seiten aber auch einfach nur nicht zu erreichen, weil sie gerade unter großer Last stehen oder Eure Tor-Verbindung mies ist. Das kommt auch im WWW mal vor, aber suuuuuuper selten.

Auch auf Tutonaut.de werdet Ihr im Darknet-Bereich über tote Links stolpern. Wir aktualisieren gerade überall auf v3-Links, aber wenn Ihr ab Februar 2022 noch v2-Links entdeckt, gebt doch bitte in den Kommentaren kurz Bescheid. Gleiches gilt für v3-Links, die nicht mehr erreichbar sind.

Darknet: Waffen, Drogen, Whistleblower
16,95 €
(Stand: 21.07.2024 06:50 - Details)
Verkäufer: woetzel-buchversand
Zum Angebot bei Amazon ↗
×
Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler. Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds. Wenn Ihr hier mehr über Open Source, Linux und Bastelkram lesen und Tutonaut unterstützen möchtet: Über Kaffeesponsoring via Paypal.freue ich mich immer. Schon mal im Voraus: Danke! Nicht verpassen: cli.help und VoltAmpereWatt.de. Neu: Mastodon

Ein Kommentar

  1. Nun JA, wie könnte es denn anders sein haha und warum soll das Darknet mit seinen Links in ihrer Funktionalität die Leute nicht genauso zum verzweifeln bringen??!

    Aber… … wir stehen sowiso ganz kurz vor dem AUS vom freien Internet. Konzerne und Big Medienunternehmen verteilen aktuell gerade noch die allerletzten freien Ressourcen und besprechen noch die letzten Vorgehensweisen für den finalen digitalen Fingerabdruck.

    Was dass dann bedeutet kann man schon jetzt bei genauerem hinsehen beobachten z.B., wenn man auf einer no- name Käsblatt Seite – die sich tüdelüü geöffnet hat – einfach nur etwas lesen oder ein paar Informationen erhalten möchte. Das geht mittlerweile vielerorts und – dazu immer öfter – nur noch gegen Werbung oder dem Abschluss eines kostenpflichtigen Abbos, wo man dann sowiso erkennungstechnisch gespeichert wird. Aaah… woher denn, wir haben doch keine Massen Datenspeicherung und – wer behauptet das eigentlich?

    WikiPedia und andere Datenplattformen wie Suchmaschinen aber auch ganz gewöhnliche Links von Unternehmen, Institutionen oder gar private Seitenbetreiber wie Du und Der da drüben, werden dann genauso dieses Werbe oder Zahl Prinzip aufgreifen, schlimmstenfalls wird es die Nutzung von Web-Seiten dann nur noch gegen Bares geben – egal in welcher Form. Auch die aktuell noch generelle Internet Nutzung ohne Datenbegrenzung im WWW wird es dann sehr wahrscheinlich nicht mehr als Dauerflat geben – wo kämen wir denn da hin… und der download erst … ohjehh das geht doch nicht – einfach so ?! Verschwendung von Ressourcen!

    Ich glaube… NEIN ICH WEISS WIR werden in den nächsten Jahren soviele rot unterlegte Seiten- Hinweise und Ausrufezeichen zusätzlich bei unserem täglichen round about surfen zu sehen bekommen, dass uns davon schwindlig werden wird… .

    Das Internet wird man in naher Zukunft sukzessive in seine Bestandteile vollends zerlegt haben um es danach wieder – part for part – Stückchenweise an den Nutzer wieder NEU zu Verkaufen, nur dieses Mal etwas anders… so ganz anders… Dieser letzte Schritt wird das ENDE eines bisher frei verfügbaren, frei zugänglichen und frei nutzbaren und über Grenzen hinweg offenen, liberalen WWW Informationsnetztwerkes einleuten, wie WIR es bisher kannten… Danach wird es vor lauter Fremdartigkeit und Steifheit nur noch so strotzen. Mit dafür geschriebenen Algorythmen und Gesetzen wird man die Türen und Zugänge EINFACH DICHT machen, zumindest jedoch erst einmal für die große Masse mit einer Brandmauer versehen! Das Internet wie wir es Heute noch kennen oder was davon noch übrig bleibt, wird man dann künftig nur noch an ausgesuchte Kreise weiter reichen allen voran, vermutlich die IT Branche – natürlich! Tja Jaa und ein paar wenige (viele) IT Funktionäre werden das mit Sicherheit auch noch geil und sexy finden – zumindest von dem sich daraus ergebenden finanziellen winzigen Anreitz. Wir müssen verstehen dass ohne ihre Mithilfe an dieser veräterischen Zukunft das Alles ansonsten überhaupt nicht funktionieren würde…. so einfach ist das.

    Fragt man sich dann nur noch schlussendlich wie nah die proppagierte Trommellei – nach einem einerseits freien unabhängigen Internet – und anderseits der Hang zum finanziellen Anreiz (weil es ja der Beruf auch so mit sich bringt) einander in die Queere kommen werden?! Ein Schelm wer da böses denkt… Über Prämien für besondere berufliche Verdienste wird dann sowiso nicht gesprochen. Ja und wo, bleibt denn da die Hacker Gilde, die Ihre freien Grundsätze oder Vosätze in dieser Zentralisierung und Überwachung verraten sieht? Internal error… und Anonymous Kollektiv? Sollte man da vielleicht einen wunderähnlichen, noch kommenden Aktionismus erwarten dürfen, was die o. geschilderte Problematik und ggf den Interessenkonflikt anbelangt?! Schlussendlich arbeiten viele in diesem Kollektiv gerade (!) im IT Bereich, meistens sogar noch sehr erfolgreich. Da wird mit Sicherheit nicht eine Maske der anderen Maske ein … ja.

    WICHTIG

    Ich muss zur Entlastung der IT Brache an dieser Stelle erwähnen, dass sehr viele dort nicht immer alles gut heissen was da passiert und oftmals auch nichts dagegen tun können… selbst wenn Sie wollten. Also es gibt darunter auch die GUTEN Informatiker und auch sehr, sehr viele welche das öffentlich machen wie auch hier im Netz und auf dieser Seite, was ich toll finde und was auch nicht immer ganz ohne Risiko behaftet ist … Punkt! Meine Kritik richtet sich an jene, wo wichtige Grundsätze keine Gültigkeit mehr haben oder irgendwann gänzlich verloren gegangen sind…

    Nun gut, es kann sich jeder sein Bild von dieser erodierenden zutiefst inhaltlich schrumpenden und verkümmernden Informationsgesellschaft machen, die mittlerweile so ziemlich an jedem Ar**h vorbei geht, der länger als 5 Jahre ein Smartfone fertig hat . Jedenfalls sollten sich die Übriggebliebenen von dem Irrglauben verabschieden, immer noch zu glauben, dass ein Antivirenprogramm, ein Proxy o. VPN und auch ein privater Browser gegen Boshaftigkeit und Hinterlist im WWW den User schützen könnten oder geeignete Schutzmaßnahmen wären, um weiterhin mit einem Rundum Sorglos Paket zu surfen… wie man gerne möchte.

    Nummer5… lebt noch immer und, das ist Gut so.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"