Wenn West Ham „Kommt schon, ihr Eisen“ verkündet und in den Korken einiges an Gaudi war, hat die Facebook-Übersetzung zugeschlagen. Schaltet sie einfach ab!

„Kommt schon, ihr Eisen!“ Mit diesem etwas irritierenden Schlachtruf begrüßte mich kürzlich die Facebook-Timeline von West Ham United – wohlgemerkt über den offiziellen englischen Account. Warum? Die Hammers berichteten über ihre „Premiere League Vorrichtungen für die Saison 2018/2019“. Meine anfängliche Verwirrung wich zunächst Belustigung und dann einem verständnislosen Kopfschütteln: Facebook hat seine App mit einer neuen und überaus fragwürdigen Auto-Übersetzung ausgestattet. Glücklicherweise lässt sich das Kauderwelsch aber einfach deaktivieren. Wir zeigen Euch, wie es geht!

Facebook-Übersetzungen: Nicht unnütz, aber meist daneben

Grundsätzlich ist es ja gar nicht so schlecht, dass Facebook eine Übersetzung von fremdsprachigen Inhalten anbietet. Leider sind die Übersetzungen zumindest aus dem Englischen – und damit der einzigen Fremdsprache, die ich wirklich fließend beherrsche ;) – oft völlig daneben. Da ich Facebook hauptsächlich dazu nutze, für mich interessante Bands und einige englischsprachige Gruppen zu nutzen, fiel mir das in den zurückliegenden Tagen vermehrt auf. Beispiel gefällig? Bitteschön:

Facebook Übersetzungen Celtic

Ich war nicht dabei, aber da war sicherlich einige Gaudi in den Korken…

Motörhead Übersetzung

Motörhead Legende Lemmy zweimal Uhren öhm… Okay!

Übersetzung Facebook

Alle Health-Nüsse im Haus sagen „HEYHO“!!!

Zugegeben: Des öfteren sind die Übersetzungsversuche auch ganz brauchbar. Warum Facebook die Nummer aber automatisiert, erschließt sich mir nicht mal ansatzweise. Ich stelle einfach mal die steile Hypothese auf, dass die meisten Facebook-Nutzer die Sprachen der Seiten, die Sie abonnieren, auch verstehen. In diesem Fall bringt es wenig bis gar nichts, wenn Facebook die Beiträge ungefragt in Maschinen-Deutsch übersetzt.

Facebook Übersetzung

Für einen grundlegenden Eindruck des gesagten taugt die Facebook-Übersetzung in der Regel durchaus.

Facebook-Übersetzungen am Desktop abschalten

Glücklicherweise könnt Ihr die holprigen Versuche der Eindeutschung mit wenigen Klicks abschalten. So geht Ihr dabei vor:

  1. Loggt Euch in Euer Facebook-Konto ein und öffnet über den Pfeil oben rechts die Einstellungen oder klickt auf diesen Link.
  2. In den Facebook-Einstellungen klickt Ihr im Menü auf der linken Seite auf Sprache.
  3. Hier habt Ihr nun im Bereich News-Feed Übersetzungs-Einstellungen die Möglichkeit, die Übersetzungsfunktion von Facebook anzupassen. So könnt Ihr beispielsweise unter Welche Sprachen kannst du verstehen? Eure Sprachkenntnisse eintragen. Über Welche Sprachen möchtest du nicht automatisch übersetzen lassen? könnt Ihr die automatische Übersetzung für bestimmte Sprachen vollständig deaktivieren.
Facebook Spracheinstellungen

In diesem Menü bestimmt Ihr, was Facebook übersetzen soll und was nicht.

Übernehmt die Einstellungen, damit Facebook Euch nicht mehr mit automatischen Übersetzungen nervt. Auf Wunsch könnt Ihr Euch trotzdem eine übersetzte Fassung von Facebook-Beitragen anzeigen lassen, indem Ihr einfach auf Übersetzen klickt.

Facebook-Übersetzungen in der App abschalten

Nutzt Ihr die Facebook-App (…die ich persönlich lediglich auf dem iPad einsetze), könnt Ihr eine Übersetzung recht einfach deaktivieren. Bei einzelnen Beiträgen tippt das Zahnrad neben der fragwürdigen Eindeutschung an und wählt im Menü den Eintrag Nicht übersetzen. Nun seht Ihr wieder das Original.

Alternativ könnt Ihr auch beim mobilen Facebook die oben gezeigten Einstellungen vornehmen. Die Schritte dazu sind mehr oder minder die gleichen: Öffnet die Facebook-Einstellungen, navigiert zum Abschnitt Sprache und teilt dem Netzwerk mit, was Ihr versteht und was nicht.

Und schon wird aus „Kommt schon, ihr Eisen“ wieder der althergebrachte East-End-Schlachtruf „Up the Irons!“. In diesem Sinne: Oi!

West Ham United up the Irons

Up the Irons klingt irgendwie runder…

Weitere Tipps, Infos und Rants rund um Facebook findet Ihr bei unseren Facebook-Tutos.

Über den Autor

Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

Wie und womit ich tagtäglich arbeite, erfahrt Ihr hier.

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Facebook: Nervige Auto-Übersetzung abschalten

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