Der Flaschenhals beim Surfen ist oft nicht die Internetverbindung, sondern der DNS-Server. Mit dem Cloudflare-Dienst 1.1.1.1 beschleunigt Ihr Euer Internet deutlich.

Egal ob 10 oder 200 MBit: Wenn sich die Internetverbindung zäh anfühlt, hat das nicht immer mit den Übertragungsraten zu tun. Oft ist der sogenannte DNS-Server schuld, wenn Websites langsam laden. Der Domain-Name-Server vermittelt nämlich zwischen Domainnamen, so etwas wie Tutonaut.de – und der zugehörigen IP-Adresse wie 31.32.33.34. Ist der DNS-Server langsam – und das ist er bei vielen Providern – sind vor allem dicke Websites schnell ein Problem, da sie oft Daten von ganz vielen verschiedenen Domains laden. Bei jeder einzelnen muss der DNS-Server gefragt werden, was die ganze Geschichte schnell massiv verlangsamen kann. Zum Glück geht das auch flotter.

1.1.1.1 ist der flotte DNS-Server

Genau aufgrund dieses Problems hat der Content-Delivery-Network-Anbieter Cloudflare zusammen mit der Internet-Registrierungsstelle APNIC den alternativen DNS-Server 1.1.1.1 ins Leben gerufen. Dieser greift auf das riesige Cloudflare-Netzwerk zurück und soll deshalb nach Angaben des Anbieters besonders flott sein. Ich habe den Server seit einiger Zeit auf meiner FritzBox eingerichtet und muss sagen: Ja, es stimmt. Gerade komplexe Seiten kommen deutlich flotter durch die Leitung.

Ihr könnt die neuen DNS-Server bequem in der Fritzbox und anderen Routern hinterlegen.

Ihr könnt die neuen DNS-Server bequem in der Fritzbox und anderen Routern hinterlegen.

1.1.1.1 auf dem Router einrichten

Technisch gesehen gibt es keinen Unterschied zum DNS-Server Eures Internetproviders. Wenn Ihr zuhause von der flotteren Performance profitieren möchtet, solltet Ihr deshalb im Router in den DNS-Einstellungen folgende DNS-Server als primäre und sekundäre IPv4-DNS-Server setzen:
1.1.1.1 und
1.0.0.1

Als IPv6-DNS-Server verwendet Ihr die
2606:4700:4700::1111 und
2606:4700:4700::1001

In der FritzBox findet Ihr die Einstellungen unter Zugangsart im Reiter DNS-Server. Bei anderen Routern sollte es ähnlich sein. Nach dem Speichern nutzt der Router dann die neuen, schnellen DNS-Server von Cloudflare – und gibt diese auch an alle per LAN und WLAN verbundenen Endgeräte weiter. Die profitieren allesamt von der höheren Internet-Geschwindigkeit des Cloudflare-DNS-Dienstes. Natürlich könnt Ihr die DNS-Server auch direkt im Rechner ablegen: Gerade auf Mobilgeräten, die häufig in fremden WLANs unterwegs sind, kann das durchaus sinnvoll sein.

Über den Autor

Christian Rentrop

Christian Rentrop

Freier Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Blogger und Journalist in Totholzwäldern, auf digitalen Highways und mit der Vespa GTS 300 oder meinem Hund in der echten Welt unterwegs.
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