Akkus überall – und die wollen geladen werden! Wir testen drei Lademöglichkeiten von Anker und prüfen, ob sich der Wechsel vom Originalzubehör lohnt.

Je größer der Akku, desto länger dauert die Ladung. Mit Schnellladegeräte bekommt man mehr Saft in kurzer Zeit in das Gerät. Jedoch gilt hier Augen auf beim Hardware-Kauf. Oft sind die Zubehörteile billig verarbeitet, oder bieten zu wenig Strom, um von der Schnellladung zu profitieren. Andere Hersteller geizen beim Lieferumfang: Apples Schnelllade-fähige Geräte, wie das neue iPhone sowie das iPad, kommen beispielsweise nur mit der 15W Funzel der Ladegeräte in der Schachtel zum Kunden. Will man die Schnellladefunktion nutzen, bleibt nur der Weg über zusätzliches Zubehör. Der Spezialist Anker liefert hier die Werkzeuge, um dies möglich zu machen. Ob diese jedoch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten oder Murks sind, zeigt unser Praxistest.

Das Ladegerät für die Steckdose – Anker PD 1

Das mit Gallium-Nitrid gefüllte PD Extrem 1 bietet einen USB-C Port für MacBook Pro, iPhone XR, XS, Googles Pixel Geräte sowie Samsungs 9er Reihe. So groß wie ein Golfball lädt es unser iPad Pro zu 80% in weniger als 30 Minuten. Zum Vergleich: Apples durchwachsener Standard-Charger braucht dafür mehrere Stunden! Die Verarbeitung ist gewohnt gut, ich kann kein Fiepen, sowie nur eine geringe Hitzeentwicklung bemerken. Über USB-C liefert der Winzling bis zu 30 Watt und kann bei 5 Volt Spannung bis zu 3 Ampere liefern (mehr dazu lest Ihr hier). Alles in allem, nicht schlecht für so ein kleines und universell einsetzbares Netzteil!

Anker PD 1 im Test

Das Anker PD 1 ist ein guter Allrounder für Apple und Co.

USB-C zu Lightning von Anker – Eine günstige Alternative zu Apples Original

Um in den Genuss der 30W über USB-C zu kommen, benötigt man, ohne neues iPad Pro, bei Apple ein USB-C-zu-Lightning Kabel. War dies bei Apple mit über 30 Euro für einen Meter maßlos überteuert, bekommt man dies bei Anker bereits ab rund 14 Euro (oder für 17 Euro im Doppelpack, wenn es gerade ein Angebot gibt). Zudem ist das Nylon umwickelte Kabel durchaus stabil und Anker bietet bis zu 18 Monate Garantie auf das Kabel. Etwas länger dürfte es für meinen Geschmack sein, 90 Zentimeter sind ein wenig einschränkend. Davon abgesehen: Zuschlagen, wer noch keins hat!

USB-C-auf-Lightning-Kabel im Test

Leider verzichtet Apple beim herkömmlichen Lightning-Kabel auf die Schnellladefunktion. Per USB-C-auf-Lightning-Kabel lässt sie sich aber nachrüsten.

Unterwegs schnell laden mit der Anker PowerCore 10000mhA

Mit 10000 mhA können unterwegs die Schnelllade-fähigen Geräte von der Anker PowerCore 10000 mit Strom versorgt werden. Der bullige Akku mit 10000 mhA Kapazität lädt sich selbst in 45 Minuten von 1 / 4 Kapazität voll auf und kann danach ein iPad Pro (2017) wiederum selbst einmal volltändig aufladen. Mein altes iPhone 5S kann mehr als drei mal gefüllt werden. Auch Switch-Nutzer sollten sich das bullige Akku-Pack (kommt mit kleinen Transportsäckchen) mal anschauen. In meinem Test konnte ich eine Nintendo Switch mit dem Pack betreiben, für eine Ladung während des Betriebs reichte die Leistung jedoch nicht aus – hier seid Ihr beispielsweise mit der RAVPower Power Bank besser bedient. Die ist allerdings auch ein gutes Stück schwerer.

Anker PowerCore 10000 PD im Test

Die Anker PowerCore 10000 PD ist eine zuverlässige Powerbank ohne große Schwächen.

Fazit

Das Ladezubehör von Anker ist qualitativ hochwertig und kann es mit den jeweiligen Originalteilen aufnehmen. Für knapp 30 Euro beim Akkupack und knapp 15 Euro fürs Netzteil kann man nicht viel falsch machen! Besonders die USB-C-zu-Lightning-Kabel gehören in meinen Augen für alle iPhone-Nutzer zum Pflichtprogramm!

Über den Autor

Benjamin Mewes

Benjamin Mewes

Technikbegeistert und programmieraffin seit den wilden Jugendtagen (QBasic, Delphi, R, Python, Fortran 77, Java). Heim-Automatisierung mit HomeKit und alles rund um macOS und iOS sind meine Steckenpferde!

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