Anzeige
Linux & Co.Mac & MacOSSoftwareWindows

Aus jeder Webseite eine eigene Desktop-App erstellen

Ob Musikdienst, Online-Bildbearbeitung oder Office-Suite im Browser – moderne Online-Dienste können immer häufiger klassische Desktop-Programme ersetzen. Da bietet es sich umso mehr an, sie auch auf die entsprechende Weise zu nutzen: Google verfolgt dieses System seit längerem und stattet den hauseigenen Browser Chrome mit der Option aus, eine beliebige Internetseite genauso wie ein Programm unter Windows zu nutzen. Effektiv macht Ihr damit jede Webseite zur App – und das bietet eine ganze Reihe an Vorteilen!

Anzeige

Der wohl größte: Verwendet Ihr einen Internetdienst wie ein Programm, erscheint dieser als eigenes Fenster auf der Taskleiste Eures Betriebssystems, anstelle eines herkömmlichen Browser-Tabs. So könnt Ihr diese Programme unabhängig Eures Browsers starten und nutzen, was speziell für Produktiv-Apps wie Google Drive oder Office 365 ein echter Segen ist. Auch Tools wie Euer Wordpress-Blog oder reine Online-Services wie Google Play Music lassen sich auf diese Weise deutlich komfortabler nutzen. Neben einem eigenen Fenster bietet Google Chrome auch die Möglichkeit, eine Verknüpfung auf dem Desktop oder auch der Windows-Taskleiste zu erstellen.

Google Chrome macht es einfach, jede beliebige Webseite wie ein separates Programm zu nutzen
Google Chrome macht es einfach, jede beliebige Webseite wie ein separates Programm zu nutzen

Website zu Desktop-App machen

Die Umsetzung ist für Gooogle Chrome-User ganz einfach: Besucht die Website, die Ihr als App nutzen möchtet. Nun klickt Ihr auf das Menü-Item oben rechts und wählt „Tools/App-Verknüpfung erstellen“. Anschließend habt Ihr noch die Wahl, ob Ihr die Verknüpfung nur auf dem Desktop oder auch auf der Taskleiste von Windows anlegen möchtet. Nach dem Klick auf „Erstellen“ öffnet sich Eure separate „Desktop-App“ in einem eigenen Fenster, inklusive Eintrag auf der Taskleiste und einem eigenem Icon. Auf diesem Weg könnt Ihr jede Website ganz einfach wie ein Desktop-Programm verwenden.

Ganz nebenbei könnt Ihr auch den Tutonauten als eigene App nutzen, bis wir selber in die Hufe kommen und eine noch bessere Variante entwickeln ;-)

Der Unterschied zwischen Website und Desktop-Anwendung verschwimmt mehr und mehr
Der Unterschied zwischen Website und Desktop-Anwendung verschwimmt mehr und mehr

Anzeige

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

8 Kommentare

  1. Hallo,

    vielen Dank für diesen Tipp! Da wäre eine Frage meinerseits: wir entwickeln derzeit eine App für unser Studio, gibt es da eine Möglichkeit, die erstellte Verknüpfung an Nutzer auszuspielen, die sie dann wie eine App auf dem Desktop oder Smartphone öffnen können?

    Dass sich das Ganze für den Nutzer wie ein „App-Download“ anfühlt! Geht das?

    Viele Grüße Niklas

    1. Nein, das geht nicht. Das würde auch den Sicherheitsidealen der AppStores zuwider laufen. Es gibt aber „Website-as-App“-Varianten, sprich: Du programmierst im Grunde einen Browser, der nur Deine Website in einer angepassten Version ausspielt. Vergleiche etwa Ebay-App, Mobile.de-App und andere. Die müsste dann natürlich ihren Weg in die AppStores finden.

  2. Hi,

    irgendwo & -wann hatte ich diese Option mal gesehen gehabt — doch unter aktueller Chrome-Version, Windows 7, gibt es nur die möglichkeit, die Website bzw. Chrome der Windows-Taskleiste hinzuzufügen.

    Oder wo liegt mein Problem? ;) Sprich, wo finde ich die Option (wieder)?

    Danke!

    1. Jep, das Prinzip ist ziemlich genau das gleiche. Aber Prism war ja damals so ein typisches Mozilla-Ding: Gut angefangen und dann wieder eingestampft, obwohl das Prinzip echt nützlich war… Das Chome-Feature ist vor allem für Sachen wie Google Play Music ganz hervorragend, die keinen eigenen Desktop-Client anbieten. Die tauchen dann halt als eigenes Fenster auf und gehen nicht im Tab-Gewühle unter ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!