Helligkeit, Kontrast und Lautstärke am Drittanbieter-Monitor an einem Mac regeln? Wir haben eine Lösung gefunden.

Eine der ärgerlichsten Beschränkungen unter Mac OS X ist die Tatsache, dass externe Displays ohne spezielle OS X-Treiber nicht direkt vom Mac aus eingestellt werden können: Für das Ändern von Helligkeit, Kontrast oder der Lautstärke der internen Boxen muss das Bildschirm-Menü bedient werden, was wirklich stört. Dank der DDC/CI-Schnittstelle und einem kleinen Mac-Tool ist die Bedienung aber trotzdem möglich – allerdings mit Einschränkungen, denn das Tool funktioniert nicht an jedem Mac.

DDC Panel regelt Helligkeit, Kontrast und Lautstärke

Nach langem Suchen bin ich auf das kostenlose DDC Panel gestoßen: Das kleine Tool eines Mitglieds des TonymacX86-Forums erlaubt das Ansteuern eines externen Monitors am Mac über die DDC/CI-Schnittstelle, die von OS X nicht offiziell unterstützt wird. Die Bedienung ist denkbar einfach: Tool installieren, starten und am Regler „Display“ zwischen den Displays umschalten. Das externe Display lässt sich jetzt regeln.

DDC-Panel

Mit DDC Panel lassen sich externe Bildschirme regeln.

Achtung: Abstürze möglich!

Hier auf meinem 2011er iMac mit Yosemite, AMD-Grafik (AMD Radeon HD 6750M) und einem zusätzlichen Dell UZ2215H-Monitor am Thunderbolt/Display-Port funktioniert DDC Panel nach Aktivierung der DDC/CI-Schnittstelle am Monitor (in den Einstellungen des Bildschirms) absolut problemlos, Helligkeit, Kontrast und Lautstärke lassen sich ohne Weiteres einstellen. Kollege Hofferbert mit Mac Mini 2012 (Intel HD4000-Grafik) und Monitoren anderer Hersteller klagte jedoch über Totalabstürze seines Macs beim Start des Programms.

DDC-CI

DDC/CI sollte im Monitor-Menü aktiviert sein.

Achtung! Wir empfehlen dringend, das Tool nur auszuprobieren, wenn Ihr vorher alle offenen Dokumente abgespeichert habt und über ein aktuelles Time-Machine-Backup verfügt. Wir übernehmen keine Garantie für irgendwelche Probleme, die durch das DDC-Panel auftreten!

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Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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