Ihr habt ein Dual-Boot-System mit Windows und Linux? Wenn standardmäßig Linux startet, Ihr aber lieber Windows hättet, genügt ein Eintrag im Boot-Manager.

Die meisten Nutzer mit Dual-Boot-Rechner dürften wohl zuerst Windows gehabt und dann ein Linux, vermutlich Ubuntu, daneben installiert haben. Und standardmäßig wird dann Linux booten, wenn Ihr nicht im Boot-Manager manuell auf Windows wechselt. Und das dürfte ebenfalls wieder nicht im Sinne der meisten Nutzer sein. Ihr könnt das aber ganz einfach umstellen – natürlich unter Linux, denn von dort stammt auch der Boot-Manager Grub.

1. Reihenfolge in Grub auslesen

Bevor Ihr das Linux startet, verbleibt kurz im Boot-Manager. Ihr seht hier mehrere Einträge, die von Grub intern einfach durchnummeriert angesprochen werden. Es beginnt mit Null! Im Normalfall werdet Ihr hier zwei, drei Linux-Einträge, zwei Einträge zu RAM-Tests (memtest) und mindestens eine Windows-Instanz finden. Merkt Euch die Nummer des gewünschten Standardsystems und startet dann Linux.

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Im Boot-Manager Grub werden die Einträge ab 0 durchnummeriert – Windows ist hier also die 4.

2. Grub konfigurieren

Öffnet anschließen die Datei /etc/config/grub in einem Texteditor. Das Standardsystem legt Ihr über GRUB_DEFAULT=0 fest – statt der Null setzt Ihr eben die gemerkte Ziffer. Und wenn Ihr schon hier seid, könnt Ihr gleich auch noch den Wert GRUB_TIMEOUT manipulieren, wenn Euch die 10 Sekunden, bevor das Standardsystem startet, zu lang oder zu kurz sind. Es gibt hier noch weitere Einstellungen, wirklich spannend dürften sie gerade für Einsteiger aber nicht sein.

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Wie immer unter Linux: Konfiguriert wird über eine simple Textdatei.

Wie immer, wenn Ihr an derlei Dateien etwas verändert: Macht ein Backup, ein einfach Kopie im selben Ordner genügt. Die Einstellung ist zwar völlig unbedenklich, aber sicher ist sicher. (Ihr sollte die Datei wohlgemerkt in einem Texteditor bearbeiten – Microsoft Word oder OpenOffice Writer zählen nicht dazu! Solche Programme neigen dazu, Dateien irgendwelche Formatierungen hinzuzufügen, die in eine reine Textdatei nicht gehören. Leafpad, nano oder Gnome Editor (gedit) sollten aber überall vorhanden sein.)

Weiter Artikel zum Thema Linux findet Ihr hier.

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Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule …

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn – als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und „Hundedinger“ steht – und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, Ex-BSI’ler, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 26 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch …

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