Windows läuft in der virtuellen Maschine zu langsam? Das lässt sich ändern! Mit einer kleinen Einstellung könnt Ihr das VM-Windows beschleunigen.

Seit meinem Umstieg auf den Mac arbeite ich nur noch selten „richtig“ unter Windows. Stattdessen leben ein Windows 7 und das aktuelle Windows 10 wohlbehalten in einer virtuellen Maschine auf meinem Macbook, genauer gesagt in VirtualBox. Das läuft zwar nicht ganz so rund wie Parallels, kommt dafür aber ohne lästige Update-Zwänge aus und erfüllt für Tutos und Co. absolut seinen Zweck. Leider wirkt Windows in der virtuellen Maschine zuweilen träge, obwohl das Macbook genug CPU-Leistung und Arbeitsspeicher abzwackt. Es gibt jedoch einen ebenso einfachen, wie praktischen Tipp, um Windows zu beschleunigen!

Vor dem eigentlich Tipp eine kleine Klarstellung: Wenn ich hier von „schneller machen“ rede, meine ich damit vor allem die Alltagsleistung von Windows in der virtuellen Maschine. Das bezieht sich beispielsweise auf das Ansprechverhalten von ausgeführten Programmen in der VM oder auch Kleinigkeiten wie das Verschieben von offenen Fenstern.

Windows per Energiesparplan beschleunigen

Um Windows in der virtuellen Maschine Beine zu machen, ist eine einfache Anpassung nötig: Ändert den Energiesparplan des Gastsystems dahingehend um, dass es die volle Leistung des virtuellen Rechners beansprucht. Das ist ganz einfach: Startet die virtuelle Windows-Maschine. Nun öffnet Ihr das Startmenü und sucht nach dem Eintrag „Energieoptionen“.

Ruft über das Startmenü die Energieoptionen von Windows auf

Windows öffnet nun die Energieoptionen in der Windows-Systemsteuerung. Hier könnt Ihr auswählen, wie Windows die vorhandenen PC-Ressourcen ausnutzt. Während es auf einem „echten“ Laptop empfehlenswert ist, die Voreinstellung „Ausbalanciert“ beizubehalten, gilt das für eine virtuelle Maschine nicht – hier wollt Ihr nämlich die maximale Leistung. Um diese zu erreichen, stellt hier unter „Auswählen oder Anpassen eines Energiesparplans“ die Voreinstellung „Ausgeglichen“ auf „Höchstleistung“ um. Übernehmt die Einstellungen per Klick auf „Ok“ und genießt ein schnelleres virtuelles Windows.

Über die Energieeinstellungen könnt Ihr Windows in VirtualBox und Co. beschleunigen

Virtuelle Höchstleistung durch Höchstleistung

Was genau bewirkt die Einstellung „Höchstleistung“? In erster Linie sorgt sie dafür, dass Windows die Prozessorleistung nicht drosselt, um die Energieaufnahme zu reduzieren. Tatsächlich konnte ich durch Einblenden des Task-Managers sehen, dass Windows in der VM nach der Umstellung auf „Höchstleistung“ deutlich mehr CPU-Leistung nutzen konnte, wodurch einige Aufgaben spürbar flotter ablaufen. Wichtiger war mir persönlich jedoch, dass sich Windows in der VirtualBox deutlich flüssiger bedienen lässt, wenn der Energiesparplan geändert wird.

Nach der Umstellung des Energiesparplans gönnt sich das virtuelle Windows mehr von der echten Prozessorleistung 

Wie viel das Beschleunigen des virtuellen Windows bei Euch bringt, lässt sich pauschal nicht sagen, hängen doch auch andere Faktoren mit der Leistung zusammen. Trotzdem solltet Ihr es einfach einmal ausprobieren, falls Ihr Windows in irgendeiner Weise per virtueller Umgebung betreibt.

Weitere Tipps und Tricks rund um VirtualBox und Co. findet Ihr auf unserer Übersichtsseite.

[via Rawinfopages]

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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