GTA? The Last of Us? Metal Gear Solid? Neumodischer Driss 🙂 Wir zeigen Euch, wie Pac-Man und Co. schon vor 30 Jahren charmante Minigeschichten erzählten

In Zeiten, in denen High End-Videospielblockbuster wie „Grand Theft Auto V“ oder „The Last of Us“ mit imposanten Zwischensequenzen Geschichten erzählen, die auch im Kino eine gute Figur machen, wirkt ein Ausflug in die Spiele-Vergangenheit auf merkwürdige Art und Weise erfrischend. Ein solches Erlebnis hatte ich kürzlich, als ich in einem niederländischen Ferienpark ein paar Runden mit einem echten Pac-Man-Automaten aus den 80ern gezockt hatte. Neben dem bekannt-zeitlosen Spielprinzip (das übrigens mit einem echten Arcade-Joystick einfach besser rüber kommt, als auf Smartphones oder im Browser 😉 ) haben mich vor allem die sympathischen Mini-Cutscenes begeistert.

Als Spielautomat macht Pac-Man auch heute noch am meisten Spaß (Bild: Wikipedia)

Die Namco-Programmierer haben es mit einfachsten Mitteln (wir reden hier von einer Bildschirmauflösung von 224 × 288 Pixeln bei 16 Farben auf dem Screen 😉 ) geschafft, die „Dreiviertel Käsepizza“ und die Geister, die Pac-Man verfolgen, zum Leben zu erwecken und eine kleine Geschichte zu erzählen – nichts Tolles, nichts Großes und dennoch unfassbar liebenswert! Das gilt erst recht für die später erschienenen Fortsetzungen Ms. Pac-Man und Jr. Pac Man, die allerdings auch auf einer besseren Hardware als der 1980 erschienene Erstling zugreifen konnten. Dennoch ist es witzig zu sehen, wie Pac-Man und seine Angebetete sich kennenlernen und gemeinsam auf Geisterjagd gehen oder wie der Junior sich mit einem der vermeintlich bösen Geister an freundet.

Wer gerade keinen echten Pac-Man-Automaten in der Nähe hat oder keine Lust und Zeit hat, sich für die Cutscenes durch alle Level zu kämpfen, darf sich über ein YouTube-Video einen Eindruck davon machen. Hier hat User VelvetRolo die Zwischensequenzen der ersten drei Pac-Man-Spiele hintereinander geschnitten – wir wünschen Euch viel Spaß beim Ausflug in die Gaming-Steinzeig 🙂

Apropos: Auch wenn Pac-Man oft als erstes Spiel mit Zwischensequenzen gehandelt wird, ist es unseres Wissens nach das 1979 erschienene Space Invaders II, das sich diesen Titel auf die Fahne schreiben darf – weniger charmant, aber durchaus als Cutscene zu verstehen, wie dieses Video zeigt:

Apropos 2: Und wem es jetzt in den Fingern juckt, darf Pac-Man auch direkt im Browser spielen, beispielsweise auf Play Pac-Man Online oder im berühmt-berüchtigten Google-Doodle. Auf die epischen Zwischensequenzen müsst Ihr in bieiden Fällen aber verzichten 😉

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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