Google Home ist ein smarter Lautsprecher mit einer Reihe praktischer Funktionen. Wir zeigen Euch, wie Ihr ihn einrichtet.

Google Home und Home Mini sind Googles Antwort auf Amazons Alexa-System: Smarte Lautsprecher (oder im Volksmund: BÖSE SPIONAGEWANZEN FÜR DIE NSA 😉 ) mit mehr oder weniger nützlichen Funktionen. Ich habe mir kürzlich probeweise einen Google Home Mini zugelegt, den ich derzeit ausführlich teste. Ob ich ihn behalte, weiß ich noch nicht – für ein Einrichtungs-Tuto lohnt sich das Ding aber auf jeden Fall. 

Google Home und Home Mini: Smart in groß und klein

Wie gesagt: Bei mir ist im Moment ein Google Home Mini im Test-Einsatz. Er bringt alle Funktionen von Googles Home-System mit und erlaubt es unter anderem, per Google Assistant Musik abzuspielen oder Google-Suchen durchzuführen. Naturgemäß bietet der kleine Puck keinen allzu tollen Sound, klingt aber immerhin besser als das Amazon-Gegenstück Echo Dot.

Google Home Lautsprecher

Die Google-Home-Familie unterscheidet sich vor allem durch ihr Klangvolumen (Bild: Google)

So richtig praktisch wird der Lautsprecher aus dem Hause Google wohl erst in Kombination mit Smart-Home-Geräten – wovon ich derzeit noch exakt Null im Betrieb habe 😉 Genau wie Alexa kann Google Home beispielsweise das Lichtsystem Philips Hue ansteuern. Welche Partner derzeit von Googles Smart-Home-Lösung unterstützt werden, erfahrt Ihr auf dieser Übersichtsseite.

1. Google-Home-App herunterladen

Genau wie der Google Chromecast richtet Ihr auch den Home oder Home Mini über die universelle Google-Home-App ein. Diese steht für Android oder iOS zur Verfügung. Im Beispiel verwenden wir die iPad-Version, weil sie schöne Breitbild-Screenshots ermöglicht 😉 Ihr könnt dafür aber genauso gut eine Version für Euren Androiden oder ein iPhone nutzen.

Google Home App

2. Home-App starten und mit Google Home verbinden

Nach dem Start such die Google Home App nach neuen Geräten in der Nähe. Da die Suche via Bluetooth funktioniert, müsst Ihr die Funktion natürlich aktivieren. nach einigen Sekunden sollte die App Euren Google Home finden und die Verbindung anbieten. Bestätigt dies und wartet, bis der Google-Lautsprecher die Verbindung mit einem Tonsignal bestätigt.

3. Gerätestandort auswählen

Vor allem, wenn Ihr mehrere Google-Home-Geräte nutzen möchtet, ist dieser Schritt von Bedeutung: Ihr könnt festlegen, in welchem Raum der Lautsprecher steht. Damit könnt Ihr später Aktionen wie „Spiele Spotify-Playlist XY im Wohnzimmer“ oder ähnliches durchführen. Natürlich könnt Ihr die Auswahl auch im Nachhinein noch ändern, wenn Ihr Eure Home-Geräte „umräumt“.

4. Google Home mit dem WLAN verbinden

Damit Google Euch auch rund um die Uhr zuhören kann ( 😉 ), müsst Ihr Euren Google Home natürlich mit dem heimischen WLAN verbinden. Sucht also das WLAN aus der Liste aus und gebt im nächsten Schritt das zugehörige WLAN-Passwort ein.

5. Google Assistant auf dem Google Home einrichten

Unheimliche Herz und Seele des Google Home ist natürlich der Google Assistant. Googles vielseitiger Sprachassistent steht Euch mit dem Home rund um die Uhr zur Verfügung. Die Google-Home-App gibt Euch die passenden Infos und fordert Euch anschließend auf, Google Home auf Eure Stimme zu trainieren. Befolgt einfach die entsprechenden Anweisungen auf dem Bildschirm.

6. Weitere Infos

Nun liegt es an Euch, Google Home mit weiteren Infos zu füttern – oder eben nicht. Beispielsweise fragt die App nun Euren Standort ab, um später das Wetter oder Verkehrsinfos abzufragen. Wollt Ihr das nicht, tippt einfach auf Überspringen.

7. Musikdienste-Dienste mit Google Home verbinden

Damit Euer Home oder Home Mini per Sprachbefehl Musik abspielen kann, müsst Ihr die entsprechenden Dienste damit verbinden. Meinen langjährigen Favoriten Google Play Music erkennt das System natürlich automatisch. Alternative Streaming-Dienste wie Spotify oder Deezer müsst Ihr hingegen erst für die Nutzung mit Google Home autorisieren. Tippt dazu einfach auf den entsprechenden Eintrag und befolgt die Anweisungen auf dem Bildschirm.

8. Video-Dienste mit Google Home verbinden

Das Gleiche macht Ihr im nächsten Schritt mit Videodiensten. Da Google Home natürlich keinen eigenen Monitor habt, lohnt sich das nur, wenn Ihr auch einen Google Chromecast oder einen Home-tauglichen Fernseher im Einsatz habt. Ist das der Fall, könnt Ihr mit einem Befehl wie „Hey Google, spiele Rick & Morty auf dem Wohnzimmer-TV“ beispielsweise Netflix per Sprachbefehl steuern.

9. Google-Home-Einrichtung abschließen

Das war es für’s erste. Ab sofort könnt Ihr Euren Google Home mit dem Befehl Hey Google wecken und ihn Fragen stellen bzw. Befehle durchgeben. Die Google-Home-App oder die Abfrage „Was kannst du für mich tun“ geben Euch erste Eindrücke davon, was die Home-Viecher so können.

Ersteindruck: Naja…

Mein erster Eindruck vom Google Home Mini ist eher durchwachsen: Viele Anfragen gehen ins Leere, Grundfunktionen wie das Anlegen eines Kalender-Eintrags (was mit Alexa kein Problem ist) funktionieren noch nicht und häufiger erkennt das Teil meine Stimme nicht. Auch fehlt mir mein heißgeliebtes Audible auf dem Home Mini – ein Leben ohne Audible ist möglich, aber sinnlos 😉 Am nervigsten aber: Das nicht-veränderbare Trigger-Wort Hey Google. Darauf reagiert nämlich nicht nur der Google Home, sondern auch so ziemlich jedes Android-Smartphone unter der Sonne. Sprich: Liegt mein Google Pixel im gleichen Raum, wird die Anfrage auf beiden Geräten ausgeführt, was echt nervt.

Hey Google

Mega-Nerv: Der Standard-Befehl „Hey Google“ startet den Google Assistant nicht nur auf dem Google Home, sondern auch auf dem Smartphone

Warum Google immer noch nicht auf die Idee gekommen ist, das Hotword zu personalisieren, ist mir ein absolutes Rätsel. Ich hoffe einfach mal, dass sich das in den kommenden Wochen noch bessert. Aber wie ich Google kenne, landet Home über kurz oder lang auf dem Abstellgleis. Amazon gibt mit seinen Alexa-Dingern hingegen im Moment wirklich Vollgas und scheint das Business ernst zu nehmen. Doof eigentlich, weil ich ungern in zwei System-Universen unterwegs bin – zumindest jobbedingt werde ich aber wohl „dranbleiben“ müssen…

Über den Autor

Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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