Nvidia G-Sync sorgt mit dem richtigen Monitor dafür, dass Games deutlich flüssiger über den Schirm fluppen. Wir zeigen Euch, wie Ihr das Feature aktiviert.

Nvidia G-Sync: Eine Funktion, von der man nicht wusste, dass man sie braucht, bis man sie in Aktion sieht. Die (leider) proprietäre Technologie sorgt dafür, dass die Bildwiederholfrequenz des Monitors mit der Framerate im Spiel synchronisiert wird. Das Ergebnis: Ein flüssigeres Gaming-Erlebnis ohne Ruckler und nerviges Tearing. Damit das auch so funktioniert, bedarf es neben der passenden Hardware auch die richtige Konfiguration. Wir zeigen Euch, wie Ihr Nvidia G-Sync aktiviert. 

Nvidia G-Sync für flüssiges Gaming

Wie schon gesagt: G-Sync gleicht die Bildrate vom Spiel mit der des Monitors ab. In der Praxis sorgt das vor allem bei Frameraten unter 60 FPS dafür, dass Games deutlich runder über den Bildschirm laufen. Außerdem verhindert es „zerrissene“ Bilder – bekannt als Tearing– die beispielsweise beim Einsatz vom „klassischen“ V-Sync auftreten. Ich hielt G-Sync anfangs für ein Gaming-typisches Marketinggeblubber – bis ich die Nummer mal in Aktion gesehen habe.

Tatsächlich sorgen G-Sync-Monitore (wie der von mir getestete ASUS ROG 248Q) für flüssigeres Zocken. Leider hat das Ganze einen bitteren Beigeschmack: G-Sync funktioniert nur mit Nvidia-Grafikkarten und kostet die Monitorhersteller Lizenzgebühren. In einer perfekten Welt würde Nvidia mit AMD zusammenarbeiten und das offene FreeSync unterstützen – aber das ist ähnlich wahrscheinlich wie eine Fanfreundschaft zwischen Schalke und dem BVB… Mehr Infos über G-Sync und die Funktionsweise findet Ihr bei den Kollegen von Computerbase oder auch direkt bei Nvidia.

Nvidia G-Sync

G-Sync sorgt in der Praxis tatsächlich für ein flüssigeres Spielgefühl (Bild: Nvidia)

Tja… Trotzdem gilt: Wer eine Nvidia-Grafikkarte im PC stecken hat, kann wirklich von einem G-Sync-Monitor profitieren. Voraussetzung ist, dass Ihr ihn richtig einstellt – doch dafür gibt es ja uns ;) Wir gehen im Folgenden davon aus, dass Ihr den Nvidia-Treiber aktualisiert habt. Da G-Sync zudem meist auf Displays mit hohen Bildraten von 144 Hertz und mehr zum Einsatz kommt, solltet Ihr diese natürlich ebenfalls korrekt einstellen. Alles parat? Dann ab dafür!

1. DisplayPort-Anschluss verwenden

Damit Nvidia G-Sync funktioniert, müsst Ihr den Monitor und PC per DisplayPort-Kabel verbinden. Über HDMI funktioniert G-Sync aktuell nicht. Nagelt mich nicht darauf fest, ob das auch für künftige HDMI-2.0-Monitore mit G-Sync gilt ;)

Nvidia G-Sync Displayport

Aktuell gilt: Kein G-Sync ohne DisplayPort.

2. G-Sync-Monitor als primäre Anzeige festlegen

Falls Ihr mehr als einen Monitor am PC angeschlossen habt, müsst Ihr das G-Sync-Dispay zur primären Anzeige machen. Die Technologie funktioniert nur auf dem „Hauptschirm“. Unter Windows öffnet Ihr dazu per Rechtsklick auf den Desktop und Auswahl von Anzeigeeigenschaften das gleichnamige Menü. Hier klickt Ihr in der Grafik auf den G-Sync-Monitor und stellt sicher, dass unten ein Häkchen bei Diese Anzeige als Hauptanzeige verwenden gesetzt ist. Übernehmt die neuen Einstellungen mit einem Klick auf Ok.

Windows primäre Anzeige

Nvidia G-Sync funktioniert nur auf dem Hauptmonitor.

3. Nvidia G-Sync aktivieren

Nun könnt Ihr endlich G-Sync aktivieren. Dazu öffnet Ihr über das Startmenü die Nvidia Systemsteuerung. Hier klickt Ihr links in das Menü G-Sync und setzt einen Haken bei G-Sync aktivieren. Wenn Ihr wie ich gerne im randlosen Vollbildmodus zockt, solltet Ihr die Einstellung Aktivieren Sie G-Sync für den Fenster- und den Vollbildmodus einschalten. Übernehmt die Einstellungen mit Ok.

Nvidia G-Sync windowed mode

Aktiviert G-Sync am besten auch für Spiele, die nicht im Vollbild laufen.

Übrigens könnt Ihr hier natürlich auch G-Sync abschalten, wenn Ihr das möchtet. Mir wurde gesagt, dass die Synchronisation den Input-Lag beim Gaming erhöht, was bei schnellen Shootern und MOBAS doof ist. Mir Gaming-Opa fällt sowas nicht auf, aber die Möglichkeit, es abzuschalten, ist ja nicht verkehrt ;)

4. Optional und ohne Gewähr: V-Sync und Co. in Spielen abschalten

Im Normalfalls ist Euer G-Sync-Monitor damit bereits einsatzbereit und Ihr müsst Euch um nichts mehr kümmern. Die Nvidia-Treiber sollten in Games die passenden Einstellungen automatisch vornehmen. Es finden sich aber auch ein Haufen Forenberichte darüber, dass G-Sync erst dann zur Geltung kommt, wenn Ihr die Grafikeinstellungen der Spiele anpasst. Die landläufige Empfehlung lautet: Alles, was mit V-Sync und Triple-Buffering zu tun hat, im Spiel abschalten. Wie gesagt: Könnt Ihr machen, schadet sicher nicht. Eine Bestätigung dafür, ob das wirklich nötig ist, konnte ich jedenfalls nirgends finden.

V-Sync abschalten

Ich weiß nicht, ob das hier wirklich nötig ist ;)

5. Nvidia G-Sync in der Praxis testen

Wenn Euer Monitor korrekt eingestellt ist, könnt Ihr G-Sync testen. Nvidia stellt dazu in Form der Pendel-Demo ein kleines Testprogramm bereit. Nach dem Start seht Ihr eine 3D-Animation und könnt per Mausklick zwischen G-Sync an, aus und klassischem V-Sync umschalten. Interessant wird es, wenn Ihr die Framerate zwischen 40 und 60 FPS festlegt. Hier seht Ihr die Vorteile von Nvidia G-Sync recht gut in Aktion (…wenn auch eventuell ein gaaaaaanz klein wenig dramatisiert ;) ). Spielt einfach ein wenig mit den Einstellungen herum. In echten Games bemerkt Ihr G-Sync vermutlich selbst. Oft zeigen Monitore auch im Bildschirmmenü an, ob G-Sync funktioniert. Bei ASUS-Monitoren könnt Ihr es auch an der Power-LED erkennen: Ist Nvidia G-Sync aktiviert, leuchtet diese nämlich rot, andernfalls weiß.

G-Sync testen

Die Pendel-Demo zeigt die Vorteile von G-Sync in Aktion.

Jetzt Ihr: Habt Ihr einen G-Sync-Monitor samt passender Grafikkarte im Einsatz? Was haltet Ihr von dem Feature? Oder seid Ihr eher aus der AMD-Fraktion? Wir freuen uns über Eure Meinungen!

Noch mehr Hardware-Tutos findet Ihr unter diesem Link.

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Über den Autor

Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

Wie und womit ich tagtäglich arbeite, erfahrt Ihr hier.

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