Wenn Ihr viel mit dem iPhone unterwegs seid, leidet Ihr sicher auch am lästigen Akkufraß. Wir zeigen, wie Ihr unterwegs ohne Ladegerät am iPhone Strom sparen könnt.

Es ist eine Krux mit Apples iPhone: Das immer schlankere Design sorgt für immer kleinere Akkus, gleichzeitig werden Verbraucher wie das iOS-Betriebssystem oder der Bildschirm immer dicker. Zum Glück gibt es Mittel und Wege, den iPhone-Stromverbrauch zu reduzieren so so für eine deutlich längere Akkulaufzeit zu sorgen – ohne dass Ihr Euch dabei einschränken müsst. Gerade unterwegs im Karneval, auf Reisen oder bei Wanderungen kann das wirklich praktisch sein.

1. Bildschirm-Helligkeit reduzieren

Einer der größten Verbraucher auf dem iPhone ist der Monitor: Je heller er ist, desto mehr Strom verbraucht er. Jedes Mal, wenn Ihr auf das iPhone guckt, zieht ein hellerer Monitor mehr Strom als einer, der dunkler eingestellt ist. In Sachen Komfort bedeutet weniger Helligkeit aber nur geringe Einschränkungen: Dreht die Helligkeit also herunter, indem Ihr im Kontrollzentrum den Helligkeitsregler nach unten schiebt.

Ein heller Bildschirm ist ein echter Stromfresser.

Ein heller Bildschirm ist ein echter Stromfresser.

2. Bluetooth und WLAN ausschalten

Auch Bluetooth und WLAN sind Verbraucher, die Ihr unterwegs eigentlich nicht braucht. Klar: Das WLAN saugt bei Verbindung weniger Strom als das LTE-Modul, doch unterwegs seid Ihr ja dann doch eher selten mit dem WLAN verbunden. Seit iOS 11 lassen sich WLAN und Bluetooth nicht mehr vollständig über das Kontrollzentrum deaktivieren: Ihr müsst dazu in die Einstellungen-App wechseln und beide Funktionen abschalten.

Wenn WLAN und Bluetooth aus sind, verbraucht das iPhone weniger Strom.

Wenn WLAN und Bluetooth aus sind, verbraucht das iPhone weniger Strom.

3. Hintergrundaktualisierung ausschalten

Einer der größten Stromfresser im iOS-System überhaupt ist die Hintergrundaktualisierung. Sie erlaubt es Apps, Daten zu ziehen, selbst wenn sie gar nicht aktiv sind. Das zehrt den Akku auf, selbst wenn Ihr das iPhone gar nicht benutzt. Schaltet die Funktion also unter Einstellungen -> Allgemein -> Hintergrundaktualisierung ab. Oder, noch praktischer: setzt sie auf „WLAN“. Dann habt Ihr die Funktion zur Hand, wenn Ihr mit einem (stromsparenden) WLAN verbunden seid und spart unterwegs Akku, ohne groß auf Komfort verzichten zu müssen.

Die Hintergrundaktualisierung sollte auf "WLAN" stehen.

Die Hintergrundaktualisierung sollte auf „WLAN“ stehen.

4. Widgets abschalten

Ähnlich wie die Hintergrundaktualisierung sind auch die iOS-Widgets permanent aktiv und ziehen Daten. Das wiederum bedeutet, dass sie den Akku unnötig belasten. Schaltet also mit einem Wisch nach rechts auf dem Home-Screen und einem Tipp auf „Bearbeiten“ alle Widgets mit dem roten Minus-Symbol aus, die Ihr nicht ständig benötigt. Der iPhone-Akku wird dadurch geschont.

Widgets sich kleine, freche Stromfresser.

Widgets sich kleine, freche Stromfresser.

5. Flugmodus einschalten und am iPhone Strom sparen

Klingt bescheuert, ist aber praktisch: Wenn Ihr an Karneval oder in der Wildnis unterwegs seid, braucht Ihr ja in aller Regel nicht permanent Verbindung ins Netz. Zumal die Mobilfunkmasten ja in solchen Situationen ohnehin oft überlastet oder nicht erreichbar sind. Schaltet im Kontrollzentrum den Flugmodus ein, um alle Internet-Aktivitäten des iPhones auf einen Schlag zu beenden (und auch Bluetooth, WLAN und das LTE-Modul abzuschalten). Das spart mächtig Strom – und wenn Ihr das iPhone doch braucht, könnt Ihr es mit einem Fingertipp auf „Flugmodus“ wieder online schalten.

Der Flugmodus ist die ultimative Stromsparmethode.

Der Flugmodus ist die ultimative Stromsparmethode.

6. Bewegungen reduzieren

Übrigens sind auch die Animationen im iOS-Betriebssystem Stromfresser. Manche System-Apps wie die Wetter-App oder auch das System an sich sind mit grafischen Effekten gespickt. Die treiben die Prozessorlast hoch, was letztlich den Akku belastet. Unterwegs solltet Ihr die Animationen also unter Einstellungen -> Allgemein -> Bedienungshilfen -> Bewegungen reduzieren ausschalten, wenn Ihr mehr Akkuleistung braucht.

Weniger Animation bedeutet mehr Akkulebensdauer.

Weniger Animation bedeutet mehr Akkulebensdauer.

7. GPS-Dienste einschränken

Zuguterletzt solltet Ihr noch einen Blick in die GPS-Dienste unter Einstellungen -> Datenschutz -> Ortungsdienste werfen. Die sollten grundsätzlich aktiv sein, da Ihr sonst Apps wie Apple Maps nicht korrekt nutzen könnt. Das GPS-Modul ist aber ein Stromfresser – und wird jedes Mal aktiviert, wenn Ihr eine App verwendet, die es benutzt. Der Witz an der Sache ist, dass viele Apps sich Zugriff auf die Ortungsdienste sichern, obwohl das gar nicht nötig ist. Twitter ist so ein Kandidat. Oder Instagram. Geht die App-Liste durch und überlegt, welche App tatsächlich Ortungsdienste benötigt – und welche nicht. Schaltet die Ortungsdienste hier auf „Nie“ oder „Beim Verwenden der App“. So stellt Ihr sicher, dass das stromfressende GPS-Modul nur dann aktiv ist, wenn Ihr es braucht.

Die Ortungsdienste sollten immer überprüft werden.

Die Ortungsdienste sollten immer überprüft werden.

Braucht Ihr noch mehr Strom für unterwegs?

Wenn Ihr all diese Maßnahmen durchführt, dürfte Euer iPhone unterwegs deutlich länger durchhalten – und das kann im Zweifel viel Wert sein. Schließlich gibt es nichts Schlimmeres, als wegen eines leer gelaufenen Akkus plötzlich offline da zu stehen. Allerdings wirken die Tipps keine Wunder: Wenn Ihr das Gerät viel benutzt, ist der Akku natürlich deutlich schneller leer. Damit Ihr dann nicht völlig „ohne“ dasteht, empfehlen wir Euch, Euch eine Powerbank zuzulegen und die im Marschgepäck mitzunehmen. Die gibt es in allen Größen und Leistungsklassen. Es gibt übrigens auch praktische Powerbanks mit Lightning-Anschluss Wie die Quick Charge 2.0 von Aukey., sodass Ihr kein zusätzliches Kabel mitnehmen müsst.

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Über den Autor

Christian Rentrop

Christian Rentrop

Freier Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Blogger und Journalist in Totholzwäldern, auf digitalen Highways und manchmal in der echten Welt unterwegs.
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