Ein Blog-System der besonderen Art: Einfach eine Textdatein in den Artikel-Ordner hochladen – fertig! Das schlanke Blosxom macht Bloggen billig und einfach.

Das wohl kompletteste Blog-System dürfte WordPress sein – zumindest basieren große Teile des WWWs aus WordPress-Präsenzen. Allerdings sind Betrieb und Bloggerei nicht ganz trivial: Ihr braucht PHP, eine Datenbank (was den Preis für den Webspace hoch treibt) und allerlei Knowhow rund um die WordPress-Administration, Erweiterungen und Themes. Und beim Bloggen müssen etliche Felder ausgefüllt werden, was bisweilen echt nervt – eigentlich wollt Ihr ja nur schreiben. Und wenn es Euch um einfaches, schnelles Publizieren geht und Ihr auf die aufwändigen Features von WordPress verzichten könnt, dann solltet Ihr Blosxom kennen – hier genügt es, eine Textdatei in einen Ordner zu kopieren.

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Nun gut, Blosxom ist sicherlich nicht State of the Art, eher ein uralter Minimal-Blogger – also Back to the Roots: Blosxom ist ein simples Perl-CGI-Skript, das Ihr einfach in den cgi-bin-Ordner Eures Webspaces kopiert – CGI-Skripte dürfte so ziemlich jeder Provider schon in Einsteiger-Angeboten erlauben. Anschleßend veröffentlich Blosxom jede in einen festgelegten Ordner kopierte Textdatei als neuen Blog-Beitrag und veröffentlicht ihren Inhalt. Die ganze Einrichtung: Ihr gebt im Blosxom-Skript – auch nur eine simple Textdatei – den Pfad zu den zu veröffentlichenden Textdateien und den Blog-Namen an. Blosxom kann natürlich HTML-Code verarbeiten, aber damit das Bloggen einfacher geht, solltet Ihr noch einen Ordner für Erweiterungen angeben.

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Wer es ganz simpel haben will, kommt auch ohne Stylesheets, HTML und sonstigen Kokolores aus.

Erweiterungen

Plug-ins sind bei Blosxom auch wieder simple Textdateien (ohne TXT-Endung!), die einfach in den Plug-ins-Ordner kopiert werden. Zwei davon solltet Ihr kennen, um richtige Blog-Beiträge erstellen zu können: AutoImg sorg dafür, dass Ihr Bilder ganz einfach über Einträge in der Art [bild1.jpg] einfügen könnt – im Plug-in muss dafür lediglich wieder ein Pfad eingetragen werden. Und mit dem Markdown-Plug-in erleichtert Ihr Euch das Formatieren und das Einfügen von Links – eine Konfiguration ist nicht nötig. Einmal hochgeladen, werden Markdown-Eingaben wie „##“ (ohne Anführungszeichen) oder „**fett**“ erkannt und der entsprechend wird eine Head-2-Überschrift oder eben fetter Text angezeigt. Eine kurze Beispiel-Referenz von Markdown findet Ihr hier.

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Wer braucht schon WordPress? Notepad++ plus FTP-Plugin und schon ist das schnelle, einfache Blogging-System perfekt.

Die Plug-ins findet Ihr natürlich auf der Blosxom-Homepage – leider sind so ziemlich alle Einträge verwaist. Erfreulicherweise gibt es bei Github eine Sammlung aller Blosxom-Plug-ins, darunter auch Funktionen für Kommentare, Online-Editor, Trackbacks, RSS-Feeds, Kalender, Kategorien, Cookies, Templates, Bilder-Gallerien, Latex-Renderer, Netflix-Queue, Polls und so weiter. Viele Plug-ins benötigen keine oder nur minimale Konfiguration, andere wollen ein paar mehr Variablen gesetzt haben – dokumentiert werden die Plug-ins in der Regel am Ende der Datei (nach dem Code) oder in einer separaten Readme.

Wieso denn bloß?

Das wird sich wohl der eine oder andere fragen. Zwei Gründe pro Blosxom: Wenn einfach nur simpel formatierter Text online stehen soll, geht es nicht einfacher. Vor allem aber: Da Blosxom einfach alles bloggt, was als TXT-Datei in dem Verzeichnis liegt, könnt Ihr auch automatisch generierte Dateien dort ablegen, etwa Log-Files – vollautomatisches Bloggen in reinster Form.

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Auch umfangreichere Seiten lassen sich mit Blosxom erstellen.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Stichwortschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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Kommentare

  • Vielen Danke für die Hinweise. Ich finde sie total nützlich. Ich habe verschiedene Systeme für die Erstellung eines Bloges verglichen und habe mich für XXX (Anm. d. Red.: Werbung. Pfui!) entschieden. Mir gefallen diese Vorlagen. Sie sind verständlich und modern.