Wie heißt meine Grafikkarte genau? Welchen Prozessor nutze ich eigentlich? Wie lange hält meine SSD? Was funkt da im Netzwerk? Wir zeigen, wir Ihr unter Windows an die 10 wichtigsten Infos kommt.

Wenn Ihr Infos über Eure Hardware-Komponenten oder Euer System benötigt, seid Ihr hier richtig: Wir zeigen Euch, wie Ihr an CPU-, GPU- oder SSD-Modellbezeichnungen kommt, an die genaue Windows-Version, die Seriennummer oder die IP-Adressen. Plus massig Zusatzinfos!

1. Systemübersicht

Windows selbst bietet mit dem Geräte-Manager schon mal einen guten Überblick aller installierten Geräte – genauer gesagt Treiber, da sich hier auch virtuelle Geräte finden, also beispielsweise die Netzwerktreiber von Virtuellen Maschinen. Ihr findet ihn über das Startmenü oder Systemsteuerung\Alle Systemsteuerungselemente\System\Geräte-Manager. Praktisch ist hier vor allem, dass Ihr Probleme wie nicht funktionierende Geräte oder Treiber angezeigt bekommt. Über die Kontextmenüs der Einträge bekommt Ihr weitere Infos und könnt eine Aktualisierung anstoßen.

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Der Geräte-Manager ist oft der erste Anlaufpunkt.

2. Windows-Version

Wenn Ihr nicht ganz sicher seid, wie genau Eure Windows-Version lautet, schaut unter Systemsteuerung\Alle Systemsteuerungselemente\System nach.

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Version und Produkt-ID.

3. Windows-Seriennummer/-Product-Key

Den Windows Product Key findet Ihr – schon wieder – unter Systemsteuerung\Alle Systemsteuerungselemente\System. Den braucht Ihr etwa, wenn Ihr die Lizenz auf einem anderen Gerät verwenden wollt. Für die Windows-Seriennummer müsst Ihr etwas mehr Aufwand treiben.

4. IP-Adressen

Die interne Adress, also die IP innerhalb Eures eigenen Heimnetzwerks, bekommt Ihr unter Windows über die Eingabeaufforderung:

ipconfig 

In der Ausgabe wird aller Wahrscheinlichkeit nach ganz oben Eure Standardnetzwerkkarte erscheinen, bei einer Kabelverbindung Ethernet-Adapter LAN-Verbindung. Unter IPv4-Adresse steht dann eine IP in der Art „192.168.178.10“ – wenn Ihr eine Fritzbox nutzt, vermutlich mit sehr ähnlichen Zahlen.

Die externe IP-Adresse, also die IP, mit der Ihr im Internet seid, bekommt Ihr am einfachsten über Webseiten wie Wie ist meine IP?

5. GPU-Modell

Ein wundervolles Programm für Informationen über Grafikkarten ist GPU-Z. Das Tool zeigt so ziemlich alles an, was es über eine Grafikkarte zu wissen gibt, inklusive aktueller Sensordaten. Ihr könnt auch direkt aus dem Programm heraus Screenshots machen, um beispielsweise in Foren präzise nach Hilfe fragen zu können.

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GPU-Z – ein Muss für Grafikkartenbesitzer.

6. SSD-Modell

Anderer Hersteller, ähnliches Tool, gleichens Namenskonzept: SSD-Z zeigt die Basisdaten Eurer SSD, wie Modellbezeichnung, Größe, Technologie oder auch Lebensdauer. Darüber hinaus gibt es noch die S.M.A.R.T.-Werte, über die Ihr den „Gesundheitszustand“ Eurer Platte ablesen könnt, sowie eine tabellarische Auflistung eines jeden einzelnen Parameters, den die SSD rausrückt – das freut sich der Techniker!

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SSD-Z – ein Muss für SSD-Besitzer …

7. SSD-Lebensdauer

Um eine Vorstellung von der ungefähren, möglichen Restlaufzeit Eurer SSD zu bekommen, gibt es zwei Optionen: Entweder Ihr werft das Tool des Herstellers an und hofft auf etwas Aussagekräftiges – meist werdet Ihr auch etwas finden. Oder Ihr nehmt SSD-Z und die Dokumentation der SSD in die Hand: Hersteller geben meist eine Garantie über eine maximale Zeit und eine maximale Schreibmenge, die Total Bytes Written (TBW). Den aktuellen TBW-Wert sowie die bisherige Laufzeit lest Ihr über SSD-Z aus, den Garantiewert solltet Ihr auf der Produkthomepage finden. Und dann müsst Ihr rechnen: Laufzeit durch aktuellen TBW mal Garantie-TBW mins Laufzeit ergibt dann die Zeit, die Ihr die SSD wie bisher nutzen könntet, bevor die Platte vermutlich schlicht verbraucht ist.

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Sehr optimistisch Kingston, sehr sehr …

8. Hardware-Aktivitäten

Immer eine gute Frage: Was zur Hölle macht mein Rechner eigentlich gerade? Was verbraucht meinen RAM? Warum rattert die Festplatte? Was sendet da übers Internet? Windows liefert mit dem Ressourcenmonitor, direkt zu finden über das Startmenü, ein umfangreiches Monitoring-Werkzeug. Ihr könnt hier detailliert nachschauen, welcher Prozess, welches Programm gerade die Festplatten nutzt, die CPU, den RAM oder das Netzwerkt. Kleiner Haken: Das Ganze erschlägt Einsteiger sicherlich ein wenig – haltet einfach nach bekannten Begriffen, Prozessen und Programmnamen Ausschau und verfolgt zugehörige Daten, dann versteht man das schon. Weitgehend.

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Windows‘ Ressourcenmonitor gehört wohl zu den unterschätztesten Werkzeugen schlechthin.

9. CPU-Modell

Und noch so ein Zler: CPU-Z macht, was auch GPU-Z und SSD-Z tun – massenhaft Infos in einem simplen Fenster anzeigen.

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CPU-Z – ein Muss für – na Ihr wisst schon …

10. Mainboard-Modell

Wenn Ihr Speicher aufrüsten oder eine Grafikkarte austauschen wollt, müsst Ihr wissen, welches Mainboard-Modell Ihr genau habt. Und im Grunde reichen bereits bekannte Tool, CPU-Z listet das Mainboard zum Beispiel ebenfalls – wie auch viele andere Tools. Aber als separaten Tipp können wir natürlich auch noch auf die Eierlegende Wollmilchsau verweisen: Sandra Lite ist ein Tool-Klassiker, der das meiste auslesen und aufbereiten kann, was die obigen Tools separat erledigen. Vielleicht sogar mehr, Sandra ist ein wenig langsam, aber extrem ausführlich. Wirklich übersichtlich ist das Tool für Einsteiger aber nicht.

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Oder Ihr installiert einfach Sandra – das tut’s im Grunde auch.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Stichwortschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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