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iPhone, iPad, iOS & iPadOSLifehacks

IPhone verloren oder geklaut? Das müsst Ihr tun!

Wenn das iPhone weg ist, solltet Ihr schnell handeln. Wir zeigen, welche Schritte im Fall der Fälle notwendig sind, um Deine Daten zu schützen - und das iPhone vielleicht sogar zurück zu bekommen!

Wenn das iPhone weg ist, ist der Schreck erst einmal groß: Wo hattet Ihr es zuletzt in der Hand? Wer kann es haben? Und was ist mit all den Daten? E-Mail-Konten, Online-Banking, diverse Passwörter, private Fotos und Videos – heutzutage findet das digitale Leben weitestgehend auf dem iPhone statt. Ist es weg, ist der Ärger riesig. Zum Glück macht Apple es Dieben und „Findern“ nicht gerade einfach, Euch Daten oder die Hardware an sich zu klauen. Und wenn das iPhone weg ist, habt Ihr jede Menge Möglichkeiten, es zu deaktivieren oder sogar zurück zu bekommen.

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1. So findet Ihr ein verlorenes iPhone

Ist das iPhone einfach verschwunden, kann das viele Gründe haben: Ihr habt es irgendwo liegen gelassen, Ihr habt es verloren – oder jemand hat es Euch geklaut. Zum Glück gibt es eine wunderbare Möglichkeit, schnell den Standort zu ermitteln: Ruft die iCloud.com-Website von Apple auf einem PC oder Tablet auf und loggt Euch mit Euren iCloud-Kontodaten ein. Hier findet Ihr die Option „iPhone-Suche“, mit der Ihr aber übrigens auch verlorene iPads oder Macs finden könnt.

Mit der iPhone-Suche könnt Ihr Euer iPhone schnell wiederfinden.
Mit der iPhone-Suche könnt Ihr Euer iPhone schnell wiederfinden.

Falls Ihr die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiv habt und Ihr einen sechsstelligen Bestätigungscode eingeben müsst, Ihr aber kein anderes Apple-Gerät habt, könnt Ihr die iPhone-Suche übrigens trotzdem starten. Klickt dazu, statt den Code einzugeben, einfach auf „iPhone-Suche“ unterhalb der Passcode-Eingabe oder gebt direkt die URL https://www.icloud.com/find/ ein.

Kein zusätzliches Apple-Gerät zur Hand? Kein Problem, Ihr könnt Euer iPhone trotzdem finden.
Kein zusätzliches Apple-Gerät zur Hand? Kein Problem, Ihr könnt Euer iPhone trotzdem finden.

Anschließend zeigt Euch iCloud den letzten bekannten Standort Eures iPhones auf der Karte an. So könnt Ihr gezielt herausfinden, wo es sein könnte, etwa in Eurer Lieblingskneipe, auf dem Weg nach Hause im Gebüsch, einfach irgendwo in Eurem Rucksack zuhause – oder in den Händen eines ziemlich dämlichen Diebes. Dämlich? Dazu später.

iPhone-Dieb ärgern, iPhone nach Diebstahl sperren und Finder benachrichtigen

Denn Apple hat mit der iPhone-Suche eine praktische Möglichkeit etabliert, die Geräte aus der Ferne zu deaktivieren. Das geht natürlich nur, solange die Geräte online sind. Das iPhone muss also an und mit dem Internet verbunden sein. Klickt dazu Euer Gerät auf der Karte unter iCloud.com an und anschließend auf den Info-Knopf. Ein Menü öffnet sich, in dem Ihr drei Möglichkeiten habt:

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  • Ton wiedergeben
  • Modus „Verloren“ und
  • iPhone löschen
Ihr habt mehrere Optionen zur Auswahl.
Ihr habt mehrere Optionen zur Auswahl.

iPhone: Ton auf verlorenen Geräten wiedergeben

Option 1 ist ideal, wenn Ihr wisst, dass das iPhone nicht gestohlen ist und Ihr es einfach am auf der Karte angezeigten Ort nicht finden könnt. Klickt auf „Ton wiedergeben“, und das iPhone schreit sozusagen um Hilfe: Das penetrante Geräusch geht durch Mark und Bein! Dadurch könnt Ihr es recht schnell finden. Einen potentiellen Dieb könnt Ihr mit der Funktion natürlich ein bisschen ärgern. Der kann Euer Gerät schließlich nicht entsperren, allerdings kann er das Signal mit dem Stumm-Schalter deaktivieren. Allerdings wird das Signal auch gegeben, wenn das iPhone per Schalter stumm geschaltet ist.

Das nervige Geräusch dürfte dafür sorgen, dass Euer iPhone gefunden wird.
Das nervige Geräusch dürfte dafür sorgen, dass Euer iPhone gefunden wird.

Den „Verloren“-Modus des iPhone aktivieren

Ist Euer iPhone auch durch den Ton nicht auffindbar, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass es entweder gestohlen wurde. Oder dass jemand es gefunden und mitgenommen hat. In beiden Fällen hilft Euch der „Verloren“-Modus: Klickt Ihr diesen an, wird Euer iPhone gesperrt und zeigt stattdessen eine Nachricht an. Der Finder – oder Dieb – kann jetzt nichts mehr mit dem Gerät anfangen, außer die von Euch per iCloud eingegebene Nummer anrufen. Das geht praktischerweise direkt mit dem iPhone. Findet Ihr das iPhone dann doch noch selbst wieder, könnt Ihr den Verloren-Modus übrigens ganz einfach mit dem normalen Zugangscode des Geräts aufheben.

Mit der Nachricht an den Finder helft Ihr ehrlichen Findern, Euch Euer iPhone zurück zu geben.
Mit der Nachricht an den Finder helft Ihr ehrlichen Findern, Euch Euer iPhone zurück zu geben.

Vorsicht bei „iPhone löschen“!

Die dritte Option ist übrigens nicht uneingeschränkt empfehlenswert: „iPhone löschen“ mag zunächst nach einer klugen Idee klingen, allerdings solltet Ihr wissen, dass der Dieb ohne den Passcode des Geräts nicht an die Daten kommt und das Gerät auch nicht nutzen kann. Die Option „iPhone löschen“ setzt das iPhone auf Werkseinstellungen zurück – und deaktiviert damit auch die Suchfunktion! Ihr solltet das Löschen also nur durchführen, wenn Ihr wirklich sicher seid, dass Euer Gerät in den Händen finsterer Mächte wie dem FBI ist.

Die Fernlöschung ist in den meisten Fällen keine wirklich sinnvolle Option.
Die Fernlöschung ist in den meisten Fällen keine wirklich sinnvolle Option.

Umgekehrt könnt Ihr die Funktion aber auch zu Euren Gunsten nutzen: Habt Ihr etwas vor dem Verkauf vergessen, ein iPhone zurückzusetzen und der Käufer ist schon wieder weg, könnt Ihr es zunächst mit der Option löschen und anschließend aus Eurem iCloud-Konto entfernen. Dadurch könnt Ihr das iPhone aus der Ferne freigeben.

iPhones sind für Langfinger uninteressant

Nun aber endlich zu den dummen Dieben: Wer iPhones klaut, ist selber schuld, denn benutzen kann es der Dieb mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht. Denn mehr als den Preis für die ausgeschlachteten Komponenten und Gehäuseteile wird ein solches Gerät nicht bringen. Allerdings hat sich inzwischen auf Ebay und Co. ein Handel für Geräte mit iCloud-Sperre – höchstwahrscheinlich Hehlerware – etabliert. Solche Geräte sind günstig – möglich, dass der ein oder andere glaubt, er könnte ein Passwort oder eine iCloud-Sperre knacken. Insgesamt ist es heutzutage aber ziemlich dämlich, ein iPhone zu klauen: Für den Dieb ist es nämlich Kernschrott, sofern er es nicht rechtzeitig abschaltet und sich anschließend ohne Internetverbindung erfolgreich am Passcode zu schaffen macht.

Mit einem echten Passwort schützt Ihr das iPhone am besten.
Mit einem echten Passwort schützt Ihr das iPhone am besten.

Passcode und andere Vorsorgemaßnahmen

Genau deshalb ist es übrigens so wichtig, einen möglichst sicheren Passcode in dem Gerät zu hinterlegen. Face-ID und Touch-ID sind immer ebenfalls an diesen Passcode gekoppelt, er dient als Fallback, falls die beiden anderen Methoden nicht funktionieren. Außerdem müsst Ihr den Passcode immer eingeben, wenn Ihr das Gerät neu startet. Genau deshalb sollte der Code möglichst sicher sein, 0000, 1234, 9999 oder ähnliche Zahlenfolgen sind sehr offensichtlich und leicht zu erraten. Genau deshalb solltet Ihr einerseits für einen sicheren Passcode sorgen, etwa indem Ihr statt des 4-stelligen Passcodes einen 6-stelligen oder sogar ein richtiges Passwort. Und andererseits solltet Ihr noch ein zusätzliches Sicherheitsnetz etablieren: Warum nicht einfach einen potentiellen Dieb ärgern, indem Ihr eine automatische Löschung aktiviert? Die entsprechende Option findet Ihr unter Einstellungen -> Face-ID & Code/Touch-ID &Code ganz unten: Schaltet einfach „Daten löschen“ nach 10 Fehlversuchen an. Aber Achtung: Auch in diesem Fall ist das iPhone anschließend nur noch durch Euch über Euren iCloud-Account verwendbar und die Such- und Benachrichtigungsoptionen fallen weg!

Ist diese Option aktiviert, wird das iPhone nach 10 Fehleingaben gelöscht.
Ist diese Option aktiviert, wird das iPhone nach 10 Fehleingaben gelöscht.

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Christian Rentrop

Freier Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Blogger und Journalist in Totholzwäldern, auf digitalen Highways und mit der Vespa GTS 300 oder meinem Hund in der echten Welt unterwegs. Neuerdings Girldad. Spendier‘ mir einen Kaffee.

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