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Linux: Über 1.000 Varianten im Browser ausprobieren

So bekommt Ihr einen schnellen Eindruck von der Linux-Distri Eurer Wahl - ganz ohne Installation und virtuelle Maschinen.

Normalerweise ist das Thema Linux hier auf Tutonuaut.de ja eine Mirco-Domäne. Doch manchmal stolpere ich auch über den Raspberry Pi hinaus über Linux-Projekte, die mir einfach imponieren. Ein eben solches ist Distrotest. Die Seite lässt Euch unzählige Linux-Varianten mitsamt verschiedener Desktops ausprobieren – und zwar ganz ohne Installation und direkt in Eurem Browser. Selbst auf dem iPad könnt Ihr damit in Linux reinschnuppern, mehr Spaß macht es aber zugegebenermaßen am PC oder Mac. So oder so: Wenn Ihr Euch auch nur im entferntesten für Linux interessiert, solltet Ihr einen Blick auf Distrotest werfen.

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Distrotest.net: Linux im Browser nutzen

Ihr wollt die 32 Linux-Distributionen aus Mircos famosen Linux-Quartett ausprobieren, ohne gleich eine virtuelle Maschine einzurichten? Ihr wollt selbst checken, warum MX Linux so beliebt ist? Ob Christian Recht damit hat, dass Elementary OS ein besonders schönes Linux ist? Oder wollt Ihr einfach schnell eine der verschiedenen Desktop-Oberflächen für Ubuntu, Mint und Co. ausprobieren? Für alles ist Distrotest.net eine hervorragende Anlaufstelle.

Linux-Versionen Distrotest
Vier Linux-Varianten von weit über 1.000, die Distrotest bietet – sehr schöner Service.

Der Gratis-Dienst lässt Euch an die 300-Linux-Distris  in verschiedenen Versionen und mit unterschiedlichen Desktops direkt in Eurem Browser testen. Dazu startet die Seite über den QEMU-Emulator eine virtuelle Maschine, zu der Ihr Euch via VNC verbindet. Distrotest startet dazu in der Regel eine Live-CD der Linux-Variante Eurer Wahl. So bekommt Ihr einen guten ersten Eindruck der grafischen Benutzeroberfläche und könnt Euch durch die Menüs, vorinstallierten Programme etc. klicken.

Viel mehr ist tatsächlich nicht drin: Leider sind die Browser-Linuxe nicht mit dem Internet verbunden. Ihr könnt also keine neue Software installieren oder anderen Spökes veranstalten. In der FAQ von Distrotest heißt es dazu trocken:

Have the systems a internet connection ?
Short answer: no.
No system have a internet connection.
Because some people did forbidden things with it.

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Tjoa. Trotzdem dürfte Distrotest.net für Linux-Interessierte eine interessante Anlaufstelle sein. Ich habe beim Schreiben dieses Tutos eine Reihe unterschiedlicher Distros ausprobiert, darunter das Open-Source-Windows ReactOS.

(* = Affiliate-Link / Bildquelle: Amazon-Partnerprogramm)
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So funktioniert der Linux-Test im Browser

Die Nutzung von Distrotest ist auch für blutige Linux-Amateure (…wie mich hust) einfach verständlich. Sucht Euch in der Systemliste den Linux-Geschmack Eurer Wahl aus und klickt auf Start. Ihr landet nun in einer (meiner Erfahrung nach kurzen) Warteschlange. Sobald Ihr dran seid, öffnet Ihr mit einem Klick auf Open VNC-Viewer ein neues Browser-Fenster.

Distrotest QEMU User Browser
Benutzername und Passwort für die Linux-Distri findet Ihr auf der Übersichtsseite.

Hier lädt nun das Linux Eurer Wahl. Meist landet Ihr direkt auf dem Deskop oder dem Terminal, manchmal müsst Ihr aber auch die Benutzerdaten von der Übersichtsseite eintippen. Öffnet sich das Boot-Menü, wählt Ihr in der Regel den Eintrag Boot Live-CD oder ähnliches. Im Linux angekommen könnt Ihr nach Belieben mit der Umgebung herumspielen. Seid Ihr fertig, klickt Ihr idealerweise auf der Übersichtsseite auf System stop, um die Ressource für andere Tester freizugeben.

Sehr nett das alles. Im Abschnitt New Systems bekommt Ihr jederzeit einen Einblick in die neuesten Linux-Versionen, die Ihr ausprobieren könnt. Gefällt Euch eine Variante, geht’s weiter in der virtuellen Maschine oder vielleicht sogar auf Eurem PC. Wie auch immer Ihr Euch entscheidet: In unserer Linux-Ecke findet Ihr jede Menge Tipps und Tricks rund um das Open-Source-System.

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Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

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