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Linux-Quartett – Distri-Impressionen 23: Raspberry Pi Desktop

raspi

Raspbian für den Desktop = Raspberry Pi Desktop = Verwirrung ;) Ob sich der schmale Raspi-Desktop auch auf einem PC gut macht = ?

Raspbian ist ein Debian-Derivat für den Raspberry Pi – was darf man da von einer Desktop-Variante erwarten? Vermutlich Minimalismus. Und einen merkwürdigen Namen … Wäre Raspbian Desktop nicht irgendwie logischer als Raspberry Pi Desktop? Aber egal, der hauseigene Desktop PIXEL bereichtert die Linux-Welt und Debian ist immer eine gute Basis. Vielleicht kann das System ja bei den Leichtgewichten punkten.

Über Linux-Distri-Impressionen

Ausführliche Infos: Quartett-Artikel und Distri-Impressionen-Übersicht. Hier nur ganz kurz zur Einordnung: Die Distri-Impressionen sind für das Quartett quasi „nebenher“ entstanden und sind keine tiefschürfen oder technischen Analysen. Es geht hier um das, was mir bei Installation, Einrichtung und Herumspielerei mit Desktop, Einstellungen und Tools aufgefallen ist. Was mich langweilt, was mich begeistert.

raspberry pi desktop
Die Boot-Zeit ist top – könnte stechen.

Raspberry Pi Desktop mit PIXEL

Die Installation in VirtualBox verläuft problemlos, für die Gast-Erweiterungen muss ich ein wenig kämpfen: Das Installationsskript will von der virtuellen CD partout nicht laufen – aus dem Home-Verzeichnis läuft es problemlos durch und nach einem Reboot gibt’s dann auch Vollbild. Ansonsten sieht es erwartungsgemäß schmal aus: Ein paar Entwicklungs-Tools, Office, Mail, Browser und ein paar weitere Basics. Es gibt ein paar Raspi-spezifische Einstellungen, aber insgesamt nur eine sehr rudimentäre Systemsteuerung. Immerhin gibt es ein einfaches Software-Center, das Nachinstallationen einfach macht.

Der Desktop selbst ist schlicht grau, effektlos und längst nicht so aufpoliert wie die meisten großen Desktop-Umgebungen. Dafür ruckelt und verzögert aber auch nichts. Für einen normalen Desktop-Rechner gibt es wohl kaum einen Grund, Raspberry Pi Desktop zu nutzen. Aber als Zentrale für die heimische Raspi-Armee, warum nicht? Übrigens: Mit gut 6 Gigabyte Festplattenbedarf nach der Standardinstallation ist das OS nicht gerade winzig – mit 33 Sekunden Boot-Zeit aber verdammt schnell.

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PIXEL ist etwas altbacken und sehr rudimentär – aber für Uraltrechner, warum nicht?!
Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Stichwortschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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