Apple schützt Euren Mac mit macOS 10.13.3 besser vor der Meltdown-Sicherheitslücke. Dass dem so ist, erfahrt Ihr aber nicht vom System…

Apple hat die finale Version von macOS High Sierra 10.13.3 veröffentlicht, die Ihr durchaus installieren solltet. Denn: Das Update härtet Euren Mac weiter gegen die fiese Sicherheitslücke Meltdown ab, was ja nun nicht eben unwichtig ist. Warum Apple darauf zumindest im deutschsprachigen Changelog nicht hinweist, kann ich mir persönlich nicht erklären.

Apple hält sich bedeckt

Ruft Ihr über Über diesen Mac – Software-Update die Update-Details zu macOS 10.13.3 auf, steht da zwar was von Verbesserungen in Sachen Stabilität und Sicherheit, wirkliche Details gibt es aber nicht. Im Changelog heißt es lediglich, dass die Nachrichtensortierungen in der Nachrichten-App korrigiert wurde. Wow.

macOS Meltdown

Sortiert Nachrichten. Schützt gegen Meltdown. Aber letzteres ist nicht so wichtig ;)

Auch den Klick auf die verlinkte Infoseite zum Thema Sicherheit bringt wenig Erhellendes zum Vorschein. Zumindest Stand dieses Tutos sind die neuesten Infos vom 8. Januar 2018 und damit gut zwei Wochen alt. Erst auf der US-Seite von Apple finden sich dann die entscheidenden Informationen:

Impact: An application may be able to read kernel memory (Meltdown)

Description: Systems with microprocessors utilizing speculative execution and indirect branch prediction may allow unauthorized disclosure of information to an attacker with local user access via a side-channel analysis of the data cache.

Neben einem Haufen anderer Sicherheitsupdates, die ebenfalls nicht unkritisch klingen.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde die vergleichsweise schnelle und scheinbar auch funktionierende Vorgehensweise von Apple gegen Meltdown und Spectre begrüßenswert. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Gegenmaßnahmen auch im Update-Bereich erwähnt werden sollten. Klar, „normale“ Menschen interessieren sich nicht für kryptische Sicherheitspatches. Doch Meltdown und Spectre haben es bis in die Tagesschau geschafft und sollten damit deutlich mehr Leuten ein Begriff sein, als es beispielsweise Rowhammer oder auch die Krack-Attack waren.

Freilich heißt ein nicht-installiertes Update nicht zwangsläufig, dass Euer Mac in unmittelbarer Gefahr ist. Trotzdem wäre ein Hinweis meiner Meinung nach nicht verkehrt – oder wie seht Ihr das?

Update gegen Meltdown auch für Sierra und El Capitan

Schön: Nicht nur das aktuelle macOS High Sierra sondern auch die Vorgängerversionen Sierra und El Capitan erhalten die Fixes gegen Meltdown. Wie gesagt: Apple macht hier eigentlich vieles richtig, aber sie dürfen es ruhig sagen ;) Falls Ihr mit Windows arbeitet zeigen wir Euch in diesem Tuto, wie Ihr Euer System auf die Anfälligkeit für Spectre und Meltdown checken könnt.

Weitere Tipps, Tricks und auch Rants rund um macOS und Co. gibt es wie immer in unserer Apple-Ecke.

Über den Autor

Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

Wie und womit ich tagtäglich arbeite, erfahrt Ihr hier.

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