Neue Dateien müssen unter Windows umständlich über das Kontextmenü des Explorers erstellt werden – das geht aber auch über ein simples Kürzel wie Win+N.

Wenn man im Windows Explorer eine neue Datei erstellen will, muss man sich durch das Datei- oder Kontextmenü des aktuellen Ordners klicken – ein simples Tastenkürzel wie Win+N oder so wäre doch deutlich einfacher, oder?! Mit AutoHotkey lässt sich das problemlos bewerkstelligen – und so geht’s:

Übrigens: Ihr könnt auf die gleiche Weise beliebige Maus-Aktionen im Explorer automatisieren, nicht nur neue Dateien anlegen!

Neue Datei per Tastenkürzel

AutoHotkey ist eine wunderbar einfache Automatisierungslösung, die sich perfekt als Textbausteinsystem oder zur systemweiten Auto-Vervollständigung nutzen lässt. Ein AutoHotkey-Skript ist eine simple Textdatei mit der Endung AHK – einmal gestartet, stehen alle Funktionen Windows-weit zur Verfügung. Tipp: Ihr könnt in ein AHK-Skript unterschiedlichste Funktionen packen – es genügt also meistens eine einzelne Datei wie MeineTools.ahk.

Für ein Tastenkürzel WIN+N zum Erstellen einer neuen (Text-) Datei benötigt Ihr folgenden Code:

#IfWinActive, ahk_class CabinetWClass
#n::
Send {Alt}
Send Down 
Send n
Send t
Exit

Die erste Zeile bestimmt, dass das Makro nur funktioniert, wenn ein Explorer-Fenster geöffnet ist. #n definiert den Shortcut Win+N, anschließend wird schlicht die Navigation durch das Menü simuliert: Alt aktiviert das Datei-Menü, Down klappt es auf, n ruft den Unterpunkt „Neu“ auf und t wählt die Textdatei – an dieser Stelle könnt Ihr natürlich auch alternativ Kürzel für ZIP-Dateien oder sonst etwas verwenden. Ruft einfach dass Kontextmenü und dann den Unterpunkt „Neu“ auf und wählt den unterstrichenen Buchstaben des gewünschten Dateityps.

tastenkürzel-win-n

Win+N erledigt den Menükram für Euch.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, Ex-BSI'ler, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 26 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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