Smartphone-Kameras tun sich mit Aufnahmen bei Gegenlicht schwer. Mit der richtigen App lassen sich die Fotos aber korrigieren. Wir zeigen, wie Ihr es macht

Moderne Smartphone-Kameras ersetzen immer häufiger die Einsteiger-Knipse. Eine Herausforderung für die Kameras von iPhone, Android und Konsorten sind Fotos, die bei Gegenlicht aufgenommen werden. Die Standard-Kamera-Apps neigen dazu, Bilder bei Sonneneinstrahlung stark abzudunkeln, wodurch von der einzigartigen Stimmung nicht viel übrig bleibt. Praktischerweise könnt Ihr die Fotos aber direkt auf dem Smartphone bearbeiten und mit wenig Aufwand mehr aus ihnen herausholen.

Ein hervorragendes Werkzeug dafür ist die kostenlose App SnapSeed, die es für Android und iOS gibt. Im Beispiel korrigieren wir unter iOS ein Bild von einem Sonnenuntergang, bei dem der Vordergrund zu dunkel geworden ist; die Bedienung von SnapSeed funktioniert unter Android aber genauso.

1. SnapSeed installieren und Foto öffnen

Ladet Euch SnapSeed aus dem AppStore bzw. dem Google Play Store herunter und öffnet das zu bearbeitende Bild, indem Ihr auf das Plus-Symbol drückt und „Aus dem Fotoarchiv“ auswählt; bei Android wählt Ihr oben rechts das Kamera-Symbol und dann „Foto auswählen“.

2. Horizont der Fotos begradigen

Vor der eigentlichen Belichtung sorgen wir zunächst dafür, dass der Horizont gerade ausgerichtet wird. Klickt dazu im Hauptmenü auf „Straighten“. Nun richtet Ihr das Foto an den Linien aus, bis der Horizont begradigt ist. Übernehmt die vorgenommenen Änderungen mit dem Pfeil nach rechts.

3. Gegenlicht mit Kontrast und Co. korrigieren

Über „Tune Image“ könnt Ihr die generellen Eigenschaften des Fotos anpassen. Per Wischbewegung nach oben und unten wechselt Ihr zwischen der Anpassung von Kontrast, Helligkeit, Sättigung und so weiter, ein Fingerstreich nach links oder rechts passt die Werte an.

4. Bestimmte Foto-Bereiche bearbeiten

Wenn das noch nicht genügt, wechselt in das Menü „Selective Adjust“. Hier fügt Ihr über das Plus-Symbol Bearbeitungspunkte hinzu. Mit diesen ändert Ihr Helligkeit, Kontrast und Sättigung nur in den ausgewählten Teilen des Bilds; wie groß der Radius eines Anpassungspunkt ist, bestimmt Ihr ganz einfach per Fingerzoom.

5. Effekte hinzufügen und Foto speichern

Bei Bedarf könnt Ihr das Bild nun noch mit weiteren Effekten versehen, etwa einen Instagram-mäßigen Retro-Look oder eine Grunge-Struktur. Seid Ihr mit den Änderungen an Eurer Aufnahme zufrieden, speichert Ihr sie, indem Ihr auf das Pfeilsymbol am oberen Bildschirmrand klickt. Auf Wunsch könnt Ihr das Ergebnis gleich über die Teilen-Funktion von SnapSeed bei Twitter, Facebook, Google+ oder per Mail veröffentlichen.

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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