Viren und Schadprogramme tarnen sich traditionell als vermeintlich harmlose Dateien. Lasst die Dateiendungen in Windows anzeigen, um Euch davor zu schützen.

Windows ist und bleibt ein Hort für Viren und andere Schadsoftware. Die kann man sich zwar mittlerweile sogar ohne eigene Schuld einfangen, oft sind es aber nach wie vor unbedachte Klicks auf E-Mail-Anhänge, die zur Infektion des eigenen Rechners führen. Denn: Wenn das vermeintliche Word-Dokument in Wirklichkeit ein ausführbarer EXE-Virus ist (und der Virenscanner das nicht gleich erkennt), ist der Schaden schnell groß. Davor kann man sich aber einfach schützen. 

Ihr müsst lediglich dafür sorgen, dass der Windows Explorer die echten Dateieendungen anzeigt. Wenn eine Datei nämlich nicht mehr „Rechnung.docx“ sondern „Rechnung.docx.exe“ heißt, sollten automatisch die Alarmglocken schrillen 😉 Unabhängig vom Sicherheitsaspekt ist die Anzeige der Dateiendungen in Windows auch nützlich, um auf einen Blick das korrekte Dateiformat zu sehen (beispielsweise, ob ein Bild als PNG oder als JPG auf der Festplatte liegt).

Um die Dateiendungen anzeigen zu lassen, geht Ihr folgendermaßen vor:

1. Explorer-Optionen öffnen

Startet den Windows Explorer und ruft die Ordner-Optionen auf. Unter Windows 10 klickt Ihr dazu auf „Ansicht-Optionen“, in älteren Windows-Versionen findet Ihr die Optionen unter „Extras-Ordneroptionen“.

2. Anzeige der Dateiendungen einschalten

Wechselt in den Ordneroptionen von Windows auf den Reiter „Ansicht“. Hier könnt Ihr eine Menge praktische Einstellungen für den Windows Explorer vornehmen. Uns interessiert an dieser Stelle aber vor allem der Eintrag „Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden ausblenden“. Deaktiviert diesen Eintrag und übernehmt die Änderungen mit „Ok“.

Mit dieser Option könnt Ihr die Sicherheit Eures Systems mit einem Klick verbessern

3. Windows zeigt Dateiendungen an

Ab sofort zeigt der Windows Explorer alle Dateinamen inklusive Ihrer Erweiterung an, anstatt diese bei „bekannten“ Dateitypen auszublenden. Das ist zwar weniger schön, dafür aber deutlich sicherer als die Standardeinstellung. Unabhängig davon, dass Ihr unbekannte Dateien ohnehin nicht einfach so öffnen solltet, könnt Ihr nun sehr viel einfacher feststellen, ob es sich um ein ausführbares Programm, ein Batch-Script oder ähnliche potenzielle Gefahrenquellen handelt.

Seems legit… Das heißt… Nope!

Einzige kleine Einschränkung dieser Methode: Wenn Ihre eine Datei umbenennt, müsst Ihr in Zukunft darauf achten, dass Ihr nicht aus Versehen die Dateiendung löscht. Windows weiß dann nämlich nicht mehr, was es mit einer Datei anfangen soll. Immerhin markiert der Explorer die Endung beim Umbenennen nicht mit, sodass ein Fehler in der Richtung eher unwahrscheinlich ist.

Ihr wollt noch mehr Tipps und Tricks zu Windows 10? Haben wir! Ein freundlicher Klick auf diesen Link führt Euch hin 🙂

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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