So repariert Ihr die Datei-Zugriffsrechte unter OS X „El Capitan“ und neuer mit dem Terminal – obwohl die Option jetzt im Festplatten-Dienstprogramm fehlt.

Apple hat mit dem Update auf Mac OS X 10.11 „El Capitan“ beschlossen, die Reparatur der Zugriffsrechte für bessere Zuverlässigkeit des Systems aus dem Festplattendienstprogramm zu entfernen. Die Funktion soll nun automatisch laufen, manuelles Reparieren der Zugriffsrechte sei, so Apples Wille, künftig nicht mehr nötig. Dass das nicht so ganz stimmt, zeigt die manuelle Funktion zur Rechtereparatur: Auf einem Macbook Pro 15″ gab es da nämlich einiges zu reparieren.

Zugriffsrechte manuell prüfen

Zunächst könnt Ihr die Zugriffsrechte prüfen lassen. Gebt dazu
sudo /usr/libexec/repair_packages --verify --standard-pkgs /
im Terminal (zu finden unter /Programme/Dienstprogramme/) ein. Bestätigt mit der Eingabetaste und gebt anschließend Euer Administrator-Passwort ein. Die Überprüfung läuft auf dem ganzen System, ohne dass es etwas geändert wird. Bei mir war das eine laaaaaange Liste von Dateien, die zwar meist was mit Druckertreibern zu tun hatten – aber genau damit hatte ich in den letzten Wochen seit dem El-Capitan-Update auch öfter Probleme. Dieser Schritt muss nicht zwangsläufig durchgeführt werden: Ihr könnt ihn auch überspringen.

Von wegen automatisch: Die manuelle Reparatur der Zugriffsrechte fördert so einiges zutage.

Zugriffsrechte reparieren

Vermutlich spuckt Euch der Check eine Reihe von Dateien mit fehlerhaften Dateirechten aus. Das Problem: Die falschen Unix-Berechtigungen können Probleme im Betrieb verursachen, weshalb sie repariert werden sollten. Gebt also
sudo /usr/libexec/repair_packages --repair --standard-pkgs --volume /
im Terminal ein und bestätigt erneut mit dem Admin-Passwort. Die Reparatur der Rechte läuft nun durch, was eine Weile dauern kann. Anschließend sollte der Rechner wieder problemlos seine Arbeit verrichten.

Nach Abschluss der Reparatur landet Ihr wieder in der Kommandozeilen-Eingabe.

(via)

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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