Ein EasyAcc-Ventilator in einer Lileng-Verpackung? Natürlich. Ein USB-Hub mit fixem 10-cm-Kabel? Tolle Idee! Lieblosigkeit Ahoi – aber immerhin: es taugt.

Irgendwie lieben wir doch alle den ollen China-Rödel, oder? MP3-Player für keine 5 Euro, gar nicht mal so schlechte Bluetooth-Boxen für’n Appel und’n Ei und so weiter. Heute sind zwei USB-Teilchen eingeflogen, die so gar nicht nach schlitzohrigem Charme anmuten: Ein aktiver USB-3.0-Hub und vor allem ein USB-Ventilator „von EasyAcc“, irgendwie …

Die Länge zählt

Zuerst zum größeren Ärgernis: Der USB-3.0-Hub von primewire fällt ein wenig aus dem Rahmen, da er keilförmig ist – wodurch die Buchsen besser zu erreichen sind. Dass das Design an Apple-Mist erinnert, nun gut, da muss ich wohl mit leben. Aber warum zum Geier ist das verdammte USB-Kabel ungefähr 10 cm kurz? Ich brauche kein Riesenkabel, um den Hub im Keller aufzustellen, aber ein 7-fach-Hub soll wohl selten hinter dem Tower hängen … Für Laptops, na gut. Aber so? Ziemlicher Mumpitz, vor allem wenn man „Premiumkabel“ heißt. Naja, ich habe Glück und einen Monitor mit eigenem USB-Hub, so dass das Teil doch noch platziert werden konnte – andernfalls wäre ein Verlängerungskabel fällig. Und nebenbei: Für 24,85 Euro kann man das Ding nicht mal Billig-Rödel nennen. Schwach.

hub

Primewire? Nein, das Premiumkabel ist zu kurz, viel zu kurz.

Ventilator von nicht EasyAccs

Jaaaa, ok, bei China-Rödel ist eines eh klar: Ein und dasselbe Teil bekommt Ihr unter etlichen Labels. Wir haben hier und da auch EasyAcc-Teile getestet und ich könnte nicht sagen, ob EasyAcc mehr ist als nur eine Chinesin mit einem Sack voll EasyAcc-Aufklebern ist. Aber der 12,99-Euro-USB-Ventilator ist schon der Knaller der Lieblosigkeit: Ordentlich verarbeitet ist er, die beiden Stufen sind (noch) erträglich leise und machen halbwegs Wind und der Clip ist wirklich wirklich kräftig. Aber die Verpackung spricht deutliche Worte: Lileng 835 heißt das Produkt. Lileng, überall auf der Packung. Und EasyAcc? Irgendwann findet man einen 1-cm-kleinen EasyAcc-Aufkleber. Und auch der Ventilator selbst „punktet“ mit dem Vertrauen schaffenden Label. Aber mal ernsthaft: Wäre eine eigene Verpackung zuviel verlangt? Wie soll der Kunde denn im Laden die EasyAcc-Variante von den baugleichen XYZ-Varianten unterscheiden? Ach ja, ich vergaß, alles nur online … Und außerdem egal.

lileng

Wo Lileng drau steht, ist auch EasyAcc drin.

ventilator

EasyAcc – die Marke des Vertrauens ;)

Nun denn, immerhin entlarvt „EasyAcc“ mit diesem Kunstgriff die Sinnlosigkeit von (Pseudo-)Markenprodukten :) Übrigens: Sowohl der Hub als auch der Ventilator sind von dem Kleinkram abgesehen völlig in Ordnung, der Hub sieht sogar richtig gut aus und die Metalloberfläche fühlt sich auch noch wertig an.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Stichwortschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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