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Corona-Impfung: So meldet Ihr die Nebenwirkungen

Seit einigen Monaten ist es möglich, sich gegen das bek*ckte Corona-Virus impfen zu lassen. Unabhängig aller Diskussionen um Impfpriorisierung, Terminvergabe, die verschiedenen Wirkstoffe und co. ist das grundsätzlich eine gute Sache. Da jede Impfung aber auch Nebenwirkungen haben kann, die je nach Mensch und Impfstoff zwischen fast nicht vorhanden und extrem heftig ausfallen können, ist es wichtig, diese auch ordentlich zu dokumentieren. Das Paul-Ehrlich-Institut führt aus diesem Grund Befragungen zu den Corona-Impfnebenwirkungen durch, an der Ihr ganz einfach teilnehmen könnt – übrigens auch dann, wenn es Euch nach der Impfung blendend geht ;-)

Impfnebenwirkungen per SafeVac-App melden

In den Impfunterlagen findet Ihr auf der letzten Seite den etwas verlorenen Hinweis, dass Ihr Impfnebenwirkungen über die SafeVac-2.0-App der Bundesregierungen melden könnt. Ihr findet die App für Android im Google Play Store und für das iPhone im App Store. Die App fungiert als Impftagebuch und fragt Euch zu bestimmten Zeitpunkten nach den Impfterminen nach Eurem derzeitigen Befinden. Blöderweise müsst Ihr Euch spätestens 48 Stunden nach der zweiten Impfung registrieren, um an der Befragung teilnehmen zu können. Immerhin könnt Ihr nachträglich noch mögliche Beschwerden der Erstimpfung erfassen.

Nach dem Start führt Euch ein Assistent durch die Einrichtung der App. Hier könnt Ihr bei Bedarf auch ein Passwort vergeben, damit niemand Schindluder mit der Befragung anrichten kann. Anschließend wählt Ihr aus, ob Ihr die erste oder zweite Dosis bekommen habt und folgt den Abfragen der App. Dabei müsst Ihr den verwendeten Impfstoff sowie dessen Chargennummer eintragen – beides findet Ihr in Eurem Impfpass sowie den Impfunterlagen.

Mit wenigen Schritten registriert Ihr Euren Impftermin in der App.

Zurück auf der Startseite der App könnt Ihr nun eintragen, wie Ihr Euch zu den verschiedenen Zeitpunkten nach der Impfung gefühlt habt. Das funktioniert auch rückwirkend. Wählt einfach die entsprechenden Zeiten und gebt an, ob Ihr nach der Impfung Beschwerden hattet oder auch nicht. Anschließend könnt Ihr sowohl die Art und Weise der Beschwerden als auch weitere Infos eintragen. Habt Ihr beispielsweise Medikamente genommen, solltet Ihr das unbedingt mit eintragen, um mögliche Wechselwirkungen zu erörtern.

Ihr könnt Eure Impfbeschwerden unkompliziert melden. Auch solltet Ihr nach Möglichkeit mitteilen, wenn Ihr gar nichts hattet ;-)

Das war es auch schon. Die Daten werden an das PEI übertragen und dort evaluiert. Auf seiner Homepage gibt das Paul-Ehrlich-Institut weitere Einblicke in das Wie und Warum der Datenerhebung über SafeVac 2.0

Alternative: Impfnebenwirkungen per Formular melden

Solltet Ihr für die App zu spät dran sein oder einfach keine Lust auf eine weitere Handyapp haben, könnt Ihr mögliche Impfkomplikationen natürlich auch auf andere Arten melden. Am einfachsten ist es, das Formular auf der Homepage des Bunds zu nutzen. Hier tragt Ihr einfach Eure Daten ein und teilt damit dem Paul-Ehrlich-Institut mit, ob und in welchem Umfang Ihr von den Nebenwirkungen eines Covid-Impfstoffes betroffen ward.

Per Online-Formular könnt Ihr ebenfalls mögliche Nebenwirkungen der Covid-Impfung melden.

Darum solltet Ihr die Impfnebenwirkungen melden

Vor allem bei vergleichsweise jungen Wirkstoffen fehlt es logischerweise an Langzeiterfahrungen sowie die Daten zu bestimmten, seltenen Kombinationen gesundheitlicher Zustand. Bei meiner Mutter war es beispielsweise so, dass sie zwar durch diverse Vorerkrankungen theoretisch schon früh auf den Impflisten stand, allerdings verschiedene Medikamente mit teils starken Nebenwirkungen nehmen muss, die in den Zulassungsstudien der Impfstoffe schlicht nicht vorkamen. Erst nach einigen Monaten und mit umfangreichen Daten aus anderen Ländern wie Israel gab es dann das „Go“ für sie, was natürlich gut war.

Gleichzeitig gibt es ja auch immer mal wieder neue Meldungen zu bestimmten Komplikationen mit den diversen Impfstoffen, nachzulesen aus erster Hand etwa bei den Rote-Hand-Briefen des PEI. Genau in solchen Fällen sind die Daten die das Paul-Ehrlich-Institut und andere internationale Forschungseinrichtungen über die Befragung leichter auf den Grund gehen.

Alleine im Juni 2021 gab das PEI zwei neue Warnungen zu AstraZeneca heraus. Daten wie die aus der Impfbefragung helfen bei der Evaluierung von Arzneimittelrisiken.

Übrigens solltet Ihr die Befragung unbedingt auch dann mitmachen, wenn Ihr eben keine oder nur leichte Nebenwirkungen der Impfung verspürt. Je mehr Menschen mitmachen, desto eindeutiger ist die Datenlage und desto besser lassen sich Impfgegner und Befürworter wieder an einen Tisch bringen – ist ja nicht verkehrt ;-) Das PEI beschreibt es ganz pragmatisch so:

Bei der regulären Erfassung von Verdachtsfällen von Impfnebenwirkungen im Rahmen der Spontanerfassung werden zwar Verdachtsfälle erfasst, nicht bekannt ist aber, wie viele Reaktionen aus unterschiedlichen Gründen nicht gemeldet werden. Die SafeVac 2.0-App ermöglicht es dem Paul-Ehrlich-Institut, quantitative Auswertungen zu den möglichen Nebenwirkungen zu machen, da die Anzahl der teilnehmenden Personen bekannt ist und unerwünschte Reaktionen tagesgenau dokumentiert werden. Mit dieser App erhält das Paul-Ehrlich-Institut nicht nur Informationen zu Verdachtsfällen von Nebenwirkungen, sondern auch zum Anteil der Impflinge, die die Impfung gut vertragen haben. Umso größer die Anzahl der teilnehmenden Personen, desto aussagekräftiger sind die entsprechenden Daten. 

Homepage des PEI

Bei mir war es übrigens so, dass ich die Situation meiner Mutter recht früh mit einer Biontech-Impfung dran war, was ich nun nicht unbedingt als „Geschenk“ empfinde. Aber naja… Bei mir war es so, dass ich mich nach der ersten Dosis im Mai bis auf ein wenig Schlappheit und einen schweren Impfarm erfreulicherweise gar nichts bemerkt habe. Nach der zweiten Runde im Juni ging es mir hingegen richtig dreckig.

Die ganze Nummer bringt natürlich nur dann etwas, wenn Ihr bei den Angaben auch ehrlich seid…

Ich beschreibe es gerne als den schlimmsten Kater meines Lebens in Kombination mit einer Packung Schlaftabletten, aber ohne dabei schlafen zu können. Zum Glück dauerte die Nummer in meinem Fall „nur“ gut zwei Tage – nicht toll, aber es gibt sicherlich in diesen Zeiten auch Schlimmeres. Ich habe die Symptome so wie sie waren an das PEI gemeldet und werde die kommenden Wochen im Auge behalten – wenn es dabei bleibt, will ich mich nicht beschweren. Wie war die Impfung für Euch? Schreibt es gerne in die Kommentare :)

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Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

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