Ohje: Wenn eine Nachricht zu früh oder an die falsche Adresse ging, kann das üble Folgen haben. Zum Glück lassen sich neuerdings WhatsApp-Nachrichten beim Empfänger löschen.

Hoppla, das war die falsche Nachricht an die richtige Person. Oder die richtige Nachricht an die falsche Person. Wohl jeder, der WhatsApp nutzt, kennt den „Senders Regnet“, der nach dem Klick auf den „Absenden“-Knopf auftritt. Doch was tun, wenn Lästereien über den Chef an den Chef statt an den Kollegen und schlüpfrige Nachrichten statt an die Holde an die Mutter gingen? Zum Glück könnt Ihr WhatsApp-Nachrichten zurückholen – und sie nachträglich beim Empfänger löschen.

WhatsApp-Nachricht nachträglich löschen – so geht’s

Das nachträgliche Löschen von WhatsApp-Nachrichten ist ein Kinderspiel – allerdings ist die Funktion relativ versteckt und nicht offensichtlich. Ihr – also sowohl Ihr, als auch der Empfänger – braucht zudem eine aktuelle WhatsApp-Version. Dafür funktioniert das Löschen dann aber sowohl in Chats, als auch in Gruppenchats. Und so geht’s:

1. Nachricht aufrufen

Nachdem Ihr die ungute Nachricht geschrieben habt, solltet Ihr sie schleunigst aus WhatsApp zurückholen. Sucht die Nachricht zunächst in Eurer Chat-Historie.

Hoppla: Das ging daneben!

Hoppla: Das ging daneben!

2. Löschen-Menü aufrufen

Tippt die böse Nachricht an und haltet sie mit dem Finger gedrückt. Daraufhin erscheint sowohl unter Android, als auch unter iOS das Kontext-Menü. Hier findet Ihr zunächst die reguläre Löschen-Funktion. Wählt diese aus.

Zum Glück gibt es den Löschen-Dialog...

Zum Glück gibt es den Löschen-Dialog…

3. WhatsApp-Papierkorb-Menü aufrufen

WhatsApp markiert jetzt die zu löschende Nachricht. Haltet nun das Papierkorb-Symbol (iPhone unten links, Android oben) gedrückt.

... der WhatsApp-Nachrichten nachträglich beim Empfänger löschen kann.

… der WhatsApp-Nachrichten nachträglich beim Empfänger löschen kann.

4. Nachricht für alle löschen

Daraufhin erscheint ein weiteres Menü: Ihr habt jetzt die Wahl zwischen „Für alle löschen“ und „Für mich löschen“. Wenn Ihr „für alle löschen wählt, wird die Nachricht nicht nur bei Euch, sondern auch bei allen Empfängern vernichtet.

Dazu müsst Ihr "Für alle löschen" auswählen.

Dazu müsst Ihr „Für alle löschen“ auswählen.

5. Sicherheitswarnung bestätigen

Anschließend zeigt Euch WhatsApp noch eine Sicherheitswarnung an. Erst nach Klick auf „OK“ ist die WhatsApp-Nachricht wirklich vernichtet.

Nach einer Sicherheitsabfrage...

Nach einer Sicherheitsabfrage…

6. Schaden begrenzen und freuen

Auf Eurem Handy seht Ihr jetzt eine leere Nachricht mit dem Inhalt „Diese Nachricht wurde von Dir gelöscht“. Der Empfänger sieht das ebenfalls: Hier meldet WhatsApp einfach, dass die Nachricht gelöscht wurde. Richtig spurlos ist die Nachricht also nicht verschwunden. Aber besser, als eine falsch verschickte WhatsApp-Nachricht im Raum stehen zu lassen, ist die Funktion allemal.

Ist die Nachricht auf allen Handys und vor allem bei allen Empfängern verschwunden.

Ist die Nachricht auf allen Handys und vor allem bei allen Empfängern verschwunden.

Nachteile des nachträglichen Löschens von WhatsApp-Nachrichten

Dummerweise ist die Funktion bei WhatsApp nicht so schön gelöst wie bei anderen Messengern, etwa Telegram: Der Empfänger kann sehen, dass Ihr eine Nachricht geschickt und anschließend gelöscht habt. Außerdem ist das direkte Messenger-System natürlich nicht dagegen gefeit, dass der Empfänger die Nachricht schon gelesen hat, wenn Ihr sie löscht – das ist dann Künstlerpech. Zuguterletzt funktioniert das Löschen beim Empfänger nur, wenn der ebenfalls eine aktuelle WhatsApp-Version hat. Durch die Auto-Update-Funktion von AppStore und PlayStore ist das zwar wahrscheinlich. Hat Euer Empfänger aber ein sehr altes Handy oder die Funktion nicht aktiviert, kann es sein, dass er mit älteren Version unterwegs ist – das Löschen schlägt dann fehl.

Über den Autor

Christian Rentrop

Christian Rentrop

Freier Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Blogger und Journalist in Totholzwäldern, auf digitalen Highways und manchmal in der echten Welt unterwegs.
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