iPhone, iPad & Co.Sicherheit

iOS 15 und macOS 12: E-Mail-Adresse bei Anmeldungen verbergen

So erstellt Ihr Fake-E-Mail-Adressen direkt im System

Ein Konto hier, eine Anmeldung dort: Immer wieder verlangen Webseiten und Onlinedienste die Erstellung eines Kontos, natürlich nicht, ohne Euch dabei nach Eurer E-Mail-Adresse zu fragen. In iOS 15, iPadOS 15 und macOS 12 führt Apple nun eine praktische neue Funktion ein: Ihr könnt Euch für Konten automatisch eine zufällige E-Mail-Adresse erstellen. So könnt Ihr Accounts erstellen, ohne Eure echte Mailadresse überall im Web zu verteilen. Wir zeigen Euch, wie Ihr die neue Sicherheitsfunktion nutzen könnt.

iOS 15: Temporäre Mailadresse direkt auf dem iPhone erstellen

Hide my Email bzw. im Deutschen E-Mail-Adresse verbergen bringt die Möglichkeit, temporäre und anonyme E-Mail-Adressen zu erstellen, direkt auf Euer iPhone, iPad oder über macOS 12 Monterey auch auf den Mac. Damit könnt Ihr Euch bei Webseiten anmelden, die eine Mailadresse verlangen, ohne Eure echte Adresse preis zu geben. Die dann verschickten Nachrichten laufen bei Apple auf und werden an Euch weitergeleitet. Im Grunde genommen eine Erweiterung zum schon länger verfügbaren Mit Apple anmelden sowie eine praktische Alternative zu selbst verwalteten Fake-Mails oder temporären Mail-Anbietern.

Temporäre Mailadressen als Systemfunktion – durchaus nett.

Ihr könnt Euch bis zu 100 Fake-Adressen erstellen. Natürlich ist es aber auch möglich, eine Adresse für mehrere Anmeldungen zu verwenden. Anders, als bei Diensten wie Trash-Mail oder Temp-Mail bleiben die „anonymen“ Adressen dauerhaft aktiv – zumindest, bis Ihr sie selbst deaktiviert. Die einzige Voraussetzung für die Nutzung ist neben einem Gerät mit iOS/iPadOS 15 oder macOS 12 Monterey ein aktives iCloud+Abo. Wie schon beim ebenfalls neuen Sicherheitsfeature Privat Relay genügt dafür erfreulicherweise auch der kleinste Tarif für 99 Cent im Monat.

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So erstellt Ihr eine zufällige @icloud.com-Adresse auf dem iPhone oder iPad

Alle Funktionen von E-Mail-Adresse finden sich in den Systemeinstellungen. Tippt hier auf Euer iCloud-Konto und wechselt in den Bereich E-Mail-Adresse verbergen. Hier listet das System alle derzeit aktiven Adressen auf. Zunächst solltet Ihr ganz nach unten scrollen und bei Weiterleiten an festlegen, an welche Adresse die eingehenden Mails weitergeleitet werden. Diese müsst Ihr aber zuvor auch in den Kontoeinstellungen von iOS/iPadOS hinterlegt haben.

Die Apple-Server leiten die an die Fake-Adressen eingehenden Nachrichten an Euch weiter.

Um nun eine neue Temp-Adresse zu erstellen, tippt einfach auf Neue E-Mail-Adresse erstellen. Das System generiert nun eine zufällige @icloud.com-Adresse, die Ihr für Anmeldungen verwenden könnt. Vergebt noch eine Bezeichnung und gegebenenfalls eine nähere Beschreibung über den Einsatzzweck der Adresse, tippt auf Weiter und Ihr seid bereit.

Die Zufalls-Mails sind mit wenigen Klicks erstellt.

Die so erstellte Adresse könnt Ihr nun bei beliebigen Anmeldeprozessen verwenden. Falls Ihr Euch nicht die komplette Adresse merken wollt, tippt sie einfach in der Übersicht von E-Mail-Adresse verbergen an. In der Detailansicht könnt Ihr die Mailaddy nun einfach antippen und mit Kopieren in die Zwischenablage schieben. Im gleichen Menü könnt Ihr die Temp-Adressen übrigens auch komplett deaktivieren. Tippt dazu einfach auf die entsprechende Schaltfläche und bestätigt den Vorgang.

Wenn Euch die Benachrichtigungen nerven, schaltet die Temp-Adresse einfach ab.

Temporäre iCloud-E-Mail: Einfach bei der Anmeldung erstellen

Neben der manuellen Erstellung von Fake-Adressen könnt Ihr den Vorgang auch direkt bei der Accounterstellung verwenden – zumindest, wenn Ihr mit Safari unterwegs seid. Sobald Ihr in einem Anmeldeprozess aufgefordert werdet, Eure E-Mail-Adresse einzutippen, blendet die iOS-Tastatur die Option E-Mail-Adresse verbergen ein. Tippt Ihr diese an, erstellt das System eine neue Adresse, die für die Anmeldung verwendet wird. Das ist beispielsweise für Seiten praktisch, die zwar kostenlose Inhalte bieten, diese aber erst nach der Registrierung anzeigen. Alles in allem eine nette Neuerung, die iCloud in iOS 15 dabei hat.

Je weniger Seiten Eure echte E-Mail kennen desto besser.

Noch mehr zu Apple? Findet Ihr hier. Noch mehr zum Thema Sicherheit? Hier entlang, bitte.

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

3 Kommentare

    1. Hallo Ulli,

      das ist interessant :-) Ich habe die Funktion bislang überall nur im Zusammenhang mit iCloud+ gesehen, auch in der Pressemitteilung von Apple selbst. Entweder haben sie sich umentschieden und es funktioniert jetzt doch für alle (…wie ja auch das Anmelden mit Apple) ODER es ist in der Beta von iOS 15 freigeschaltet. Ich werde das mal im Auge behalten und prüfen, wenn iOS 15 raus ist :-)

      1. Danke dir.

        Allerdings wäre es von Apple kontraproduktiv, wenn gerade eine solche wichtige Funktion von einem kostenpflichtigen Abo komplett abhängig wäre.

        Ich könnte mir vorstellen, dass Apple -wenn überhaupt- eine Obergrenze an möglichen kostenlosen Alias-Adressen setzt, die aber wiederum den realen Bedürfnissen entsprechen sollten.

        Bei mir haben sich z. B. Alfred Camera und Fantastical ohne Probleme eingetragen. Da seitens Apple mit diesem Sicherheits-Feature geworben wird, kann ich mir aber ehrlich gesagt keine Beschränkung (bis auf die bekannten 100) vorstellen.

        Im Grunde genommen interpretiere ich dies ohnehin nur als Erweiterung der ohnehin 4 oder 5 möglichen Aliase, die zu vergeben bislang über iCloud.com möglich waren. Allerdings waren diese ja nur umkomfortabel zu nutzen – einen Alias gelöscht und dann mehrere Tage warten, bis Apple sein OK gibt, einen anderen zu vergeben – Himmelnochmal, das alles im 21. Jhd., bei Apple?

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