Was viele iPhone-Fotografen nicht wissen: Das Smartphone hat einen Fernauslöser dabei, der das Fotografieren in speziellen Situationen deutlich erleichtert.

Ein Fernauslöser ist an jeder Kamera eine feine Sache, so auch am iPhone. Gerade wer Zeitraffer-Aufnahmen machen oder mit einer Drittanbieter-App wie Pro Cam Langzeitbelichtungen oder Belichtungsreihen mit dem iPhone schießen will, sollte deshalb zum Fernauslöser greifen. Der liegt bei allen iPhones in der Packung.

Der Kopfhörer als Fernauslöser

Denn was viele iPhone-Fans nicht wissen: Der mitgelieferte Kopfhörer ist nicht nur ein hübsches Headset zum Freisprechen, sondern eben auch ein Fernauslöser. Den könnt Ihr ganz einfach nutzen, indem Ihr den Kopfhörer ansteckt, die Kamera-App öffnet und auf einen der beiden Lautstärke-Regler-Knöpfe des Kopfhörers drückt. Die funktionieren dann nämlich genau wie die Lautstärketasten direkt am iPhone, sind also Auslöse-Knöpfe. Das ist auch praktisch, um zum Beispiel unauffällig Fotos zu schießen: Kopfhörer ins Ohr, iPhone in die Brusttasche und mit Druck auf die Lauter/Leiser-Taste wie ein Geheimagent aus dem YPS-Heft fühlen.

Die iPhone-Kopfhörer sind ein voll einsatzfähiger Fernauslöser.

Die iPhone-Kopfhörer sind ein voll einsatzfähiger Fernauslöser.

Auch mit anderen Kopfhörern kein Problem

Praktischerweise funktioniert das sogar mit Drittanbieter-Kopfhörern, sofern sie ebenfalls eine Lautstärke-Regelung besitzen. Egal ob kabelgebundener Hipster-Riesenhörer oder sportliches Bluetooth-Headset: Sobald Ihr die Kamera-App öffnet, dienen die Lautstärke-Regler als Fernauslöser. Der praktische Nutzen insbesondere der Bluetooth-Variante liegt auf der Hand: Ihr könnt das iPhone irgendwo hin stellen oder legen und könnt nach herzenslust auslösen, ohne Euch Sorgen um Verwackler zu machen. Auch im Zusammenspiel mit Selfie-Sticks und Stativen kann das sehr praktisch sein.

Ein Druck auf die Lauter- oder Leiser-Taste löst das Foto aus.

Ein Druck auf die Lauter- oder Leiser-Taste löst das Foto aus.

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

Artikel kommentieren:

shares
Close