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Linux & Co.

Linux Mint 19 oder 19.3 auf 20 aktualisieren

Wieder Sommer, wieder eine neue Mint-Version - und so könnt Ihr upgraden.

Das neue Linux Mint 20 gibt es nur noch als 64-Bit-Version – wer noch eine 32-Bit-Version nutzt, kann nicht upgraden, sondern muss neu installieren. Für alle anderen ist der Vorgang ziemlich simpel, da Mint über ein eigenes Upgrade-Werkzeug verfügt. Auch wenn das allein selten reicht.

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Backup anlegen

Zunächst solltet Ihr freilich ein Backup anlegen. Systembackups könnt Ihr ganz einfach mit dem Programm Timeshift erstellen und bei Bedarf wieder zurückspielen:

sudo apt-get install timeshift

Startet das Programm und folgt einfach dem Assistenten. Das funktioniert aber nur, wenn Ihr einen zweiten lokalen Datenträger zur Verfügung habt, Netzlaufwerke werden nicht unterstützt. Alternativ könnt Ihr auf den Linux-Standard dd setzen und damit, auch über das Netzwerk, einen kompletten Klon erstellen. Wie genau das geht, zeigen wir in einem eigenen Artikel.

mint screenshot
Sicher ist sicher: Timeshift erstellt System-Backups.

Upgraden

Grundvoraussetzung ist ein 64-Bit-System, was Ihr über folgenden Befehl checken könnt:

dpkg --print-architecture

Das Upgrade funktioniert darüber hinaus nur von Version 19.3. Wenn Ihr noch Version 19 nutzt, müsst Ihr zunächst Updaten:

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sudo mintupdate

Im Mint-Updater wählt Ihr dann Bearbeiten/Aktualisieren auf 19.3, folgt dem Assistenten und startet das System anschließend neu. Wenn 19.3 läuft, könnt Ihr fortfahren.

mint screenshot
Das Upgrade funktioniert nur von 19.3 aus!

Mint selbst empfiehlt, vor einem Upgrade manuell eingerichtete Paketquellen von Dritten zu löschen – beispielsweise über das Mint-eigene Anwendungspaketquellen aus dem Startmenü. Falls den Upgrader etwas stört, weist er Euch aber später auch darauf hin und verweigert den Dienst, bis Ihr die Quellen deaktiviert habt. Öffnet das Programm Anwendungspaketquellen und deaktiviert die Quellen unter Zusätzliche Paketquellen und PPAs (private Paketarchive).

mint screenshot
Paketquellen von Dritten müssen deaktiviert werden.

Das Upgrade folgt dem üblichen Prozess: Zunächst solltet Ihr das System normal aktualisieren, dann das Mint-Upgrade per Testdurchlauf prüfen und schließlich wirklich anwenden:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get dist-upgrade   
mintupgrade check
mintupgrade upgrade

Wenn der check-Befehl Fehler ausspuckt, solltet Ihr freilich zunächst schauen, dass diese verschwinden. Hier wurde zum Beispiel über einige Paketversionen gemeckert, die erst im Tool Anwendungspaketquellen unter Wartung/Fremde Paketquellen herabstufen gedowngradet werden mussten. Was wiederum erst nach der Deinstallation einiger Pakete funktionierte …

Und noch mehr Fehlermeldungen: Einige Paketversionen passen nicht.

Der ganze Prozess kann je nach Systemzustand durchaus eine halbe Stunde dauern – mit Fehlern natürlich auch länger, hier wären es letztlich rund 100 Minuten! „Wären“, weil das Upgrade durch ein Versehen abgebrochen wurde – was ein zwar bootendes und teils laufendes, aber nicht mehr wirklich zu reparierendes System hinterlassen hat. Darum Backups ;)

Da zwischenzeitlich durchaus Abfragen können kommen, müsst Ihr auch vorm Rechner sitzen bleiben.

mint upgrade screenshot
Der eigentliche Upgrade-Prozess im Terminal.

Mehr zu Linux Mint findet Ihr übrigens im Linux-Quartett und Hilfe für den Terminal in unserer hauseigenen Linux-Hilfe cli.help.

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler. Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds. Wenn Ihr hier mehr über Open Source, Linux und Bastelkram lesen und Tutonaut unterstützen möchtet: Über Kaffeesponsoring via Paypal.freue ich mich immer. Schon mal im Voraus: Danke! Nicht verpassen: cli.help

2 Kommentare

  1. Hallo guten Tag . Habe alles so gemacht wie beschrieben , aber es gelingt mir nicht von linux mint 19.3 auf linux mint 20 zu upgraden . Ich vermute das ich mit ca. 60GB Festplattenpartition zu wenig Speicher eingerichtet habe ;-( Desweiteren wüßte ich gerne wie ich die Windows10 Pro Partition gelöscht bekomme um für Linux Mint mehr Speicher zu haben . Ich hörte das Gates für 2025 ein neues Windows bringen will was die Windows Nutzer noch viel mehr ausspionieren will wie bislang schon. Danke im Voraus

    1. Also grundsätzlich sollten 60 GB genügen – für ein reines Mint und ein paar Anwendungen. Aber wenn etwa viele Videos drauf sind, könnte es in der Tat daran liegen, beim Runterladen und Entpacken wird viel Platz benötigt. Wie viel freien Platz man braucht, weiß ich allerdings auch nicht.

      Partitionen wirst Du am einfachsten über einen Partitionsmanager los, unter Mint ist das übliche GParted installiert – einfach im Startmenü nach Partition oder GParted suchen. In der grafischen Oberfläche kannst Du die Windows-Partition dann ganz einfach löschen. Eine Einführung in GParted haben wir hier, wichtig darin könnte das Schema für die Benennung von Partitionen (sda1, sda2, sdb1 etc.) sein, um alles richtig zu verstehen.

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